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Bärlauch

Bärlauch

Herkunft von Bärlauch

Der Bärlauch (Allium ursinum) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Allium und somit verwandt mit Schnittlauch, Zwiebel und Knoblauch. Man spricht beim Bärlauch auch vom wilden Knoblauch oder Waldknoblauch. Der Bärlauch gehört zu den ältesten Nutzpflanzen Europas. Karl der Große bezeichnete ihn im 8. Jahrhundert in seiner königlichen Verordnung über die Landgüter als „anbauwürdige Gartenpflanze“. Im alten Germanenreich galt der Bärlauch als Frühlingsbote und sollte die Kräfte eines Bären in sich tragen.

Der lateinische Gattungsname "Allium" bedeutet "Lauch" und deutet auf die Verwandtschaft zu Knoblauch und Zwiebeln. Der lateinische Artname "ursinum" bedeutet "Bär". Im Volksglauben dachte man, dass die Bären, wenn sie aus dem Winterschlaf erwachten, als Erstes das frische Grün des Bärlauchs suchen.

Wo findet man Bärlauch?

Die Bärlauchpflanze ist ein ausdauerndes, etwa 20-30 cm hoch werdendes Zwiebelgewächs. In vielen Gebieten Deutschlands, Österreichs und der Schweiz wächst der Bärlauch wild, vor allem in basen- und nährstoffreichen bzw. feuchten, halbschattigen Laubwäldern. Bei Waldspaziergängen im Frühjahr erkennt man den Bärlauch an seinem knoblauchartigen Duft (Waldknoblauch).
Bärlauch blüht zwischen Mitte März bis Juni und ist nur frisch zu verwenden, da die Inhaltsstoffe beim Trocknen verloren gehen.

Aroma und Inhaltsstoffe von Bärlauch

Bärlauch hat ein sehr kräftiges, würziges Knoblaucharoma. Der Vorteil: Man riecht nach dem Verzehr aber nicht so intensiv danach, wie man es von Knoblauch gewohnt ist. Außerdem enthält Bärlauch neben Vitamin C auch wichtige Mineralstoffe wie Calcium, Eisen und Kalium und ätherische Öle.

Wirkung und Anwendung von Bärlauch

Bärlauch erinnert im Geschmack und Geruch an Knoblauch. Genau wie der Knoblauch enthält Bärlauch Alliin, das beim Zerschneiden oder Zerhacken der Blätter in Allicin umgewandelt wird. Dieses Allicin ist verantwortlich für den typischen Knoblauchgeruch und den scharfen Geschmack des vollmundigen, herzhaften Wildgemüses. 

Bärlauch passt zu: Bärlauch passt wunderbar zu Brotaufstrichen. Als Basis eignet sich besonders Butter, Quark, aber auch Ziegenkäse und Avocado. Aber auch in der warmen Küche ist Bärlauch vielseitig einsetzbar zum Beispiel in mediterranen Gerichten wie Risotto oder Ravioli oder als Bärlauchsuppe. Bärlauch passt aber auch gut zu Gemüse- oder Fleischgerichten und vielen weiteren Gerichten.

Vorsicht bei der Ernte:
Bärlauch sieht dem giftigen Maiglöckchen und speziell, vor seiner Blüte, der ebenso giftigen Herbstzeitlosen, sehr ähnlich. Um sicher zu gehen, kann man durch das Zerreiben der Blätter prüfen, ob diese nach Knoblauch riechen. Tun sie das nicht, sollte man die Blätter in jedem Fall im Wald liegen lassen.

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