Gefro Küchenlexikon

Praktische Helfer im Küchen Alltag

Die Mikrowelle als Allrounder

Die Mikrowelle ist in fast allen modernen Küchen vertreten. Genau genommen müsste es Mikrowellenherd oder Mikrowellenofen heißen, denn die „Mikrowelle“ ist lediglich die Strahlung, welche für die Erwärmung der Nahrung verantwortlich ist.

Wie funktioniert eine Mikrowelle?

Der Ingenieur Percy Spencer entdeckte bei Arbeiten an einer Radaranlage, dass die dabei entstehende Strahlung einen Schokoriegel zum Schmelzen brachte. Dies brachte ihn auf die Idee, einen neuartigen Herd zu entwickeln. Die erste Mikrowelle kam 1954 auf den Markt. Die Mikrowelle ist eine elektromagnetische Welle mit einer Länge von 300 bis 1 Millimeter.

 

Trifft diese Welle in einer Flüssigkeit auf ein Molekül, das einen Dipol hat, zum Beispiel Wasser, beginnt sich das Molekül zu drehen und dabei entsteht Wärme. Trockene Lebensmittel werden daher in der Mikrowelle kaum erwärmt. Damit eine Speise in dem Gerät gleichmäßig erwärmt wird, liegt sie auf einem sich drehenden Teller, der die Nahrung in dem Strahl bewegt. Der Strahl kann auch verwirbelt werden, um für eine gleichmäßige Erwärmung zu sorgen.

Garmethode in den Geräten

Da in der Mikrowelle Wassermoleküle angeregt werden, sich zu erwärmen, ähnelt das Garen dem Kochen oder Dämpfen. Allerdings wird in den Geräten das Wasser in den Zellen erhitzt, während bei allen anderen Garmethoden die Wärme von außen zugeführt wird. Die Speisen werden in den Geräten schnell warm, da die Moleküle in ihrem Inneren erwärmt werden. Der Effekt des Dämpfens entsteht aber nur, wenn die Lebensmittel in der Mikrowelle abgedeckt werden. Ohne die Abdeckung entweicht das Wasser, die Nahrung trocknet aus.

Da Mikrowellen nicht tief in das Gargut eindringen können, werden die Speisen darin zunächst nur am Rand erhitzt. Die Wärme dringt über normale Wärmeleitung weiter in die Speisen vor. Aus diesem Grund ist beim Garen in der Mikrowelle oft eine Ruhezeit erforderlich. Die Hersteller der Mikrowellen geben grundsätzlich genaue Anweisungen, wie lange und mit welcher Leistung die Speisen in der Mikrowelle bestrahlt werden sollten. Eine zu starke oder zu lange Bestrahlung kann die Speisen außen verbrennen.

Ein gleichmäßiges starkes Erhitzen, das zur Bildung von Röstaromen führt, findet in der Mikrowelle nicht statt. Für eine Bräunung kommen spezielle Platten zum Einsatz, die sich durch die Mikrowellen erhitzen und über diese Hitze die Speisen braten. Heute wird die Mikrowelle oft mit anderen Garmethoden kombiniert, zum Beispiel einem Grill oder Heißluft. Diese zusätzlichen Wärmequellen sorgen ebenfalls für eine Bräunung.

Leistungsstufen der Mikrowellen

Eine Speise ist fertig, wenn eine definierte Energiemenge über die Strahlung zugeführt wird und diese über einen bestimmten Zeitraum auf die Speise einwirkt. Viele Nahrungsmittel dürfen nicht mit der vollen Leistung über lange Zeit bestrahlt werden. Eine typische Angabe über die Zubereitung besteht daher aus einer Angabe über die Leistung in Watt und die Zeit der Bestrahlung.

Die Strahlung wird in der Mikrowelle über ein Magnetron erzeugt. In der herkömmlichen Mikrowelle strahlt dieses nur in einer Stärke. Seit einigen Jahren gibt es die Inverter Mikrowelle, bei welcher das Magnetron mit verschiedenen Stärken strahlt. Diese Geräte garen schonender, da die Speisen keiner zu starken Strahlung ausgesetzt sind.

Verwendung von Mikrowellengeräten

In den meisten Haushalten wird die Mikrowelle zum Auftauen und zum Erwärmen von Fertiggerichten verwendet. Das Garen in reinen Mikrowellen hat sich nicht richtig durchgesetzt, weil die Röstaromen fehlen. Kombigeräte, bei denen die Mikrowelle das Garen mit einem Grill oder Heißluft unterstützt, werden häufiger auch zum Garen verwendet.

Der Toaster

Im Toaster kann mithilfe von heißen Drähten im Inneren des Gerätes Brot getoastet, d.h. gebräunt werden. Durch den Toastvorgang wird dem Brot Feuchtigkeit entzogen, das Brot wird trockener und knuspriger.

Geschichte des Toasters

Das Rösten von Brot wurde schon im alten Ägypten zur Speisezubereitung genutzt, allerdings entstanden die ersten speziellen Geräte erst mit Beginn der Elektrifizierung. 1908 wurde erstmalig ein Toaster patentiert und in größeren Mengen auf den Markt gebracht. Allerdings handelte es sich bei diesen Geräten um Vorläufer unseres heutigen Toasters. Hier musste das Brot noch manuell gewendet werden und die Zeit wurde nicht durch eine Automatik begrenzt. Der erste Pop-Up-Toaster wurde 1919 erfunden, sodass nach einer bestimmten Zeit das Brot vollautomatisch angehoben wurde.

 

Wie ist der Toaster aufgebaut?

Moderne Toaster funktionieren vollautomatisch und verfügen über einen elektronischen oder thermisch-mechanischen Mechanismus, welcher den Röstvorgang steuert. Im Inneren befinden sich die Heizelemente. Unsere Toaster heutzutage unterscheiden sich in punkto Sicherheit sowie der individuellen Einstellungen massiv von ihren Vorgängern. Außerdem ist es möglich, Muster mithilfe von speziellen Schablonen einzubrennen. Zudem verfügen alle Toaster heutzutage über eine Krümelschublade, die verhindert, dass die Krümel auf die Arbeitsplatte oder den Tisch fallen.

Toaster sind in vielen verschiedenen Ausführungen erhältlich. So können in manche Modelle nur zwei Scheiben Toastbrot eingeschoben werden, bei anderen hingegen ist es möglich, bis zu vier Scheiben gleichzeitig zu bräunen. Auch bezüglich der Breite des Brotes gibt es verschiedene Toaster-Varianten. Passen in einige Geräte nur normal breite Toastscheiben, so können in anderen auch etwas dickere Brötchenhälften getoastet werden.

Toaster werden mittlerweile nicht nur in allen Elektrofachmärkten, sondern auch in Supermärkten in großer Auswahl angeboten. Passend zur Kücheneinrichtung können Toaster in verschiedensten Ausführungen erworben werden. Sei es in einer Edelstahlausführung oder in grau, rot oder weiß, Toaster sind in den verschiedensten Farben erhältlich.

Geeignete Backwaren zum Toasten

Generell eignen sich sowohl Toastbrot als auch Toastbrötchen für den Bräunungsvorgang, doch auch normales Brot wird von vielen gerne geröstet verzehrt. Durch spezielle, ausklappbare Aufsätze können auf den meisten Toastern auch Brötchen oder Gebäck vom Vortag noch einmal aufgebacken werden. So schmecken sie wieder frisch und das Budget wird geschont und keine Lebensmittel verschwendet.

Wasserkocher: Tee, Brühen und Suppen im Handumdrehen

Ein weiteres Gerät, mit dem Sie schnell und energiesparend Speisen und mehr zubereiten können, ist der Wasserkocher. Es handelt sich hier um ein elektrisches Küchengerät, das Wasser besonders schnell erhitzt. Die Modelle bei diesem Gerät variieren zwischen krug-, kannen- sowie kesselförmigen Ausführungen.

Historie

Als Vorläufer des Wasserkochers gelten Tauchsieder oder Pfeifkessel. Das erste elektrische Exemplar eines Wasserkochers wurde schon im 19. Jahrhundert vorgestellt. Im Rahmen der Weltausstellung von Chicago im Jahr 1893 wurde der Wasserkocher erstmals der Öffentlichkeit präsentiert, auch wenn im Vorfeld bereits Tischkocher für Menschen existierten, die über keinen direkten Zugang zu einer Küche samt Herd verfügten.

 

So ist der Wasserkocher aufgebaut

Ist der Wasserkocher mit einem frei liegenden Heizelement ausgestattet, muss die Heizspirale eine kompakte Gerätebauform ermöglichen. Bei dieser Bauform muss die Heizspirale komplett von Wasser bedeckt werden, was zur Folge hat, dass kleinere Mengen an Wasser mit einem frei liegenden Heizelement nicht erwärmt werden können. Vorteile dieser Bauform bestehen im niedrigen Geräuschpegel, da das markante Siedegeräusch erst am Ende des Aufwärmvorgangs hörbar ist. Um keine Leistungseinbußen hinnehmen zu müssen, ist es bei dieser Bauform erforderlich, dass der Wasserkocher regelmäßig entkalkt wird.

Geräte mit verdeckten Heizelementen überzeugen durch ihre Optik und den leichten Zugang zum Innenteil des Geräts. Im Gegenzug ist die Geräuschentwicklung während des gesamten Siedevorgangs verhältnismäßig hoch, da die Siedeblasen während des Erwärmungsvorgangs stetig aufsteigen. Da sich kleinere Kalkablagerungen während des Siedevorgangs regelmäßig vom Boden lösen, befinden sich regelmäßig lose Kalkblättchen im Wasser. Dennoch erfolgt die Reinigung dieses Wasserkochers relativ unkompliziert, da ein einfaches Auswischen im Innenraum zumeist genügt.

Außergewöhnliche Bauformen wie z.B. die elektrische Kanne aus Japan sind in Europa nahezu unbekannt. Die Besonderheit von diesem Wasserkocher besteht darin, dass das Wasser auf eine im Vorfeld festgelegte Temperatur stetig erhitzt wird. Ein ähnliches Prinzip verfolgen ebenfalls Samoware, die in der Türkei sowie in Russland weit verbreitet sind. Diese Wasserkocher sind mit einem Hahn zur Wasserentnahme ausgestattet.

Ein so genanntes Kochendwassergerät besitzt einen fest installierten Behälter, der über ein Fassungsvermögen von etwa fünf Litern verfügt. Diese Variation von einem Wasserkocher wird über einem Spülbecken befestigt und mit der Wasserleitung verbunden. Nachdem die gewünschte Wassermenge in das Wassergefäß eingelassen wurde, wird das Gerät anschließend angeschaltet. Der Nachteil dieser Geräte besteht darin, dass diese Wasserkocher nicht so flexibel verwendbar sind wie mobile Wasserkocher. Aufgrund der festen Installation reduziert sich die Unfallgefahr für Kinder jedoch auf ein Minimum.

Wie funktioniert ein Wasserkocher?

Moderne Wasserkocher besitzen neben dem Heizelement einen Temperaturschalter in Form eines Sprungschalters, der den Kocher mit Hilfe eines Bimetalls automatisch ausschaltet. Dieser Temperaturschalter befindet sich zusammen mit dem mechanisch funktionierenden An- und Ausschalter im Gehäuse des Wasserkochers. Automatisch schaltet der Temperaturschalter das Gerät ab, wenn das Bimetall eine Temperatur von 100 Grad Celsius erreicht hat.

Allerdings muss der Deckel vom Wasserkocher unbedingt geschlossen sein, da der Temperaturschalter anderenfalls aufgrund des austretenden Dampfes nicht die Temperatur erreicht. Eine elektrische Verbindung zum Sockel besteht in den meisten Ausführungen aus einer konzentrischen Steckverbindung, die sich rundum drehen lässt.

Vorteile von Wasserkochern

Im Vergleich zum Erhitzen in einem Teekessel oder einem Kochtopf erwärmt sich das Wasser in einem Wasserkocher wesentlich schneller. Dementsprechend funktioniert das Gerät umweltfreundlich, da die Stromkosten durch die Nutzung eines Wasserkochers in einem geringen Rahmen gehalten werden. Da Wasserkocher mit einer Skala ausgestattet sind, fällt es Verbrauchern leicht, nur die Wassermengen zu erwärmen, die sie wirklich benötigen. Auf Reisen sind die einfach zu transportierenden Wasserkocher ebenfalls sehr praktisch.

Ein guter Start in den Tag: Die Kaffeemaschine

Kaffeemaschine ist ein Oberbegriff, der die unterschiedlichsten Geräte bezeichnet, welche die Zubereitung von Kaffee vereinfachen. Nicht alle Geräte bereiten auch das heiße Wasser zu. In den letzten Jahren haben sich Vollautomaten, Padmaschinen und Kapselmaschinen durchgesetzt.

Einfache Hilfsmittel zur Kaffeezubereitung

Sofern man auch die einfachsten Geräte, die bei der Zubereitung von Kaffee helfen, dazu zählt, gibt es die Kaffeemaschine seit etwa 200 Jahren. Zu den ersten Maschinen zählen sogenannte Vakuumbereiter. Diese bestehen aus zwei Behältern, die übereinander stehen und durch ein Sieb getrennt sind. Von dem oberen Behälter, in welchen das Kaffeepulver gefüllt wird, ragt ein Steigrohr in den unteren, der mit Wasser befüllt wird. Bei der ersten Kaffeemaschine dieser Bauart wurde das Wasser über einer Spiritusflamme erhitzt, moderne Automaten erwärmen es über Strom.

 

Das heiße Wasser steigt über das Rohr in den oberen Behälter und überbrüht das Kaffeepulver. Da durch diesen Vorgang im unteren Behälter ein Vakuum entsteht, fließt der fertige Kaffee durch das Sieb in den unteren Behälter. Diese Kaffeemaschine ist noch heute im Handel erhältlich. Die bekannten kleinen Espressokannen, die auf die Herdplatte gestellt werden, sind sogar noch älter. Die Zubereitung von Filterkaffee geht auf das Jahr 1908 zurück. Die erste Kaffeemaschine, die auf diese Art Kaffee zubereitet, wurde 1954 auf den Markt gebracht.
 
Heutige Kaffeemaschinen

Heute versteht man unter Kaffeemaschine ein Gerät, das Wasser erhitzt und automatisch zum Kaffeepulver leitet, um auf diese Art das Getränk zu erzeugen. Vakuumbereiter sind also auch aus heutiger Sicht schon echte Kaffeemaschinen.

Unterschiede in der Zubereitung

Aktuell gibt es im Prinzip zwei Arten, wie Kaffee in einer Kaffeemaschine zubereitet wird: Bei der drucklosen Zubereitung befindet sich der gemahlene Kaffee in einem Behälter, dem Filter. Die Kaffeemaschine erhitzt in einem Durchlauferhitzer Wasser und leitet dieses über das Kaffeepulver. Das Wasser löst die Aromen und Farbstoffe aus dem Kaffeepulver und tropft als Kaffee in eine Kanne, die unter dem Filter steht.

Bei der zweiten Art der Zubereitung wird das heiße Wasser über Druck durch das Kaffeepulver gepresst. Bei Siebträgermaschinen befindet sich das Pulver in einem Sieb, zu diesen gehören alle Espressomaschinen.

Pad- und Kapselmaschinen gehören ebenfalls zu den Maschinen, bei denen der Kaffee unter Druck extrahiert wird. Der Druck ist allerdings niedriger als in echten Espressomaschinen. In den letzten Jahren hat der Anteil an Portionsmaschinen, in denen sich das Kaffeepulver in Pads oder Kapseln befindet, stark zugenommen. Die tassenweise Zubereitung in der Kaffeemaschine ist sehr einfach und daher auch in Büros sehr beliebt. Kapselmaschinen bieten darüber hinaus eine große Vielfalt an Kaffeespezialitäten wie Latte Macchiato oder Cappuccino.

Halbautomaten und Vollautomaten

Eine Kaffeemaschine gehört zu den Halbautomaten, wenn bei der Zubereitung eingegriffen werden muss und zu den Vollautomaten, wenn der Kaffee aus Bohnen auf Knopfdruck zubereitet wird. Das Kennzeichen vom Vollautomaten ist das integrierte Mahlwerk. Die Kaffeemaschine mahlt auf Knopfdruck eine bestimmte Menge Kaffeebohnen. Das dabei entstehende Kaffeepulver wird in der Brühgruppe automatisch in ein Sieb transportiert. Auch im Vollautomaten wird das Wasser in einem Durchlauferhitzer erwärmt.

Technisch gesehen sind diese Maschinen Siebträgermaschinen, denn das Kaffeepulver wird in ein Sieb gedrückt und von heißem Wasser, das unter Druck steht, durchflutet. Der Druck ist in den Vollautomaten in der Regel aber geringer als in einer Espressomaschine. Die Brühgruppe transportiert das verwendete Kaffeepulver in einen Auffangbehälter. Abschließend reinigt sich die Brühgruppe selbsttätig. Die Zubereitung erfolgt in einer vollautomatischen Kaffeemaschine zwar auf Knopfdruck, aber die Geräte müssen regelmäßig gereinigt und entkalkt werden.

Da viele Menschen heiße, meist auch aufgeschäumte Milch in ihrem Kaffee schätzen, werden bei den Padmaschinen und den Vollautomaten häufig Milchtanks integriert, manche Kaffeemaschine kann auch über einen Schlauch direkt aus dem Milchkarton versorgt werden.

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