Gefro Küchenlexikon

Peru: Ursprüngliche Landesküche der Inkas

Fleisch wird in Peru nicht so häufig verzehrt wie in anderen südamerikanischen Ländern. In der peruanischen Küche wird Fleisch von Alpakas, Lamas und Meerschweinchen zubereitet. Letztere bezeichnet man als Cuy und hält sie in Peru als Nutztiere. Das bekannteste Gericht der Andenregion ist Pachamanca. Es wird zu festlichen Anlässen zubereitet und besteht aus Rind- und Schweinefleisch, verschiedenen Gemüsesorten und Kräutern und muss auf heißen Steinen lange geköchelt werden.

An der Küste Perus bereichern die Gaben des Meeres das Menü, das bekannteste Gericht ist Ceviche. Dieser Salat aus marinierten Meeresfrüchten und kleingeschnittenen Fischstücken ist auch in anderen Teilen Südamerikas beliebt. Weitere Zutaten sind rote Zwiebeln, in kleine Stücke geschnitten, sowie Rocoto, eine recht scharfe Paprikasorte aus Peru. Die Marinade bei Ceviche besteht aus Limettensaft; Fisch und Meeresfrüchte müssen rund 15 Minuten darin marinieren, damit durch die Säure das Eiweiß denaturieren kann, ähnlich dem Vorgang beim Kochen, sodass Fisch und Meeresfrüchte nicht roh verzehrt werden.

Ein weiteres beliebtes Gericht der Küstenregion ist Chupe de camarones. Diese Suppe ist sehr sämig und besteht aus Garnelen, Milch, Kartoffeln und wird mit Chili gewürzt. Diese Suppe stammt ursprünglich aus Arequipa.

In Nord- und Zentralperu ist die Regionalküche multikulturell geprägt: Einwanderer aus Europa, Afrika, Japan sowie China haben ihre Essgewohnheiten mit in das Land gebracht. Auch die kreolische Küche ist in Peru weit verbreitet. Reis ist die beliebteste Beilage zu zahlreichen Gerichten wie beispielsweise Arroz con Pollo, Hühnchen mit Reis. Das Gericht wird mit Safran, Knoblauch, roten Peperoni und frischen Kräutern gewürzt.

Ein Imbiss mit Nationalgerichtcharakter ist Tamales, ein gekochter Maisteig, der mit verschiedenen Zutaten ergänzt wird. In Peru sind Tamales meist mit Hühner- oder Schweinefleisch gefüllt, auch Käse ist möglich. Diese Masse wird in ein Bananenblatt eingewickelt und das Ganze mit gekochten Eiern, Erdnüssen, Oliven und Chili serviert. Peruaner essen Tamales auch gerne zum Frühstück. Sind die Tamales kleiner und in ein Maisblatt gewickelt, werden sie als Humitas bezeichnet. Sie schmecken etwas süßer.

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