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Gefro Küchenlexikon

Luxemburgische Küche

Judd mat Gaardebounen

Judd mat Gaardebounen ist das Nationalgericht der luxemburgischen Küche. Hinter dem luxemburgischen Begriff „Judd“ verbirgt sich gepökelter oder geräucherter Schweinenacken, bei „Gaardebounen“ handelt es sich um Gartenbohnen (grüne Bohnen). Alternativ werden Saubohnen verwendet. Dazu werden Kartoffeln gereicht.

Judd mat Gardebounen wird oftmals mit der Stadt Gostingen in Verbindung gebracht, weil die Einwohner in der Vergangenheit oftmals als „Bounepatscherten“ bezeichnet wurden, da sie für ihre hervorragenden Bohnen bekannt waren.

Der Schweinenacken wird über Nacht in Wasser gelegt und anschließend gekocht. Danach werden Lauch, Möhren, Sellerie und Nelken hinzugefügt, für die Würze sorgt ein Kräutersträußchen. Ein Glas Moselwein rundet die Soße ab. Aus in Butter gebräunten Zwiebeln sowie Speckwürfeln, Mehl und Fleischbrühe wird eine dicke Soße hergestellt. Die Bohnen werden blanchiert und zum weiteren Garen in die Soße gegeben. Wenn das Fleisch gar ist, wird es in Scheiben geschnitten und mit den Bohnen in der Soße und Salzkartoffeln serviert.

Bouneschlupp

Bouneschlupp ist ein traditionelles Gericht der luxemburgischen Küche. Bouneschlupp wird ebenfalls mit Gartenbohnen zubereitet. Weitere Zutaten dieser herzhaften Bohnensuppe sind Kartoffeln, Speck und Zwiebeln.

Für die Zubereitung werden die Bohnen gewaschen und geschnitten. Weiteres Gemüse wie Lauch, Sellerie und Möhren werden ebenfalls in kleine Stücke geschnitten und anschließend in Fleisch- oder Gemüsebrühe zum Kochen gebracht. Nach einer halben Stunde Garzeit werden gewürfelte Kartoffeln und Speck hinzugegeben sowie Mettwurst. Wenn alle Zutaten gar sind, wird mit Pfeffer und ein wenig Salz abgeschmeckt. Oftmals enthält die Mettwurst schon ausreichend Salz, so dass nur noch Pfeffer hinzugegeben werden muss.

Es gibt zahlreiche Rezeptvarianten, die von Region zu Region unterschiedlich sind. In einigen Gegenden wird noch Fleisch hinzugefügt, in der Regel luxemburgische Mettwurst. Auch zusätzliche Gemüsesorten können ergänzt werden.

Bouneschlupp wird auch gerne im Saarland, in angrenzenden Regionen Belgiens und in Lothringen gegessen.

Kachkéis

Kachkéis ist Luxemburgisch und bedeutet „Kochkäse“. Diese Art von Käse ist auch in Deutschland bekannt. Kachkéis ist ein Magerkäse, der aus entrahmter und gedickter Kuhmilch hergestellt wird. Dieser typisch luxemburgische Schmelzkäse kann warm oder kalt gegessen werden.

Für die Herstellung wird der Käse im Wasserbad unter Rühren geschmolzen und mit Butter, Sahne, Eigelb und Gewürzen wie Pfeffer und Muskat vermischt. Wichtig ist, dass der Käse nicht zu heiß wird oder gar aufkocht.

Die Luxemburger essen ihren Kachkéis gerne warm auf gekochten Kartoffeln und mit Salz und Muskat gewürzt. Sehr beliebt ist er auch als kalter Brotaufstrich. Dazu wird der Käse zusammen mit Senf auf ein Butterbrot gestrichen.

Kachkéis ist mittlerweile in Luxemburg auch als fertiges Produkt im Lebensmittelhandel zu erhalten, da er so beliebt ist.

 

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