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Gefro Küchenlexikon

Südafrika: Das Land für Fleischliebhaber

Der Einfluss der europäischen Landesküchen stammt aus der Kolonialzeit, damals brachten niederländische Einwanderer Handwerker, Sklaven und Soldaten aus indonesischen und anderen asiatischen Kolonien wie Malaysia und Indien nach Südafrika. Später, im 19. Jahrhundert, fanden Immigranten aus England und somit deren Kochtradition ihren Weg in die Kapkolonie. Die Zutaten stammen dabei stets aus heimischem Anbau.

Ein wichtiger Bestandteil der südafrikanischen Küche ist Fleisch. Zahlreiche Fleischsorten dominieren die kulinarische Landschaft des Landes: Lammfleisch ist die am häufigsten verzehrte Fleischsorte, Rindfleisch und Wildbret sind ebenso beliebt. Fleisch vom Springbok, Kudu, Blessbock, Oryx, Warzenschwein und Elenantilope wird in Südafrika auch als Bushmeat bezeichnet.

Eine besondere Spezialität der südafrikanischen Küche ist Biltong, dabei handelt es sich um getrocknetes Rind- oder Wildfleisch. Für die Herstellung von Biltong wird das Fleisch in Streifen geschnitten und anschließend mit Gewürzen, traditionell mit Koriander und Pfeffer,  sowie Zucker und Salpeter eingerieben. Danach wird Essig auf das Fleisch geträufelt. Nun wird das Fleisch 6 - 8 Stunden kühl gestellt und zum Abschluss ein bis zwei Wochen hängend luftgetrocknet. Alternativ kann es auch in der Sonne getrocknet werden. Diese Methode kommt meist bei Wild zum Einsatz, das Fleisch wird dann härter.

Huhn und Geflügel wird in der südafrikanischen Küche ebenfalls in großen Mengen zubereitet, während Fisch trotz der Küstennähe eine untergeordnete Rolle spielt. Gemüse ist immer ein Bestandteil der einzelnen Gerichte und wird nicht als separate Beilage gereicht. Die südafrikanische Küche ist von der großzügigen Verwendung von Gewürzen und Kräutern gekennzeichnet.

Ein typisch südafrikanisches Gericht, das auch über die Landesgrenzen hinaus bekannt ist, nennt sich Bobotie. Bei dieser beliebten Speise treffen englische und polynesische Einflüsse aufeinander. Bei Bobotie handelt es sich um einen Auflauf mit viel Hackfleisch (Rind, Wild oder Lamm), der ähnlich wie ein Meat Pie im Ofen gebacken wird. Die Gewürze stammen jedoch aus Malaysia: Ingwer, Curry, Mango-Chutney, Kurkuma und Knoblauch. Zusammen mit getrockneten Aprikosen, Rosinen, Zwiebeln und Mandeln wird das Fleisch mit einer Mischung aus Eiern und Milch im Ofen knusprig überbacken. Serviert wird Bobotie mit Safranreis und Chutney.

Ebenfalls sehr bekannt ist der südafrikanische Eintopf Bredie. Zu den Zutaten zählen Lammfleisch, Tomaten, Kürbisfleisch und traditionell auch Waterblommetjies. Hierbei handelt es sich um die Blüten einer heimischen Seerosenart, die für den Verzehr geeignet sind. Sie verleihen dem Eintopf seinen unverwechselbaren Geschmack. Für die nötige Würze sorgen Ingwer, Zimt und Muskatnuss. Bredie stammt ursprünglich aus der kapmalaiischen Küche.

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