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Gefro Küchenlexikon

Orientalische Einflüsse: Küche des Nahen Ostens

Ähnliches gilt für die Küche Israels. Dazu schreibt die Tora vor, welche Speisen koscher (nach den jüdischen Speisegesetzen erlaubt) sind und welche nicht: Ziegen, Schafe oder Rinder besitzen zweigespaltene Hufe und sind Wiederkäuer, so dass sie nach fachgerechter Schlachtung verzehrt werden dürfen. Lammfleisch ist die am häufigsten verzehrte Fleischsorte im Nahen Osten. In der orientalischen Küche wird Fleisch gerne mit süßen Zutaten kombiniert, zum Beispiel mit Fleischbällchen in einem Zuckersirup.

Hülsenfrüchte wie Bohnen, Kichererbsen und Linsen spielen ebenfalls eine wichtige Rolle in der Küche des Nahen Ostens. Diese Lebensmittel lassen sich regional problemlos anbauen und bilden die Basis für zahlreiche Gerichte. Auch Weizen, Hirse und diverse Gemüsesorten prägen die Küche stark und süße Lebensmittel wie Feigen oder Datteln dürfen oft herzhafte Speisen verfeinern. Charakteristisch für viele Landesküchen ist das Fladenbrot Pide, das aus Weizenmehl besteht und auch in der türkischen Küche gerne als Sättigungsbeilage verzehrt wird.

Ein weiteres typisches Gericht für die Küche des Nahen Ostens ist Falafel. Diese frittierten Bällchen aus Kichererbsenpüree mit Kräutern und zahlreichen Gewürzen sind ein beliebtes Gericht, das besonders als schneller Imbiss zwischendurch großen Anklang findet. Ursprünglich stammen Falafel vermutlich aus dem Libanon oder aus Israel, in Israel sind sie ein Nationalgericht. Falafel werden zusammen mit Hummus, einer Paste aus Kichererbsen und Sesam, gebratenem Gemüse und Pita serviert.

Baba Ghanoush ist eine Paste, die als Dip zu Gemüse oder Brot gereicht wird. Baba Ghanoush wird aus gegrillten und gehäuteten Auberginen, Tomaten und Sesampaste (Tahina) hergestellt und mit Olivenöl und Gewürzen verfeinert. Der Ursprung der Auberginencreme liegt im Libanon, heutzutage wird sie in zahlreichen Ländern wie Ägypten, Israel oder dem Irak zubereitet.

Ein typisch libanesisches Gericht, das auch hier immer beliebter wird, ist Taboulé. Dieser Bulgursalat wird mit Tomaten und Frühlingszwiebeln zubereitet und erhält mit Petersilie, Minze, Zitronensaft und Olivenöl einen frischen Geschmack. Alternativ kann auch Couscous statt Bulgur verwendet werden. Taboulé ist eine Vorspeise, kann aber auch als Beilage oder Hauptgericht gereicht werden.

Wichtiger Bestandteil der Küche des Irans ist Basmatireis, der oftmals die Grundlage für diverse Gerichte ist und mit Zutaten wie Granatapfelsaft oder Safran geschmacklich verfeinert wird. Hier werden süße Zutaten gerne mit herzhaften Gerichten kombiniert, so enthält zum Beispiel eine beliebte Variante des iranischen Reisgerichts namens Pilaw Aprikosen oder Berberitzen.

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