Gefro Küchenlexikon

Backofen & Herd

Die Herzstücke jeder Küche sind der Backofen und der Herd. Dort werden fast alle Mahlzeiten des Tages zubereitet, sei es die warme Milch zum Frühstück, das Abendessen mit der Familie oder der festliche Sonntagsbraten. Bei den Kochfeldern gibt es heutzutage eine umfangreiche Auswahl an Möglichkeiten von Gas bis hin zu Induktion. Auch beim Backofen beschränken sich die Zubereitungsmöglichkeiten längst nicht mehr auf das Backen.

Brot, Kuchen und deftige Gerichte aus dem Backofen

Frisches Brot, saftige Aufläufe, der sonntägliche Schmorbraten, herzhafte Pizzen und natürlich auch die Weihnachtsplätzchen sind beliebte Köstlichkeiten, die all eines gemeinsam haben: Sie verbringen einen wesentlichen Teil ihrer Zubereitungszeit im Backofen. Backen, Braten und Grillen sind bereits mit den günstigsten Backofen-Modellen auf dem Markt möglich.

Alternative Backöfen - Die Modelle

Backöfen ohne Kochfeld können in die Schrankelemente der Einbauküche eingebaut werden. Der Einbau eines Kochfeldes ist unabhängig von einem Backofen. Mit seiner Einbaufähigkeit ist der Backofen vollständig in den Küchenauf oder -unterbau zu integrieren. Alternativ stehen Tischgeräte und freistehende Backöfen (Standgeräte) mit und ohne Kochfeld zur Wahl.

Bezüglich der Energieversorgung des Backofens werden Elektroherde, Gasherde, Mikrowellenherde und auch Holz- sowie Kohle- und Benzinherde unterschieden. Für das klassische Backergebnis sind Elektroherde und Gasherde für alle herkömmlichen Rezepte bzw. Backformgrößen nutzbar.

Ein- und Unterbau von Elektro-Backöfen

Die Hersteller bieten inzwischen für moderne Küchen auch kompakte Geräte mit nur 45 cm Höhe an. Diese autarken Backöfen sind speziell für den Einbau in Hochschränken konzipiert sind, d.h. sie befinden sich praktischerweise auf Augenhöhe und sind damit besonders gut zu erreichen sowie jederzeit im Blickfeld von Köchin oder Koch. Für den Einbau des Backofens ist grundsätzlich ein spezieller Einbauschrank des Küchenherstellers erforderlich.

Auf Wunsch können die Einbaubacköfen mit einem Kochfeld ausgestattet werden. Grundsätzlich müssen Einbaukochfeld und Einbauherd nicht im gleichen Schrank oder der gleichen Position der Küche untergebracht sein. Die klassische Breite des Einbauherds ist auf den 60 cm breiten Ein- bzw. Unterbauschrank der Küchenzeile ausgelegt, doch bieten zahlreiche Hersteller auch Backöfen mit Breiten von 50 und 90 cm an.

Energieeffizienzklassen und Gasbacköfen

Eine gute Energieeffizienzklasse des Elektro-Backofens schlägt sich meist auch in einem höheren Preis nieder, der sich jedoch bei häufiger Nutzung einsparen lässt. Die höchstmögliche Energieeffizienzklasse ist A+++, die weniger Energie verbraucht als die Energieklasse B, oder die am wenigsten effiziente Klasse G. Eine gute Vergleichsmöglichkeit ist das Verhältnis des Nettovolumens des Backofens (Innenraum) zum Energieverbrauch des Backofens.

Grundsätzliche Funktionen des Backofens

In erster Linie genügt es, die gewünschte Temperatur auszuwählen und am Bedienknopf des Backofens einzustellen. Oberhitze und Unterhitze bezeichnen die Möglichkeit, den Backofen nur von der oberen oder der unteren Fläche zu beheizen. Das ist vorteilhaft beim Aufwärmen von Speisen, beim Überbacken, bei sehr kurz zu backenden, empfindlichen Teigwaren und bei anderen, speziellen Rezepturen.

Eine weitere, häufig vertretene Funktion ist die Heißluft/Umluft-Option des Backofens. Mit der Umluft wird eine sehr gleichmäßige Hitzeverteilung im Backofen gewährleistet, was sich insbesondere beim Backen auf mehreren Backblechen gleichzeitig von Vorteil zeigt, da mit der Umluft alle Ebenen im Backofen mit relativ gleichen Temperaturen versorgt werden können. Die Grill-Funktion erreicht besonders hohe Temperaturen und sorgt bei Braten und Fleischspeisen für eine krosse Kruste.

Selbstreinigung und Automatik-Backen

Per Knopfdruck können Sie bei vielen Modellen die Pyrolyse eingeschalten. Damit verriegelt sich der Backofen automatisch und beginnt die praktische Selbstreinigung des Innenraums. Alternativen sind spezielle Beschichtungen des Innenraums, die Backanhaftungen besonders leicht lösbar machen und so den Putzaufwand reduzieren. Noch mehr Funktionen versprechen vorprogrammierte Backöfen, die verschiedene Programme zur Auswahl stellen. Per Knopfdruck wird die gewünschte Speise ausgewählt und der Backofen ermittelt automatisch die optimale Heizleistung.

Einsätze und Zubehör für den Backofen

Ein verchromter Grillrost und ein Backblech gehören meist zur Grundausstattung des Backofens. Weiteres Zubehör wie Backformen oder Pizza- und Brotback-Steine sind in verschiedenen Größen erhältlich und auf die marktüblichen Backofen-Größen angepasst.

Anschluss des Elektro-Backofens

Backöfen werden grundsätzlich an einen speziellen Herdanschluss (Starkstromanschluss) vom Elektrofachmann angeschlossen. Dies ist bereits bei der Planung der Küche zu berücksichtigen, doch kann durch das Verlegen und Verlängern der Elektrozuleitung der Herd an beinahe jedem anderen Standort positioniert werden. Kochfelder sind mit einem handelsüblichen Stecker ausgestattet und werden über Steckdosen betrieben.

Das Kochfeld: ein facettenreiches Elektrogerät

Das Kochfeld ist meistens mit dem Backofen verbunden, dies ist aber wie beschrieben kein Muss. Es gibt verschiedene technische Lösungen für den Bereich Herd/Kochfeld, die jeweils unterschiedliche Vor- und Nachteile bieten.

Welche Lösung in einem Haushalt oder einer gewerblichen Einsatzstelle Verwendung findet, hängt unter anderem auch von der Energieversorgung des Standortes ab. Das Kochfeld selbst befand sich früher meist unmittelbar über dem Herd. In modernen Küchen liegen Kochfeld und Backofen wie bereits genannt nicht mehr zwangsweise nah beisammen, was Küchenbesitzern mehr Gestaltungsmöglichkeiten bietet. Mit der Erwärmungsfunktion werden Behältnisse zur Zubereitung von warmen Speisen wie Töpfe und Pfannen erhitzt und somit das Essen zubereitet.
    
Gasherd

Der Gasherd (mit oder ohne Backofen) ist die traditionellste Form des Herdes. Die Gasversorgung erfolgt dabei über das reguläre Gasnetz des Energieversorgers. Es ist aber auch eine autonome Versorgung des Herdes über eine Gasflasche möglich. Viele Profi-Köche bevorzugen einen Herd/Kochfeld mit Gas, weil bei dieser Herdart eine präzise und schnelle Steuerung der Hitze für das Kochen möglich ist.

Die Versorgung eines Herds/Kochfelds über Gas ist umweltfreundlich und relativ preisgünstig im Vergleich zu anderen Energieformen wie Strom. Ein Nachteil ist die offene Feuerstelle, denn beim Gasherd ist die Gasflamme offen. Somit besteht eine leicht erhöhte Brandgefahr. Zudem besteht das Risiko eines unkontrollierten Gasaustritts – dieses ist bei modernen Geräten jedoch äußerst gering, da moderne Gasherde über Schutzmechanismen wie Sicherheitsventile und Thermoelemente zur Kontrolle der Flamme verfügen.

Ein Herd/Kochfeld mit Gas ermöglicht sehr präzises Kochen und den Einsatz vielfältiger Topfformen und Pfannenarten, da die Flamme eine zuverlässige Versorgung mit Hitze bietet. Ein Nachteil ist der höhere Reinigungsaufwand beim Herd/Kochfeld mit Gas. Außerdem muss der Küchenraum ausreichend gelüftet werden.

Ceran

Seit den 80er Jahren gibt es Herde/Kochfelder mit Glaskeramikkochfeld. Diese Art von Herd/Kochfeld ist auch unter dem Namen Ceran bekannt. Bei dieser Technik wird ein Glaskeramikkochfeld mittels einer elektrischen Heizspirale erhitzt. Auch bei dieser Technik ist eine sehr präzise Versorgung der Kochfläche mit Hitze gewährleistet. Ein Ceran Herd/Kochfeld ist folglich eine besondere Variante des Elektroherdes.

Neben der präzisen Versorgung mit Hitze ist auch die optische Erkennbarkeit des erhitzten Bereiches auf dem Ceranfeld ein Vorteil gegenüber herkömmlichen Elektroherden. Aufgrund der geringen Wärmeleitfähigkeit ist die Sicherheit bei einem Herd/Kochfeld mit Glaskeramikkochfeld optimiert, da der Bereich neben der erhitzten Fläche kalt bleibt und somit Verbrennungsrisiken minimiert sind. Auch die Brandgefahr durch versehentlich abgelegte Topflappen ist beim Herd/Kochfeld mit Ceran somit kaum vorhanden im Vergleich zum Gasherd mit offener Flamme. Preislich ist ein Herd/Kochfeld mit Ceran im mittleren Preisbereich anzusetzen.

Induktionskochfeld

Technisch sehr anspruchsvoll ist ein Herd/Kochfeld mit Induktionskochfeld. Bei diesen Herden wird ebenfalls ein Kochfeld aus Glaskeramik verwendet. Durch eine Spule fließt der Strom und somit wird durch die Erzeugung eines elektromagnetischen Wechselfeldes der Topf oder die Pfanne sowohl am Boden als auch an den Seitenwänden selbst erhitzt. Der Vorteil ist eine effiziente Ausschöpfung der Energie mit wenigen Streuverlusten. Auch wird eine schnelle und lebensmittelschonende Erhitzung am gewünschten Ort erzielt. Der Herd mit Induktion ist daher sehr sicher und effizient.

Nachteilig ist, dass nur spezielles, idealerweise ferromagnetisches Kochgeschirr verwendet werden kann. Der Sicherheitsaspekt beim Herd/Kochfeld mit Induktion fällt ebenfalls sehr positiv aus im Vergleich zum klassischen Gasherd. Da im Prinzip nur der Topf oder die Pfanne erhitzt wird, werden auch keine Lebensmittel, die neben den Topf fallen, verbrannt, sodass auch der Reinigungsaufwand erheblich geringer ausfällt. Der Anschaffungspreis bewegt sich im höheren Bereich.

Elektroherd

Der klassische Elektroherd ist inzwischen meist nur noch in älteren Küchen zu finden. Der Elektroherd funktioniert mit einem Herd/Kochfeld, bei dem die Kochfläche als Kochplatte komplett erhitzt wird. Ein Vorteil ist, dass es keine offene Flamme wie beim Gasherd gibt. Ein Nachteil ist darin zu sehen, dass nach dem Ausstellen die Hitze im Gegensatz zum Gasherd trotzdem lange erhalten bleibt. Eine Verbrennung ist daher leichter möglich.

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