Zum Inhalt springen

GEFRO-Blog

Lösliche Ballaststoffe: Grundlagen & faszinierende Prozesse im Darm

Lösliche Ballaststoffe: Grundlagen & faszinierende Prozesse im Darm

Von der alten Vorstellung zum heutigen Wissen  Bis in die siebziger Jahre dachte man, dass Bestandteile der Nahrung, die den Magen-Darm-Trakt weitgehend unverändert verlassen, keine große Bedeutung hätten – daher der Begriff „Ballaststoffe“. Heute gilt dieser Name als irreführend. Ballaststoffe werden als wichtiger Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung angesehen, weil sie Vielfalt in die täglichen Mahlzeiten bringen und für eine natürliche Dynamik im Verdauungstrakt sorgen.   Zwei Gruppen, zwei unterschiedliche Eigenschaften  Ballaststoffe werden in lösliche und unlösliche Formen unterteilt. Unlösliche Ballaststoffe – wie Cellulose oder Lignin – finden sich insbesondere in Getreide und Hülsenfrüchten. Sie binden nur wenig Wasser, erhöhen jedoch das Volumen des Speisebreis und unterstützen so eine aktive Darmtätigkeit.    Was lösliche Ballaststoffe besonders macht  Zu den löslichen Ballaststoffen gehören resistente Stärke, Inulin, Glucomannan, Pektin und Flohsamenschalen. Sie kommen vor allem in Obst und Gemüse vor und zeichnen sich durch ein ausgeprägtes Quellvermögen aus. Im Dickdarm werden sie von Teilen der natürlichen Mikroflora weiterverarbeitet – ein Vorgang, der seit Jahren Gegenstand intensiver Forschung ist und zeigt, wie komplex und faszinierend unser Verdauungssystem arbeitet.      Unser Dünndarm sagt „Nein“ zu den Ballaststoffen – unser Dickdarm ruft „Hurra, da seid ihr ja endlich“    Warum der Dünndarm sie weiterreicht  Lösliche Ballaststoffe zählen chemisch zu den Kohlenhydraten, werden im Dünndarm jedoch kaum abgebaut. Stattdessen gelangen sie nahezu unverändert in den Dickdarm – genau dorthin, wo sie ihre eigentliche Rolle übernehmen.    Wenn die Darmflora übernimmt  Im Dickdarm trifft eine vielfältige Gemeinschaft natürlicher Mikroorganismen auf die löslichen Ballaststoffe. Viele Vertreter dieser Darmflora nutzen sie als Substrat und verarbeiten sie weiter. Dieses stille Zusammenspiel zeigt, wie eng Ernährung und Mikrobiota miteinander verwoben sind – ein Prozess, der wissenschaftlich seit Jahren intensiv beobachtet wird.    Kurzkettige Fettsäuren – kleine Moleküle mit großer Relevanz  Bei der mikrobiellen Verarbeitung entstehen unter anderem die kurzkettigen Fettsäuren Propionsäure, Essigsäure und Buttersäure. Sie dienen den Zellen der Darmschleimhaut als Energiequelle und unterstützen deren natürliche Erneuerungsprozesse. So bleibt die Schleimhaut in der Lage, ihre Oberflächenstruktur und Barrierefunktion zuverlässig aufrechtzuerhalten.    Die Schleimhaut als aktiver Kontaktpunkt  In der Darmschleimhaut befindet sich ein großer Anteil der immunologisch aktiven Zellen. Schleimhaut, Mikroflora und Immunsystem stehen hier in einem eng verknüpften Austausch. Ein Beispiel dafür ist das sekretorische Immunglobulin A (sIgA), ein Protein, das im Schleimhautbereich gebildet wird und zeigt, wie komplex dieser Teil unseres Körpers arbeitet – ohne daraus ein konkretes Wirkversprechen abzuleiten.    Wie das Darmmilieu geprägt wird  Kurzkettige Fettsäuren beeinflussen das Umfeld im Dickdarm und tragen zu einem leicht sauren Milieu bei. In der Forschung gilt ein solcher pH-Wert als typisch für aktive mikrobielle Stoffwechselprozesse. Welche Mikroorganismen davon profitieren oder weniger aktiv sind, ist Gegenstand fortlaufender wissenschaftlicher Betrachtung.    Warum der Darm mehr ist als ein Verdauungsorgan    Wie der Darm mit dem Immunsystem verbunden ist  Der Darm ist weit mehr als ein Organ für die Verarbeitung von Nahrung. Ein großer Teil der immunologisch aktiven Zellen befindet sich hier. Über Blut- und Lymphwege steht dieses darmassoziierte Immunsystem in ständigem Austausch mit anderen Bereichen des Körpers. So gelangen Signale aus dem Darm an verschiedene immunologische Schaltstellen.    Kurzkettige Fettsäuren und regulatorische Prozesse  Kurzkettige Fettsäuren, die bei der Verwertung löslicher Ballaststoffe entstehen, werden intensiv erforscht. Sie können Einfluss auf verschiedene immunologische Abläufe haben. Wissenschaftlich wurde beobachtet, dass sie etwa die Bildung sogenannter regulatorischer T-Zellen (Tregs) beeinflussen können. Diese Erkenntnisse stammen aus der Grundlagenforschung und geben Einblicke in das komplexe Zusammenspiel von Ernährung, Darmflora und Immunfunktionen – ohne daraus konkrete Aussagen für einzelne Lebensmittel abzuleiten.    Forschungsbeispiele aus der Kindermedizin  In Studien mit Kindern im Vorschulalter wurden Zusammenhänge zwischen der Menge bestimmter kurzkettiger Fettsäuren und immunologischen Parametern beschrieben. Solche Befunde zeigen, wie vielfältig die Fragestellungen in der Darmforschung sind – und wie viele Aspekte weiterhin untersucht werden.    Ausblick – wie es weitergeht  Dies war der erste Teil unserer kleinen Reihe zu löslichen Ballaststoffen. Im zweiten Teil schauen wir uns an:  wie sie das Gefühl angenehmer Sättigung beeinflussen,  welche Rolle sie im Cholesterinstoffwechsel spielen,  was die Forschung zum Blutzucker sagt,  und wie leicht sich ballaststoffreiche Ernährung im Alltag umsetzen lässt.  Teil 2 erscheint in Kürze.  Bleibt gespannt!    Beste Grüße aus dem Allgäu  Rita Hein 

Warum unsere Diätwürze heute natriumarme Brühe heißt

Warum unsere Diätwürze heute natriumarme Brühe heißt

Wo ist die Diätwürze geblieben?  Manche Produkte begleiten einen über viele Jahre. Ändert sich plötzlich ihr Name oder sieht die Verpackung anders aus, entsteht schnell der Eindruck, das vertraute Produkt sei aus dem Sortiment verschwunden. Diese Frage stellt sich derzeit auch rund um unsere frühere Diätwürze.  Die gute Nachricht: Die Diätwürze gibt es weiterhin – heute trägt sie den Namen Natriumarme Brühe. Sie ist das Nachfolgeprodukt der früheren Diätwürze. Allerdings wurde nicht nur die Bezeichnung geändert. Auch die Rezeptur und die Verpackung wurden überarbeitet. Die Grundidee ist geblieben: Statt herkömmlichem Speisesalz wird überwiegend Kaliumchlorid als Salzersatz verwendet.  Warum heißt sie heute natriumarme Brühe?  Der Name „Diätwürze“ stammt aus einer Zeit, in der natriumarme Lebensmittel unter die deutsche Diätverordnung fielen und rechtlich als diätetische Lebensmittel galten. Inzwischen haben sich die gesetzlichen Regelungen geändert. Produkte wie die frühere Diätwürze werden heute nicht mehr dieser Lebensmittelgruppe zugeordnet, sondern rechtlich wie andere Lebensmittel behandelt.  Der neue Name Natriumarme Brühe beschreibt klar und unmittelbar, was das Produkt auszeichnet. Es enthält deutlich weniger Natrium als eine herkömmliche Brühe, da ein großer Teil des üblichen Speisesalzes durch Kaliumchlorid ersetzt wird.  Was hat sich an der Rezeptur verändert?  Mit dem neuen Namen wurde auch die Rezeptur überarbeitet. Palmfett wurde durch High-Oleic-Sonnenblumenöl ersetzt. Milchzucker und Soja sind nicht mehr enthalten. Die heutige Rezeptur enthält unter anderem Kartoffelstärke und Hefeextrakt. Kräuter, Gewürze und Extrakte werden in der Zutatenliste heute konkret benannt. Auch äußerlich zeigt sich die Veränderung: Die natriumarme Brühe ist an der neu gestalteten Dose mit rotem Deckel zu erkennen.  Das Grundprinzip der früheren Diätwürze ist jedoch geblieben: Auch die heutige Rezeptur ist auf einen deutlich reduzierten Natriumgehalt ausgerichtet.    Was ist bei der Verwendung zu beachten?  In der natriumarmen Brühe dient Kaliumchlorid als Salzersatz. Deshalb ist das Produkt nicht für jeden Menschen gleichermaßen geeignet. Bei Störungen des Kaliumhaushalts, insbesondere bei Niereninsuffizienz, sollte es nur nach ärztlicher Rücksprache verwendet werden.   Neuer Name, weiterentwickelte Rezeptur  Die frühere Diätwürze ist also nicht aus dem Sortiment verschwunden. Mit der natriumarmen Brühe hat sie einen neuen Namen, eine neue Verpackung und eine überarbeitete Rezeptur erhalten. Geblieben ist, was das Produkt auszeichnet: Die Brühe ist natriumarm.   Beste Grüße aus dem Allgäu  Rita Hein 

Die Riesin mit dem weichen Kern

Die Riesin mit dem weichen Kern

Wassermelone – Obst des Monats August  Sie gehört zum Sommer wie warme Abende, ein Platz im Schatten und das erste gemeinsame Essen im Freien. Mit ihrer imposanten Größe fällt die Wassermelone sofort auf. Doch ihr eigentliches Talent zeigt sich erst, wenn sie angeschnitten wird: Dann wird aus der grünen Riesin eine Gastgeberin, die Menschen zusammenbringt und mit jeder Scheibe ein wenig Sommer verschenkt.    Die Gastgeberin des Sommers  Sie wird mit beiden Händen auf den Tisch gelegt. Einen Moment später greift jemand zum Messer. Mit dem ersten Schnitt gibt die dicke grüne Schale nach. Schon werden die leuchtend roten Scheiben verteilt. Fast automatisch rücken alle ein wenig näher.  Die Wassermelone gehört zu den wenigen Früchten, die kaum für eine Person allein gedacht sind. Sie wird geteilt – beim Picknick, am Badesee, auf dem Grillfest oder beim gemeinsamen Essen im Garten – kaum ist sie angeschnitten, gehört sie allen. Und mit ihr beginnen oft die schönsten Sommermomente.    Hinter der dicken Schale  Mit ihrer dunkelgrünen Schale und ihrer beachtlichen Größe wirkt die Wassermelone zunächst eher beeindruckend als einladend. Manche bringen mehr als zehn Kilogramm auf die Waage. Mit dem ersten Schnitt leuchtet kräftig rotes Fruchtfleisch auf, eingerahmt von einem hellen Rand und – je nach Sorte – den typischen schwarzen oder braunen Kernen.  Von außen wirkt sie fast unnahbar. Innen zeigt sie eine ganz andere Seite.    Was die Gastgeberin auftischt  Eine gute Gastgeberin weiß, dass Vielfalt Lust macht, Neues zu entdecken. Die Wassermelone hat dafür einiges anzubieten. Mit ihrem hohen Wassergehalt sorgt sie an warmen Tagen für eine angenehme Erfrischung und liefert unter anderem Vitamin C, Kalium sowie den roten Pflanzenfarbstoff Lycopin. Lycopin zählt zu den bekanntesten Pflanzenfarbstoffen und ist seit vielen Jahren Gegenstand wissenschaftlicher Forschung.  Weniger bekannt ist Citrullin – eine Aminosäure, die vor allem im hellen Fruchtfleisch direkt unter der Schale vorkommt und im Körper unter anderem als Vorstufe von Arginin dient. Gerade dieser helle Bereich wird häufig großzügig weggeschnitten, obwohl er ebenfalls essbar ist. Sein Geschmack erinnert ein wenig an Salatgurke und macht ihn zu einer interessanten Zutat für Salate, Smoothies oder andere sommerliche Gerichte.  Ob pur, als fruchtiger Salat, vom Grill oder als kalte Suppe – die Wassermelone lässt sich immer wieder neu entdecken.    Was von ihr bleibt  Irgendwann ist auch das letzte Stück verschwunden. Auf dem Tisch bleibt nur noch die grüne Schale.  Die Gespräche gehen weiter, das Lachen wird lauter. Unbemerkt steckt ein Kind einen der Kerne in die Hosentasche. Morgen wird er in einen Blumentopf oder ins Gartenbeet gepflanzt – in der festen Hoffnung, dass daraus seine Wassermelone wächst.      Manche Erinnerungen schmecken nach Wassermelone.  Du hast Lust auf Rezepte mit Wassermelone? Klick gleich hier unter www.gefro.de rein:  Gegrilltes Limettenhähnchen mit Wassermelonensalat | GEFRO  Veganer Auberginensalat mit Basilikum, Minze & Wassermelone | GEFRO   Beste Grüße aus dem Allgäu  Rita Hein   

Ein Grillabend, viele Geschmäcker 

Ein Grillabend, viele Geschmäcker 

Wenn der Grillabend beginnt  Kaum steigt der erste Duft vom Grill auf, füllt sich die Terrasse. Auf dem Tisch stehen knackige Salate, frisches Brot und verschiedene Dips. Die einen greifen zu buntem Grillgemüse, andere freuen sich auf Fisch oder ein saftiges Steak. Und irgendwo steht immer jemand, der wissen möchte, wie scharf die Marinade heute geworden ist.  Spätestens jetzt zeigt sich: Am Grill sind sich längst nicht alle einig. Zum Glück. Denn während die einen feine Kräuternoten bevorzugen, darf es für andere ruhig etwas würziger oder sogar feurig werden.  So unterschiedlich die Menschen an diesem Abend sind, so verschieden sind auch ihre Vorlieben beim Essen. Genau das macht einen gelungenen Grillabend aus: Jeder findet seinen persönlichen Lieblingsgeschmack.  Und manchmal genügt schon die richtige Würze, um aus einem guten Gericht etwas ganz Besonderes zu machen.    Für alle, die es leicht und sommerlich mögen  An warmen Sommerabenden landen längst nicht nur Steaks und Würstchen auf dem Grill. Fisch, Hähnchen und buntes Gemüse bringen Leichtigkeit auf den Teller und passen wunderbar zu frischen Salaten und Kräuterdips.  Wer es ausgewogen und harmonisch mag, setzt auf Würze, die den Eigengeschmack der Zutaten unterstreicht. Die BBQ Würzmischung Chicken & Fish begleitet diese feinen Aromen auf unaufdringliche Weise und lässt den Zutaten ihren eigenen Charakter.    Denn gerade die leisen Töne machen einen sommerlichen Grillabend oft besonders angenehm.    Der vielseitige Begleiter für viele Grillideen  Während manche genau wissen, was auf ihrem Teller landen soll, probieren andere am liebsten von allem ein wenig. Ein paar Gemüsespieße, etwas Grillkäse, dazu ein Stück Fleisch und natürlich die verschiedenen Beilagen.  Für diese bunte Vielfalt braucht es keine aufwendigen Marinaden, sondern eine Würze, die sich auf unterschiedliche Zutaten einlassen kann. Die BBQ Würzmischung Allrounder bringt kräftige Aromen mit, ohne sich festzulegen, und begleitet die verschiedensten Grillideen auf ganz unkomplizierte Weise.  Manchmal ist es gerade die Vielfalt auf dem Teller, die einen Grillabend besonders macht. Und die Erkenntnis, dass man eigentlich schon satt war – bis die nächste Schüssel herumgereicht wurde.    Wenn eine gute Pfeffernote den Unterschied macht  Manche Dinge brauchen nicht viel, um zu überzeugen. Ein gutes Stück Fleisch, frisches Grillgemüse oder knusprige Kartoffeln bringen oft schon alles mit, was einen gelungenen Grillabend ausmacht.  Genau dann sind es die kleinen Nuancen, die den Geschmack abrunden. Der Gewürz-Pfeffer verbindet ausgewählte Pfeffersorten mit einer ausgewogenen Würze und setzt Akzente, ohne sich in den Vordergrund zu drängen.  Denn wer einmal versucht hat, auf eine gute Pfeffernote zu verzichten, merkt schnell, was plötzlich fehlt.    Würze mit angenehmer Wärme  Nicht jeder, der zu Chili greift, sucht die große Schärfe. Oft geht es vielmehr um die Wärme und die besondere Tiefe, die bestimmte Gewürze mitbringen.  Die Gewürzmischung Paprika-Chili verbindet würzige Paprikanoten mit einer angenehmen Schärfe und passt besonders gut zu Gerichten, die etwas mehr Charakter vertragen. Sie bringt Wärme auf den Teller, ohne dabei zu dominant zu werden.  Und während am Tisch noch diskutiert wird, ob das nun schon scharf ist oder nicht, ist die Platte meist längst leer.    Eine Prise Fernweh vom Grill  Manchmal genügt ein besonderer Duft, um Erinnerungen zu wecken oder die Gedanken auf Reisen zu schicken. Gerade Gewürze schaffen das auf ganz besondere Weise.  Mit Paprika, Chili, Kreuzkümmel und weiteren aromatischen Zutaten bringt Mexiko Chili eine ausdrucksstarke Würze auf den Grillteller. Die Mischung erinnert an gesellige Abende, lebendige Aromen und die Freude daran, immer wieder Neues zu entdecken.  Spätestens wenn jemand nach dem Rezept fragt, hat die Mischung ihren Teil zum Grillabend beigetragen.    Für alle, die es gerne etwas feuriger mögen  An fast jedem Grillabend gibt es jemanden, der nach der schärfsten Marinade fragt. Nicht aus Mutprobe, sondern weil intensive Aromen für ihn einfach dazugehören.  Die BBQ Würzmischung Extra Hot & Spicy verbindet verschiedene Gewürze mit einer deutlichen Schärfe und richtet sich an alle, die es gerne etwas temperamentvoller mögen. Schon kleine Mengen reichen oft aus, um Gerichten eine ganz eigene Richtung zu geben. Und spätestens jetzt greift jemand ganz gelassen ein zweites Mal zu, während die anderen erst einmal einen Schluck Wasser nehmen.    Gemeinsam genießen – jeder nach seinem Geschmack  Vielleicht ist genau das das Schöne an einem Grillabend: Obwohl alle am selben Tisch sitzen, muss niemand denselben Geschmack haben. Die einen mögen es leicht und frisch, die anderen würzig, aromatisch oder feurig.  Die vorgestellten Gewürzmischungen zeigen, wie vielfältig Genuss sein kann. Mal stehen die leisen Töne im Vordergrund, mal kräftige Aromen oder eine angenehme Schärfe. Und genau diese Unterschiede machen das gemeinsame Essen so spannend.  Am Ende geht es nicht darum, welche Würze die beste ist. Sondern darum, was auf dem eigenen Teller Freude macht – und welche Geschichten man an einem langen Sommerabend miteinander teilt.    Beste Grüße aus dem Allgäu  Rita Hein 

Darmgesundheit – warum der Darm so wichtig für das Wohlbefinden ist

Darmgesundheit – warum der Darm so wichtig für das Wohlbefinden ist

Ein altes chinesisches Sprichwort sagt: „Der Bauch ist der Mittelpunkt des Lebens. Hunderte Krankheiten haben dort ihren Ursprung.“ Auch wenn diese Aussage bildhaft formuliert ist, steht heute außer Frage, dass der Darm eine wichtige Rolle für Gesundheit und Wohlbefinden spielt.  Der Darm übernimmt weit mehr Aufgaben als die reine Verdauung. Er bildet eine bedeutende Barriere zwischen dem Körper und der Außenwelt. Solange diese Schutzfunktion intakt ist, haben unerwünschte Stoffe und Krankheitserreger deutlich schlechtere Chancen, in den Organismus einzudringen.  Die Darmschleimhaut verfügt über eine enorme Oberfläche und ist eng mit dem Immunsystem verbunden. Wird diese Schutzschicht beeinträchtigt, kann sich das auf verschiedene Körperfunktionen auswirken. Deshalb ist eine gesunde Darmschleimhaut eine wichtige Voraussetzung für das körperliche Gleichgewicht.    Die Darmflora – ein komplexes Ökosystem  Unter dem Begriff Darmflora – heute häufig auch Mikrobiom genannt – versteht man die Gesamtheit der Mikroorganismen, die den Darm besiedeln. Dazu gehören zahlreiche Bakterienarten, die wichtige Aufgaben bei der Verdauung übernehmen.  Diese Mikroorganismen helfen dabei, Nahrungsbestandteile zu verwerten, die von den körpereigenen Verdauungsenzymen nicht vollständig aufgeschlossen werden können. Gleichzeitig stehen sie in engem Austausch mit der Darmschleimhaut und tragen zu einem stabilen Darmmilieu bei.  Gerät dieses empfindliche Gleichgewicht aus der Balance, sprechen Fachleute von einer Dysbiose. Mögliche Ursachen sind unter anderem Medikamente, eine sehr einseitige Ernährung, anhaltender Stress oder ein hoher Alkoholkonsum. Die Folge können Verdauungsbeschwerden wie Blähungen, Völlegefühl oder Veränderungen des Stuhlgangs sein.    Bleibt ein solches Ungleichgewicht über längere Zeit bestehen, kann sich auch die Zusammensetzung der Darmflora verändern. Dadurch entstehen vermehrt Gärungs- und Abbauprozesse, bei denen unter anderem Gase gebildet werden, die für typische Blähungsbeschwerden verantwortlich sein können.  Eine gesunde Darmschleimhaut und ein ausgewogenes Mikrobiom beeinflussen sich gegenseitig. Während die Schleimhaut den Mikroorganismen einen geeigneten Lebensraum bietet, unterstützen die Darmbakterien wiederum die natürlichen Schutzfunktionen des Darms.  Der Darmschleimhaut etwas Gutes tun  Eine ausgewogene, ballaststoffreiche Ernährung und regelmäßige Bewegung gehören zu den wichtigsten Grundlagen für die Darmgesundheit.  Wer bislang eher ballaststoffarm gegessen hat, sollte die Umstellung schrittweise angehen. Eine plötzliche Erhöhung der Ballaststoffzufuhr kann vorübergehend zu Blähungen oder anderen Verdauungsbeschwerden führen.Hilfreich kann es sein, zunächst den Konsum stark verarbeiteter Lebensmittel und zuckerreicher Produkte zu reduzieren. Anschließend lassen sich nach und nach mehr Vollkornprodukte, Gemüse, Hülsenfrüchte und Obst in den Speiseplan integrieren.  Ebenso wichtig ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Wasser unterstützt zahlreiche Stoffwechselvorgänge und hilft dabei, den Darminhalt geschmeidig zu halten. Besonders bei einer Neigung zu Verstopfung kann ein Glas Wasser am Morgen die natürliche Darmtätigkeit unterstützen.  Auch regelmäßige Bewegung wirkt sich positiv auf die Verdauung aus. Spaziergänge, Radfahren oder andere körperliche Aktivitäten fördern die Darmbewegungen und unterstützen eine normale Verdauungsfunktion.   Darmbakterien mögen Ballaststoffe  Die Ernährung beeinflusst nicht nur die Darmschleimhaut, sondern auch die Zusammensetzung des Mikrobioms.  Besonders günstig sind ballaststoffreiche Lebensmittel sowie traditionell fermentierte Produkte. Dazu gehören beispielsweise Sauerkraut, fermentiertes Gemüse oder andere milchsauer vergorene Lebensmittel. Sie können zu einer abwechslungsreichen Ernährung beitragen und werden häufig im Zusammenhang mit einer gesunden Darmflora genannt.  Ebenfalls interessant sind sogenannte Präbiotika. Dazu zählen bestimmte Ballaststoffe wie Oligosaccharide und Inulin. Sie dienen den nützlichen Darmbakterien als Nahrung und kommen unter anderem in Hülsenfrüchten, Chicorée, Topinambur und Artischocken vor.  Menschen mit empfindlicher Verdauung sollten die Aufnahme solcher Ballaststoffe jedoch langsam steigern. Gerade größere Mengen können anfangs Blähungen oder Bauchkrämpfe verursachen.    Nahrungsergänzungen gezielt einsetzen  Im Handel sind zahlreiche Produkte erhältlich, die das Mikrobiom unterstützen sollen. Ob solche Präparate sinnvoll sind, hängt jedoch von der individuellen Situation ab.  Bei länger anhaltenden Verdauungsbeschwerden oder dem Verdacht auf eine gestörte Darmflora kann eine medizinische Abklärung sinnvoll sein. Auf dieser Grundlage lässt sich entscheiden, ob und welche Maßnahmen im Einzelfall geeignet sind.    Viele Grüße aus Memmingen Rita Hein

Die Tomate betritt die Bühne

Die Tomate betritt die Bühne

Mit der Tomate beginnt die neue Rubrik „Gemüse oder Obst des Monats“. Für den Auftakt wurde eine Sorte gewählt, die seit vielen Jahren für Diskussionen sorgt.  Denn die Tomate führt gewissermaßen ein Doppelleben: In der Küche gilt sie als Gemüse, aus botanischer Sicht spricht jedoch vieles für Obst.     Die Tomate – Gemüse oder Obst?  Kaum eine andere Kulturpflanze bewegt sich so selbstverständlich zwischen beiden Welten.  Dabei ist die Frage nach der richtigen Einordnung nur ein kleiner Teil ihrer Geschichte. Die Tomate hat eine weite Reise hinter sich, wurde zunächst misstrauisch beäugt und schaffte es schließlich, zu einer der beliebtesten Pflanzen auf unseren Tellern zu werden.  Nicht schlecht für eine Frucht, die lange Zeit eher im Blumenbeet als auf dem Esstisch zu finden war.    Von Amerika nach Europa  Die Geschichte der Tomate begann nicht in Italien und auch nicht im Mittelmeerraum. Ihre Heimat liegt viele tausend Kilometer entfernt in Mittel- und Südamerika. Dort wurde sie bereits kultiviert, lange bevor sie europäischen Seefahrern begegnete.  Im 16. Jahrhundert trat die Tomate schließlich ihre Reise über den Atlantik an. Gemeinsam mit Kartoffeln, Mais und vielen anderen bis dahin unbekannten Pflanzen gelangte sie nach Europa.  Ein Triumphzug war diese Ankunft allerdings noch nicht.  Die ungewohnten Früchte wurden zunächst mit Skepsis betrachtet. Ihr Aussehen erinnerte manche Menschen an Pflanzen, die als giftig galten. Andere wussten schlicht nicht, was sie mit diesem Neuling anfangen sollten.  So fand die Tomate ihren Platz zunächst häufiger in Gärten als auf Tellern. Dort durfte sie zeigen, was sie konnte: leuchtend rote Früchte hervorbringen und neugierige Blicke auf sich ziehen.   Die rote Farbe der Tomate stammt übrigens vom Pflanzenfarbstoff Lycopin. Dieser Inhaltsstoff steht seit vielen Jahren im Fokus wissenschaftlicher Untersuchungen und zählt zu den bekanntesten Bestandteilen der Tomate.  Die Karriere als beliebte Küchenzutat ließ noch etwas auf sich warten.    Als die Tomate noch misstrauisch beäugt wurde  Heute gehört die Tomate zu den beliebtesten Kulturpflanzen der Welt. Nach ihrer Ankunft in Europa sah die Sache allerdings ganz anders aus.  Die auffällig roten Früchte weckten zwar Neugier, gleichzeitig aber auch Misstrauen. Die Tomate gehörte zur Familie der Nachtschattengewächse – und zu dieser Familie zählen einige Pflanzen, die tatsächlich giftig sind.  Kein Wunder also, dass viele Menschen zunächst Abstand hielten.  Lange Zeit wurde die Tomate deshalb vor allem als Zierpflanze geschätzt. Ihre leuchtenden Früchte machten sich schließlich auch im Garten ganz hervorragend.  Erst nach und nach fand die Tomate ihren Weg in die Küchen Europas. Dort wurde schnell klar, dass sie weit mehr zu bieten hatte als ihre auffälligen roten Früchte.  Die Tomate hatte ihren ersten großen Auftritt erfolgreich gemeistert.      Zwischen zwei Welten  Spätestens an dieser Stelle stellt sich die Frage vom Anfang erneut: Was ist die Tomate denn nun eigentlich – Obst oder Gemüse?  Die Antwort hängt davon ab, wen man fragt.  In der Küche scheint die Sache eindeutig. Tomaten landen im Salat, in Suppen oder auf der Pizza. Sie werden ähnlich verwendet wie Gurken, Paprika oder Zucchini und gelten deshalb ganz selbstverständlich als Gemüse.  Die Botanik betrachtet die Sache jedoch aus einem anderen Blickwinkel. Dort zählt nicht, wie eine Pflanze verwendet wird, sondern wie ihre Früchte entstehen. Und genau hier beginnt das Doppelleben der Tomate.  Botanisch gesehen entwickelt sich die Tomate aus der Blüte der Pflanze und enthält Samen. Damit erfüllt sie die Merkmale einer Frucht – und würde somit dem Obst zugeordnet.  Die Tomate nimmt das erstaunlich gelassen. Seit Jahrhunderten bewegt sie sich zwischen beiden Welten und scheint bestens damit zurechtzukommen.  Vielleicht liegt gerade darin ihr besonderer Reiz: Kaum eine andere Kulturpflanze schafft es, gleichzeitig Obst und Gemüse zu sein – je nachdem, aus welcher Perspektive man auf sie blickt.    Mehr als rot und rund  Wer bei Tomaten automatisch an kleine rote Kugeln denkt, macht es sich mit dieser Pflanze ein wenig zu einfach.  Tatsächlich gibt es Tomaten in erstaunlicher Vielfalt. Manche sind kaum größer als eine Murmel, andere bringen ein stattliches Gewicht auf die Waage. Neben den bekannten roten Sorten finden sich auch gelbe, orangefarbene, grüne, violette und sogar fast schwarze Exemplare.  Die Tomate scheint wenig Interesse daran zu haben, sich auf eine einzige Erscheinungsform festzulegen.  Heute sind weltweit Tausende Sorten bekannt. Einige wurden speziell für den Anbau gezüchtet, andere werden seit Generationen von Hobbygärtnern und Sammlern bewahrt.  So unterschiedlich die Früchte auch aussehen mögen – sie alle gehören zu derselben großen Tomatenfamilie. Und vielleicht liegt genau darin ein Teil ihres Erfolgs: Die Tomate erfindet sich immer wieder neu, ohne dabei ihre Wurzeln zu vergessen.  Nicht schlecht für eine Frucht ...  Die Tomate hat einen weiten Weg hinter sich. Von Mittel- und Südamerika führte ihre Reise nach Europa, wo sie zunächst mit Skepsis betrachtet wurde. Heute gehört sie zu den bekanntesten und beliebtesten Kulturpflanzen überhaupt.  Ganz geklärt ist ihre Identität dabei bis heute nicht. In der Küche fühlt sie sich zwischen Gemüsearten wohl, aus botanischer Sicht spricht vieles für Obst. Die Tomate scheint mit dieser kleinen Ungewissheit bestens leben zu können.  Vielleicht macht gerade das ihren besonderen Reiz aus. Sie passt in keine Schublade so richtig hinein und bewegt sich seit Jahrhunderten ganz selbstverständlich zwischen verschiedenen Welten.  Nicht schlecht für eine Frucht, die ihre Karriere einst im Blumenbeet begann.    GEFRO Tomaten-Rezepte Chili sin Carne mit feurigen Kartoffelwedges und Salsa Geflügelspieße mit Reis und Tomatensoße   Viele Grüße aus Memmingen Rita Hein

Tag der Umwelt 2026 - Lebensmittel retten mit GEFRO

Tag der Umwelt 2026 - Lebensmittel retten mit GEFRO

Der einzige Planet mit einem Mindesthaltbarkeits-Problem Spoiler: Die meisten Produkte sind auch nach dem MHD noch absolut gut. Vertrau einfach Deinen Sinnen. Die Erde ist der einzige Planet mit GEFROs herzhaften Suppen & Soßen, aromatischen Würzmischungen und schnellen Lieblingsgerichten für jeden Tag. Mit Produkten, die uns den Alltag leichter und genussvoller machen. Und sie ist der einzige Planet, der Lebensmittel wegwirft – nur wegen eines Datums auf der Verpackung: Rund 10 % der Lebensmittelverschwendung entstehen, weil das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) missverstanden wird. Gerade am 5. Juni, dem Tag der Umwelt, ist das ein guter Moment, um genauer hinzuschauen – und vielleicht auch etwas zu verändern. Oft länger gut: Was das MHD wirklich bedeutet "Mindestens haltbar bis" bedeutet nicht grundsätzlich "Schlecht nach". Das MHD zeigt lediglich, bis wann ein Produkt seine beste Qualität behält – nicht, dass es danach automatisch ungenießbar ist. Viele Lebensmittel sind auch darüber hinaus noch einwandfrei, wenn sie richtig gelagert werden. Genau hier setzt die Initiative "Oft länger gut" von Too Good To Go, an der wir seit 2024 teilnehmen. Das Label auf unseren Produkten erinnert daran: Nicht sofort wegwerfen – erst prüfen. Verlass Dich dabei auf Deine Sinne: Schauen: Sieht das Produkt noch gut aus? Riechen: Riecht es wie gewohnt? Probieren: Schmeckt es noch einwandfrei? So einfach kannst Du Lebensmittelverschwendung reduzieren. Kleine Handlung, große Wirkung Was wie eine Kleinigkeit wirkt, hat eine große Wirkung. Denn jedes Produkt, das nicht im Müll landet, spart Ressourcen – von der Herstellung bis zum Transport. Und genau das zählt: viele kleine Entscheidungen im Alltag, die gemeinsam einen Unterschied machen. Zum Beispiel: Produkte auch nach Ablauf des MHD bewusst prüfen Vorräte sinnvoll nutzen gezielt Produkte kaufen, die bald verbraucht werden sollten Gemeinsam mit Too Good To Go Wir sind stolz, Teil der Initiative "Oft länger gut" zu sein und gemeinsam mit Too Good To Go ein stärkeres Bewusstsein für den Wert von Lebensmitteln zu schaffen. Hier erfährst Du mehr über unsere Kooperation, die Initiative und weitere Tipps zum Lebensmittel retten: GEFRO und Too Good To Go Jetzt entdecken, sparen und Lebensmittel retten Nachhaltig handeln kann so einfach sein – und sich doppelt lohnen: Aktuell erhältst Du ausgewählte Suppenpause Sets mit kurzem Mindesthaltbarkeitsdatum mit 50 % Rabatt. Pilz-Champion Suppenpause 6er Set - 50 % Rabatt Grüne Welle Suppenpause 6er Set - 50 % Rabatt Gute Beete Suppenpause 6er Set - 50 % Rabatt Diese Produkte sind qualitativ einwandfrei und viel zu schade für Tonne. Nutze die Gelegenheit, um Deine Lieblingsprodukte günstiger zu sichern und gleichzeitig Lebensmittel zu retten. Jetzt entdecken, sparen und Lebensmittel retten Schütze, was Dir wichtig ist Der Tag der Umwelt erinnert uns daran, wie wertvoll unsere Ressourcen sind. Lebensmittel verdienen mehr Aufmerksamkeit – und oft nur einen zweiten Blick. Wenn Du künftig das "Oft länger gut"-Label auf unseren Produkten siehst, weißt Du was zu tun ist: Vertrau Deinen Sinnen. Für Dich und für unsere Umwelt.

Olivenbaum und Olivenöl – zwischen Göttern, Siegern und Heilkundigen

Olivenbaum und Olivenöl – zwischen Göttern, Siegern und Heilkundigen

Auf einer Reise durch die Hügel und Ebenen des Mittelmeerraums trifft man sie auf Schritt und Tritt: knorrige, silbrig glänzende Olivenbäume, die als stille Wächter die Landschaft bestimmen. In ihrem Schatten atmet man den Duft von sonnenwarmen Blättern und reifen Früchten – ein Duft, der fast untrennbar mit dem fruchtigen Aroma des Olivenöls verbunden ist.  Seit Jahrtausenden begleitet das „flüssige Gold“ das Leben der Menschen: als Lebensmittel, Heilmittel, Symbol und Kulturgut. Bereits in der Antike war Olivenöl weit mehr als nur Fettstoff – es war Teil von Ritualen, Körperpflege und politischer Macht. Kein anderes Öl blickt auf eine so reiche kulturelle Geschichte zurück.  Heimat der Olivenbäume  Was verbindet den Olivenbaum mit der Göttin Athene?  Der Olivenzweig als Zeichen des Sieges und der Ehre  Und nach dem Wettkampf: Olivenöl für Körperpflege und Regeneration  Olivenöl in der Heilkunde – eine Reise durch die Geschichte  Heimat der Olivenbäume  Der Olivenbaum (Olea europaea) ist seit Jahrtausenden im Mittelmeerraum beheimatet. Einige der ältesten bekannten Exemplare sind über 2.000 Jahre alt und wurden bereits in der Antike kultiviert. Schon die Griechen und Römer schätzten den Baum – nicht nur wegen seiner nährstoffreichen Früchte, sondern vor allem wegen des wertvollen Öls, das sie daraus gewannen.  Bis heute ist der Olivenbaum ein Symbol der mediterranen Kultur, fest verwoben mit Lebensweise, Küche und Geschichte der Region. Gleichzeitig ist er ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für viele Länder Südeuropas.  Im Mittelmeerraum findet der Ölbaum ideale Wachstumsbedingungen: Er benötigt viel Sonne, ausreichend Niederschlag im Herbst und ein gemäßigtes Klima. Große Temperaturschwankungen und Frost verträgt er hingegen nur schlecht – daher gedeiht er bevorzugt in warmen, windgeschützten Lagen.  Typisch für den Olivenbaum ist seine knorrige, oft bizarr gedrehte Form, die mit zunehmendem Alter noch markanter wird. Er wächst langsam, erreicht aber eine Höhe von 6 bis 10 Metern, in Ausnahmefällen auch mehr. Besonders bemerkenswert ist sein Wurzelsystem: Der Olivenbaum bildet tiefe, weit verzweigte Wurzeln, mit denen er auch in trockenen Sommermonaten an Wasser gelangt. Anders als viele heimische Bäume ist der Olivenbaum immergrün – das heißt, er wirft im Winter seine Blätter nicht ab. Seine kleinen, schmalen, silbrig-grünen Blätter sind ledrig und mit einer feinen Schutzschicht überzogen, die Wasserverdunstung reduziert – eine weitere raffinierte Anpassung an heiße, trockene Standorte.  Was verbindet den Olivenbaum mit der Göttin Athene?  Der Olivenbaum ist nicht nur ein landwirtschaftlich wertvoller Baum – er spielt auch in der griechischen Mythologie eine zentrale Rolle. Besonders eng ist er mit der Göttin Athene verbunden, der Namensgeberin der Stadt Athen.  Einer alten Legende zufolge stritten sich Poseidon, der Gott des Meeres, und Athene, die Göttin der Weisheit, um die Schirmherrschaft über eine neue Stadt in Attika. Um den Streit zu entscheiden, forderten die Götter zu einem Wettstreit auf: Wer der Stadt das nützlichere Geschenk machen könne, solle als Schutzgott oder -göttin auserwählt werden. Poseidon schenkte einen Brunnen, doch das Wasser war salzig und damit für Mensch und Landwirtschaft kaum brauchbar. Athene hingegen pflanzte einen Olivenbaum. Ihr Geschenk schenkte den Menschen nicht nur Früchte und Öl, sondern auch Holz. Die Bürger wählten Athene zur Siegerin des Wettstreits, und zur Schutzgöttin ihrer Stadt, die fortan ihren Namen tragen sollte: Athen.  Der Olivenzweig als Zeichen des Sieges und der Ehre  Seit der Antike ist der Olivenzweig ein Symbol für Sieg, Frieden und Ehre. Schon in den frühen Hochkulturen des Mittelmeerraums schmückten Zweige des Ölbaumes die Häupter von Helden, Herrschern und Athleten – sowohl als Friedenszeichen nach Kriegen als auch als Auszeichnung bei sportlichen Wettkämpfen.  Besondere Bedeutung hatte der Olivenkranz – auf Griechisch Kotinos genannt – bei den antiken Olympischen Spielen. Während moderne Sportveranstaltungen Medaillen verleihen, war es in der Antike der schlichte, aber hochsymbolische Zweig des heiligen Ölbaums, der den Sieger ehrte.   Bis heute hat der Olivenzweig als Symbol des Friedens und der Verständigung überlebt – etwa im Logo der Vereinten Nationen oder auf vielen Staatswappen. Seine Wurzeln liegen jedoch tief in der griechischen Antike, wo sportliche Leistung, Ehre und Natur noch untrennbar verbunden waren.  Und nach dem Wettkampf: Olivenöl für Körperpflege und Regeneration  Nach dem sportlichen Wettkampf kam für die Athleten der Antike die Pflege – und auch dabei spielte das Olivenöl eine zentrale Rolle. Die Sportler ruben ihren gesamten Körper mit Öl ein, um die Haut zu schützen, zu pflegen und zu reinigen. Der Schweiß, vermischt mit Staub und Sand, blieb am Öl haften und wurde anschließend mit einem Strigil – einem gebogenen Schabeisen aus Metall – vom Körper abgeschabt.  Diese Prozedur war weit mehr als bloße Reinigung: Sie diente der Regeneration, der Körperpflege und galt zugleich als Zeichen der Wertschätzung für den eigenen Körper. Schon damals wusste man um die hautpflegenden Eigenschaften des Olivenöls – es machte die Haut weich, geschmeidig und schützte vor Austrocknung durch Sonne, Wind und Staub.  Olivenöl in der Heilkunde – eine Reise durch die Geschichte  Schon in der ersten naturwissenschaftlichen Enzyklopädie der Antike – der Naturalis Historia (79 n. Chr.) des römischen Gelehrten Plinius dem Älteren – findet Olivenöl Erwähnung. Plinius empfahl Wein zur innerlichen und Olivenöl zur äußerlichen Anwendung. Auch in der Bibel gibt es zahlreiche Hinweise auf die Verwendung von Öl zu pflegenden und kultischen Zwecken. Olivenöl diente unter anderem als Grundlage für Salben und Pasten.  Im Mittelalter nutzte auch Hildegard von Bingen (1098–1179) verschiedene Bestandteile des Ölbaumes zu heilkundlichen Zwecken. Neben dem Öl selbst verarbeitete sie auch Blätter, Rinde und Holz. So setzte sie einen Rindentee bei Gicht ein, während sie einen Aufguss aus Blättern bei Magenbeschwerden empfahl. Das Olivenöl verwendete sie nur zur äußerlichen Anwendung.  Viele Grüße aus Memmingen Rita Hein