Der Blutzucker

» Der Blutzucker - ein kleiner Rückblick

Traubenzucker – in der Fachsprache Glukose ist der wichtigste Energieträger, die Kraftquelle, des menschlichen Körpers. Wie ein Auto Benzin braucht, benötigt der menschliche Körper Energie, um leistungsfähig zu sein.

Alle mit der Nahrung zugeführten Kohlenhydrate (z.B. aus Brot, Nudeln, Kartoffeln, Reis…) werden im Körper bei der Verdauung zu Glukose umgewandelt.  Damit immer genügend, andererseits aber auch nicht zu viel dieser lebenswichtigen Energie im Blut vorhanden ist, versucht der Körper, den Blutzuckerspiegel möglichst in einem konstanten Bereich zu halten.

Die Erkrankung, die mit einer Entgleisung des Blutzuckerspiegels einhergeht, wurde schon in der Antike beschrieben. Der Blutzuckerregelkreis selbst wurde erst sehr viel später entdeckt.

Die Entdeckung der Zuckerkrankheit – Diabetes mellitus – geht wahrscheinlich auf den Gelehrten und Arzt  Aretaios von Kappadozien (81 bis 138 n. Chr.) zurück.

In seinen Schriften sind die Symptome des starken Durstes und des hohen Harndrangs, die heute als Hinweise auf Diabetes mellitus gelten, sehr eindrucksvoll beschrieben:

…Die Kranken hören nie auf Harn zu lassen, sondern wie aus geöffneten Schläuchen rinnt es unaufhörlich. Über die Entstehung und Entwicklung der Krankheit dauert es einige Zeit, aber sind die Symptome erst vollkommen ausgebildet, so befindet sich auch der Mensch am Ende seiner Tage, denn dann nimmt die Abzehrung rasch überhand, und nach einem elenden und schmerzvollen Leben erfolgt der schnelle Tod.
Die Kranken haben einen unauslöschlichen Durst und trinken und harnen sehr viel. Indessen übersteigt die Quantität des gelassenen Urins doch noch die des Getränks.
Versuche auch nicht, sie vom Harnen oder Trinken abzuhalten, denn wenn sie auch nur auf kurze Zeit sich des Trinkens enthalten, so wird alsbald der Mund trocken, der Körper verdorrt und es ist ihnen, als wenn die Gedärme verbrennen. Sie führen ein elendes, weinerliches Leben und sterben nach gar nicht langer Zeit …

Mit dieser Symptombeschreibung erklärt sich wunderbar der Begriff Diabetes mellitus. Er leitet  sich vom griechischen „diabainein“ und dem lateinischen „mellitus“ ab und bedeutet „honigsüßer Durchfluss.“
Lange Zeit ging man davon aus, dass die Zuckerkrankheit eine Erkrankung des Magens oder der Nieren sei. Erst 1889 fanden der Pharmakologe und Internist Joseph Freiherr von Mering und der Internist Oskar Minkowski heraus, dass es sich beim Diabetes um eine Erkrankung der Bauchspeicheldrüse handelt. Es dauerte dann aber weitere 32 Jahre bis 1921 die Wissenschaftler Frederick Banting und Herbert Best die Blutzucker senkende Substanz der Bauchspeicheldrüse, das Insulin, entdeckten. Den Forschern wurde für diese Entdeckung der Nobelpreis verliehen. Etwa zeitgleich synthetisierte man die ersten blutzuckersenkenden Medikamente. Wenn früher der Insulinmangeldiabetes unweigerlich zum Tod führte, ist heute die Lebensqualität der Patienten durch die stetige Weiterentwicklung der Therapiemöglichkeiten deutlich gestiegen.

 

» Traubenzucker - Brennstoff für unseren Körper

 

Pflanzenwelt

Wie schon erwähnt, ist Traubenzucker der wichtigste Energieträger, die Kraftquelle des menschlichen Körpers.
Die Kohlenhydrate, die wir täglich mit der Nahrung aufnehmen, bestehen letztlich immer aus aneinander gereihten Zuckerbausteinen, wie Perlen auf einer Schnur. Der Verdauungsapparat muss diese Perlenkette aufspalten, damit die einzelnen Zuckerbausteine ins Blut aufgenommen werden können.
Wenn wir einen Bissen Brot sehr lange und intensiv kauen, wird der Bissen zunehmend süßer. Im Mundspeichel vorhandene Enzyme sorgen bereits beim Kauen für eine Zerlegung der Kohlenhydrate in ihre Einzelbausteine.

Die Kohlenhydratketten sind nicht nur verschieden lang, sondern sie setzen sich aus unterschiedlichen Zuckerbausteinen  zusammen. Je mehr Bausteine eine Kette bilden, desto langsamer verwertet der Körper die Nahrung.
Der Einfachzucker, sog. Traubenzucker, schießt regelrecht ins Blut, Obst und Weißmehlprodukte strömen ins Blut, Kohlenhydrate aus Vollkorngetreide fließen während Kohlenhydrate aus Hülsenfrüchten nur noch ins Blut tröpfeln. Die enthaltenen Ballaststoffe bilden sozusagen eine Barriere und verzögern die Aufnahme der Zuckerbausteine ins Blut.  
Das bedeutet: kurze Ketten, bestehend aus Einfach- oder Zweifachzuckern, sind deutlich Blutzucker wirksamer als eine lange Reihe von Bausteinen, die erst in die einzelnen Einheiten zerlegt werden muss.

 

» Der Blutzuckerregelkreis - ein Wechselspiel von Insulin und Glukagon

Ein konstanter Blutzuckerspiegel ist für unseren Körper lebensnotwendig. Das Gehirn, die roten Blutkörperchen und das Nierenmark sind auf Glucose als Energielieferanten  angewiesen. Über den Tag bewegt sich der Blutzucker innerhalb einer physiologischen Schwankungsbreite. Der Normalwert liegt im nüchternen Zustand zwischen 60 und 100 mg Glucose pro /dl Blut.

Ist der Blutzuckerregelkreis, wie beim Diabetespatienten, gestört, können sowohl durch starke Überzuckerung (Hyperglykämie) als auch durch Unterzuckerung (Hypoglykämie) lebensbedrohliche Stoffwechselentgleisungen auftreten.

Die Schaltzentrale für die Regulation ist die Bauchspeicheldrüse, ein kleines Organ mit vielfältigen Funktionen. Die Bauchspeicheldrüse liegt zwischen Magen, Darm und Milz. Sie produziert Verdauungssäfte und die für den Kohlenhydratstoffwechsel wichtigen Hormone Insulin und Glukagon. Hergestellt werden diese Hormone in den sogenannten Langerhans´schen Inseln, spezielle Zellen, die inselartig auf der Bauchspeicheldrüse liegen.

Insulin senkt den Blutzuckerspiegel, Glukagon ist der Gegenspieler (Antagonist) und hebt den Blutzuckerspiegel an.

Kohlenhydrate aus der Nahrung gelangen über den Magen in den Dünndarm. Dort werden sie aufgespalten und gelangen über die Darmwand ins Blut. Insulin ist dabei der Schlüssel, der die Zellen für die Zuckermoleküle öffnet. Mit der Aufnahme des Zuckers in die Zellen, sinkt der Blutzuckerspiegel wieder ab.

Ohne Insulin würden die Zellen verhungern, denn ohne den Insulinschlüssel könnten die Zelltüren nicht geöffnet werden.
Jede Zelle hat einen Rezeptor, quasi ein Schlüsselloch in das „der Schlüssel“ Insulin passen muss.
Stark verarbeitete Kohlenhydrate (Zucker, Weißmehlprodukte) provozieren heftige Insulinausschüttungen, um den Zucker schnell wieder aus dem Blut zu entfernen. Dabei schießt die Bauchspeicheldrüse oftmals über das Ziel hinaus und setzt zu viel Insulin frei. Daher ist kurz nach dem Zuckerschock plötzlich der Zuckerspiegel des Blutes sogar zu niedrig. Und das ist der Grund dafür, dass wir uns nach dem Nachtisch, Eis oder Kuchen oft so schlapp, müde und lustlos fühlen.
Durch Übergewicht, zu viel Bauchfett und Fehlernährung werden die Rezeptoren der Zelle geschädigt, das Insulin passt nicht mehr ins Schlüsselloch. Die Zellen haben ihre Eingangstüren verschlossen. In Fachkreisen spricht man von einer Insulinresistenz. Die Körperzellen sprechen nicht mehr richtig auf das vorhandene Insulin an. Es kommt zu einem Verwertungsrückstau. Die Bauchspeicheldrüse versucht den Fehler zu beheben, in dem sie noch mehr Insulin produziert. Hohe Insulinmengen drücken den Zucker noch in die Muskelzellen hinein und was nicht mehr hineingeht, wird gemeinsam mit dem Nahrungsfett ins Fettgewebe entsorgt. Das Insulin mästet das Fettgewebe und das Gewicht steigt.
Wenn die Bauchspeicheldrüse die Insulinresistenz nicht mehr kompensieren kann, kommt es letztlich zum Diabetes.
Insulin schleust Zucker vor allem in die Zellen der Muskeln, der Leber, der Nieren und des Fettgewebes, nicht aber ins Gehirn. Die Hirnzellen und auch die roten Blutkörperchen können Glucose unabhängig vom Insulin aufnehmen. Der Körper speichert Traubenzucker, den er nicht sofort zur Energiegewinnung benötigt, in Form von Glykogen in der Leber und besonders in der Muskulatur.
Fette und Eiweiß in der Nahrung haben auf die Insulinausschüttung kaum einen Einfluss. Der Anstieg des Blutzuckerspiegels und damit auch die Freisetzung des Insulins sind immer eine Reaktion auf Menge und Art der aufgenommenen Kohlenhydrate.

 

» Glukagon mobilisiert Energiereserven

Bei längeren körperlichen Anstrengungen oder auch in Fastenzeiten setzt Glukagon Energiereserven frei. Wenn wir uns sportlich betätigen, verbrennt der Körper zuerst die Glucose, die in den Zellen und im Blut vorhanden ist. Ist diese Quelle erschöpft, schüttet der Körper Glukagon aus, das den Abbau von Glykogen aus der Leber steigert. Der Blutzucker steigt.
Gleichzeitig sorgt Glukagon dafür, dass die Fettverbrennung in Gang kommt, d.h. die körpereigenen Fettreserven werden angezapft. Deswegen wird Glukagon auch gerne als Schlankmacherhormon bezeichnet. Nicht nur körperliche Anstrengung sondern auch der Verzehr von Eiweiß führt zur Glukagonausschüttung.
Das bedeutet, Eiweiß in der täglichen Kost hat nicht nur einen hohen Sättigungseffekt, sondern kurbelt über die Stimulation von Glukagon auch noch die Fettverbrennung an.  

» Insulin und Glukagon - ein Wechselspiel

  • Insulin fördert den Einstrom von Glucose in die Zellen
  • Insulin fördert den Aufbau des Glucosespeichers Glykogen (vor allem in der Leber und der Muskulatur)
  • Insulin hemmt den Aufbau von Glucose aus Eiweiß (Gluconeogenese)
  • Insulin fördert den Fettaufbau
  • Insulin fördert das Wachstums in Kindheit und Jugend

 

  • Glukagon fördert den Abbau des Glucosespeichers Glykogen in der Leber
  • Glukagon fördert den Aufbau von Glucose aus Eiweiß (Gluconeogenese)
  • Glukagon fördert den Fettabbau

 

» Den Blutzucherregelkreis aktiv schützen und unterstützen

Die Voraussetzungen für einen gut funktionierenden Blutzuckerregelkreis schaffen wir zu einem großen Teil selbst. Wir entscheiden, was und wieviel wir essen und wir entscheiden, wie oft wir uns bewegen. Bewegung unterstützt die Aufnahme von Zucker in die Zellen, so dass der Blutzuckerspiegel sinkt.

Experten empfehlen, 3-4 mal pro Woche mindestens 20-30 min körperlich aktiv zu werden (Walken, Schwimmen, Tanzen, Wandern, Gymnastik, Radeln). Aber auch in den normalen Tagesablauf lässt sich Bewegung wunderbar einbauen. Kleinere Einkäufe können zu Fuß oder mit dem Fahrrad erledigt werden. Der Rasen lädt zum Mähen ein, der Hund möchte gerne öfter mit Ihnen übers Land streifen und Treppen sind zum Steigen da.

Wer die Wirkung der Hormone Insulins und Glukagon auf den Blutzucker verstanden hat, ahnt vielleicht schon welche Konsequenzen dieses Wissen auf unsere tägliche Ernährung hat.
Die aktuellen, kohlenhydratbetonten Ernährungsgewohnten zwingen die Bauchspeicheldrüse zur erhöhten Insulinproduktion. Dazu kommt, dass die meisten Menschen gerne zu Zwischenmahlzeiten greifen: hier ein Stückchen Brot, dort mal ein Plätzchen, die Schale mit Gummibärchen auf dem Schreibtisch, aber auch der Apfel am Nachmittag oder das Gläschen Saft – die Bauchspeicheldrüse arbeitet dauerhaft auf Hochtouren.

» Der Bauchspeicheldrüse eine Pause gönnen

Wichtig ist es, regelmäßige Mahlzeiten zu sich zu nehmen. Mahlzeiten auszulassen, hat nur den Effekt, dass irgendwann der unkontrollierte Hunger kommt, und man in der Regel mehr isst als gewollt.
Zwischen den Mahlzeiten sollte eine lange Pause liegen. Am besten wird
auch das Obst zu den Mahlzeiten gegessen. Süßigkeiten, Gebäck, Konfitüre enthalten schnelle oder auch leere Kohlenhydrate, die den Blutzuckerspiegel rapide ansteigen lassen. „Süße Sünden“ sollten recht sparsam verzehrt werden. Auch hier gilt, wie beim Obst: am besten ist es, sie als Nachspeise oder in Kombination mit anderen Lebensmitteln, die Fett, Eiweiß und Ballaststoffe enthalten, zu essen. Dadurch wird die Süßigkeit langsamer verdaut und der Blutzucker steigt entsprechend langsamer an.
Die Vermeidung von Zwischenmahlzeiten bewirkt eine Senkung des Blutzucker- und Insulinspiegels.  Erst jetzt ist die Fettverbrennung aktiv. Etwa drei bis vier Stunden benötigt der Körper, bis er eine Mahlzeit verdaut hat und der Insulinspiegel wirklich abgesunken ist. In den Stunden danach lebt er von seinen Reserven. Das bedeutet: nur wenn wir zwischen den Mahlzeiten mehr als drei bis vier Stunden nichts essen, hat der Körper überhaupt eine Chance, Fettpölsterchen abzubauen.

» Kohlenhydratbewusst essen

 

Sekundäre Pflanzenstoffe

Heute sind kohlenhydratreduzierte Diäten in aller Munde. Statt Vollkornbrot mit Marmelade und ein wenig Rohkost gibt es jetzt ein Omelett mit Ricotta oder Rühreier mit Speck zum Frühstück.

Diese neuen Kostformen haben gemeinsam, dass sie die Kohlenhydrate je nach Wirkung auf den Blutzucker in günstige (komplexe) oder ungünstige (schnell verwertbare) Kohlenhydrate unterteilen. Die empfohlene Kost soll den Blutzucker möglichst wenig belasten.

Die unterschiedlichen Effekte von Kohlenhydraten auf den Blutzucker lassen sich mit Hilfe des glykämischen Index in Zahlenwerte ausdrücken. Der glykämische Index (GI) wird in Prozent ausgedrückt und gibt an, wie der Blutzuckeranstieg nach dem Verzehr von 50 g Kohlenhydraten aus einem Lebensmittel ist. Als Vergleichs- oder Referenzwert dient der Wert nach dem Verzehr von 50 g Glucose. Eine Einteilung der Lebensmittel allein nach dem GI ist aber wenig sinnvoll.

Der GI berücksichtigt nicht den Kohlenhydratanteil einer normalen Portion sondern bezieht sich immer auf einen Anteil von 50 g. So warnt z.B. Montignac wegen des zu hohen GI vor dem Verzehr von Karotten. Aber eine normale Portion Karotten (125 g) hat einen so geringen Kohlenhydratanteil, dass der hohe GI bedeutungslos wird. Erst ca. 800 g Karotten liefern die geforderten 50 g Kohlenhydrate.

Aus diesem Grunde arbeitet die LOGI-Methode mit der glykämischen Last (GL).Die glykämische Last errechnet sich aus dem Produkt von GI und Kohlenhydrate in der konkreten Portion.

 

» Essen Sie bunt

 

Gelb (Beta-Carotin)

In meinen Vorträgen und Seminaren nenne ich meinen Zuhörern gerne zwei Regeln für eine gesunde ausgewogene Kost. Die erste Regel lautet: „Gönnen Sie dem Stoffwechsel eine Pause.“ Die zweite Regel sagt: „Essen Sie bunt“.
Eine bunte Ernährung ist reich an Mineralstoffen, Vitaminen und sekundären Pflanzenstoffen. Einige dieser Pflanzenstoffe haben neben vielen anderen Wirkungen auch einen regulierenden Einfluss auf den Blutzuckerspiegel.
Letztlich ist es nicht notwendig zu wissen, welche gesunden Wirkstoffe man mit einer Mahlzeit aufnimmt, sondern endscheidend ist, dass man weiß, dass eine bunte, abwechslungsreiche Kost dem Körper einen wahren Cocktail an Schutzstoffen liefert.
Sicherlich, die Zubereitung erfordert Zeit und Aufwand. Da könnte man ja vielleicht schneller und bequemer auf eines der vielfach angepriesenen Supplemente zurückgreifen.
Aber ob das wirklich sinnvoll und gesund ist, steht auf einem ganz anderen Papier. In isolierter Form wirken Substanzen häufig ganz anders als im natürlichen Lebensmittelgefüge, denn nur hier können  wirklich alle Faktoren zusammenwirken.
Die Natur bietet uns hier eine unendliche Vielfalt. Jedes Obst, jedes Gemüse liefert einen natürlichen Verbund aus Vitaminen, Mineralstoffen, Ballaststoffen und sekundären Pflanzenstoffen, mit dem kein käufliches Präparat wetteifern kann.

Für ein gutes Essen, einen Teller voll Gesundheit muss man etwas Kostbares investieren – Zeit. Doch diese Zeit ist nicht vergeudet, sondern in dieser Zeit erfahren wir ein hohes Maß an Lebensfreude.

 

» Lebensmittel, die sich regulierend auf den Blutzucker auswirken

» Zimt - Das hochbegehrte Gewürz der einst Mächtigen und Reichen

 

Rot (Lycopin)

Der Zimtbaum ist ein Lorbeergewächs. Stammt ursprünglich aus China. Heute werden im Wesentlichen zwei Arten Zimt verwendet: Traditioneller China-Zimt oder  Kassia-Zimt und der feine Ceylon-Zimt, der von Vasco da Gama auf der Insel Ceylon entdeckt wurde. Hauptanbaugebiete für Zimt sind heute noch Sri Lanka, außerdem  Vietnam, Indonesien, Südindien, Seychellen, Antillen, Brasilien und Mauritius. Das begehrte Würzmittel entsteht aus den Rinden der Zweige des Zimtbaumes.

Zimt unterstützt die Magen-Darm-Funktion, wirkt entzündungshemmend und kreislaufanregend. Heute weiß man, dass Zimt die Blutzuckerregulierung verbessert, indem es den Glucosestoffwechsel ankurbelt. In einer „bunten Küche“ ist Zimt nicht nur in der Weihnachtsbäckerei einsetzbar. Auch in der würzigen Küche ist das angenehm süße Zimtaroma sehr beliebt. Herzhaften Fleisch- und Geflügelgerichten (Ente, Wild) sowie verschiedene Gemüsesorten verleiht das aromatische Gewürz eine feine, süß-würzige Note. In orientalischen Gerichten hat es einen festen Platz – indische Chutneys und Gewürzmischungen enthalten das feine Gewürz grundsätzlich, nordafrikanische Schmorgerichte (Tajine) sind ohne die Beigabe von Zimt nicht denkbar.

 

» Kurkuma - die Gelbwurzel

 

Helle Farben (Folsäure)

Südostasien wird als ursprüngliche Heimat des Ingwergewächses vermutet. Heute wird das auch als Gelbwurz bekannte Wurzelgemüse in den Tropen und Subtropen, hauptsächlich aber in Indien, wo auch am meisten Kurkuma verbraucht wird, angebaut.

Verantwortlich für die orange-gelbe Farbe des gemahlenen Kurkumapulvers ist der sekundäre Pflanzenstoff Curcumin, der in der Kurkumawurzel enthalten ist. Das Curcurmin wirkt leberreinigend und blutzuckerregulierend. Zudem macht es kohlenhydratreiche Lebensmittel bekömmlicher, indem es Blähungen und Völlegefühl lindert. Das aromatische Gewürz verleiht Speisen eine schöne, kräftige sonnengelbe Färbung. Die frische, geriebene Wurzel ist wesentlicher Bestandteil von Currypasten. Der würzig erdige Curcuma-Geschmack passt zu Fisch, Fleisch, Geflügel (Hähnchen, Pute), Reis, Gemüse (Blumenkohl, Linsen), aber auch Eintöpfe und Suppen bekommen durch Kurkuma eine feine Note.ten.

 

 

» Ballaststoffe - kein überflüssiger Ballast

Ballaststoffe ist ein Sammelbegriff für ausschließlich in pflanzlichen Lebensmitteln vorkommende Substanzen. Lösliche Ballaststoffe wie Pektin, Inulin oder bestimmte Stärkeformen (z.B. Glucomannan) sind in Gemüse, Früchten oder Nüssen enthalten, die unlöslichen Ballaststoffe sind Pflanzenfasern wie Zellulose oder Lignin und finden sich hauptsächlich in den Schalen von Getreidekörnern. Tierische Lebensmittel wie Fleisch, Fisch oder Eier enthalten keine Ballaststoffe.

Ballaststoffe können vom Verdauungssystem des Menschen nicht aufgeschlossen werden, d.h. sie sind weitgehend unverdaulich. Und trotzdem sind sie nicht "überflüssiger Ballast" sondern für eine gesunde, ausgewogene Ernährung unverzichtbar. Eine ballaststoffreiche Kost fördert eine gesunde Darmtätigkeit und senkt das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen und Dickdarmkrebs.

Ballaststoffe lassen den Blutzuckerspiegel nur langsam ansteigen. Sie sorgen dafür, dass Kohlenhydrate langsamer ans Blut abgegeben werden und halten dadurch den Blutzuckerspiegel konstant. Gleichzeitig verbessern sie aber auch die Wirkung des blutzuckersenkenden Hormons Insulin, so dass der Zucker schneller vom Blut in die Zellen transportiert wird.

 

» Grüner Tee

Grün (Magnesium)

Der Grüne Tee oder auch kurz Grüntee (botanisch: Camellia Sinensis) genannt, ist eine spezielle Variante Tee herzustellen. Anders als beim schwarzen Tee werden die Teeblätter vom Grüntee nicht fermentiert. Die Teepflanze wird seit mehreren tausend Jahren in China angebaut. Die Zubereitung von Grüntee ist seit dem 6. Jahrhundert v. Chr. bekannt. In Europa verbreitete sich der Genuss von Grünem Tee im 16. Jahrhundert. Im alten China und auch Japan wurde Grüntee sehr lange fast ausschließlich aus medizinischen Gründen getrunken.

Grüner Tee unterscheidet sich von schwarzem Tee unter anderem in der Zubereitung, im Geschmack, den Inhaltsstoffen und Wirkungen des Aufgusses. Grüntee ist u.a. reich an Calcium und Fluor, wichtige Mineralstoffe für Zähne und Knochen. Der Gehalt an Vitamin C ist dem von Zitronen vergleichbar. Vitamine E und Provitamin A machen den Grüntee endgültig zum Gesundheitstrunk. Die Hauptwirkstoffe des grünen Tees sind jedoch sekundäre Pflanzenstoffe. Der bekannteste biomedizinisch wirksame Wirkstoff im grünen Tee ist das Epigallochatechingallat (EGCG). Das EGCG gehört zur Gruppe der Polyphenole. Diese Wirkstoffe scheinen bei der Hemmung der Krebsentstehung eine große Rolle zu spielen. Außerdem können Polyphenole dazu beitragen, den Glucosespiegel im Körper zu regulieren und dadurch Schwankungen des Blutzuckers nach unten und nach oben ausgleichen.

 

» Hülsenfrüchte

Hülsenfrüchte zählen zu den ältesten und bedeutendsten Kulturpflanzen. Botanisch heißen sie Leguminosen und gehören zur Familie der Schmetterlingsblütler. Ihre Samen wachsen in einer Fruchthülse, die oft als Schote bezeichnet wird.

Lange Zeit galten Hülsenfrüchte als Arme-Leute-Essen. Doch zunehmend erkennen auch moderne und kreative Köche die vielen Vorteile von Erbsen, Bohnen, Linsen, Sojabohnen oder Kichererbsen. Sie machen satt, kosten nicht viel und lassen sich prima lagern. Hülsenfrüchte sind eiweißreich und enthalten wertvolle Mineralstoffe und Vitamine. Der hohe Ballaststoffanteil der Hülsenfrüchte sorgt dafür, dass die Kohlenhydrate aus dem Essen langsamer ins Blut übergehen. Der Blutzuckerspiegel steigt deshalb bedeutend langsamer an. Gleichzeitig  fördern Ballaststoffe ein lang anhaltendes Sättigungsgefühl, was das Abnehmen erleichtert.

Mit dem feinen Gemüse entstehen  herzhafte Suppen und deftige Eintöpfe sowie gesunde, schmackhafte Beilagen zu Kartoffeln, Fisch, Fleisch und Meeresfrüchten. Mit Hülsenfrüchten lassen sich unzählige köstliche, kreative Gerichte zubereiten.

 

» Portulak

Der Portulak, auch Gemüse-Portulak oder Sommerportulak genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Portulaca. Der Portulak ist eine einjährige, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 10 bis 30 Zentimetern erreicht. Man findet den Portulak fast überall auf der Welt, wobei die Herkunft nicht genau nachvollziehbar ist.

In Indien ist der Portulak schon seit Jahrtausenden bekannt. Im alten Ägypten wurde Portulak als Heilpflanze genutzt. Man bereitete einen Tee aus Portulakblättern zur Linderung von Blasen- und Nierenleiden. In der traditionellen Chinesischen Medizin wird Portulak gegen Arteriosklerose und Fettstoffwechselstörungen eingesetzt.

Nach Europa gelangte Portulak vermutlich durch die Römer. Während bei uns der Portulak bisher nur wenige Freunde gefunden hat, wird in den Beneluxländern das feine Gemüse sehr geschätzt.

Das Gemüse schmeckt leicht salzig und etwas nussig. Durch den eigenen Salzgehalt wird die Zugabe von normalem Kochsalz nahezu überflüssig. Portulak besteht zu über 90% aus Wasser und ist sehr kalorienarm. Neben Calcium und Eisen enthält er Vitamin C und einen recht hohen Anteil an Provitamin A, das im Körper in Vitamin A umgewandelt werden kann. Vitamin A ist bekanntlich das Augenvitamin. Für die Sehzellen, die sich auf der Netzhaut befinden, spielt das Vitamin A eine entscheidende Rolle .Vitamin A wird beim eigentlichen Sehvorgang verbraucht und muss dementsprechend immer wieder nachgefüllt werden.

Neue wissenschaftliche Studien zeigen jetzt, das Portulak auch den Blutzuckerspiegel positiv beeinflusst.  Portulak verlangsamt wahrscheinlich den Transport der Glukose vom Verdauungstrakt in die Blutbahn und beschleunigt auf der anderen Seite die Aufnahme von Glukose aus dem Blut in die Zellen.

 

» GEFRO Balance

Wir vom GEFRO-Team haben uns auf die Suche nach kohlenhydratbewussten und trotzdem gesunden, leckeren Alternativen gemacht und sind letztlich fündig geworden. Bei der Entwicklung der Balance-Linie haben diese besonderen Anforderungen mit Blick auf den Blutzuckerspiegel eine Rolle gespielt. Heute ist klar, dass wir von GEFRO mit den Balance-Produkten eine köstliche, gesunde, alltagstaugliche und vor allem stoffwechseloptimierte Variante anbieten können, die vielleicht gerade zu IHREN Vorlieben und Gewohnheiten passt.

Keinem Produkt der GEFRO-Balance Linie, egal ob Soßen, Suppen oder den Salatdressings, ist herkömmlicher Zucker zugesetzt. Ebenso wurde auf die Zugabe von Mehl und Stärke verzichtet.

Nun werden Sie vielleicht sagen: Die Prise Zucker in einer Salatwürze oder in einer Tomatensoße gibt einen schönen runden Geschmack. Das ist richtig, und auf diesen Geschmack wollten wir auch nicht verzichten. In den Balance-Produkten verwenden wir jedoch einen anderen Zucker, die Isomaltulose. Anders als beim Haushaltszucker sind die Einzelbausteine (Glucose und Fructose) in der Isomaltulose stärker miteinander verknüpft. Durch diese spezielle Verknüpfungsart kann die Isomaltulose vom Körper nur verzögert abgebaut werden. Der Blutzuckerspiegel und damit auch der Insulinspiegel steigen nur sehr langsam an, d.h. Blutzuckerspitzen - wie nach dem Verzehr von Haushaltszucker - bleiben aus.

Als Ballaststoffe werden bei Balance Inulin und Glucomannan eingesetzt. Diese wasserlöslichen Stärkearten können vom Körper nicht verdaut werden und haben somit keinerlei Auswirkung auf den Insulin- oder Blutzuckerspiegel. Unverdaut gelangen sie in untere Darmabschnitte und dienen dort den Bifido-Darmbakterien als Nahrung. Insgesamt nehmen sowohl Inulin als auch Glucomannan einen positiven Einfluss auf die Verdauung und stärken das Immunsystem. Und um den Körper mit einer leckeren Suppe oder einem Salatdressing mit einem Cocktail aus sekundären Pflanzenstoffen und Vitaminen zu versorgen, haben wir aus dem Pflanzenreich ganz besondere Zutaten ausgesucht. So zum Beispiel: Acerolasaftpulver, Moringablattpulver, Chiasamen, Portulakextrakt oder auch mal Grünteeextrakt.

Wenn Sie, liebe Leser, über diese Zutaten mehr erfahren möchten schauen Sie gerne unter der Rubrik „Zutatenlexikon“

Eine Besonderheit der Balance-Linie sind sicherlich die leckeren Suppen-Pausen, die in Portionsbeuteln angeboten werden und in wenigen Minuten servierfertig sind. Sie brauchen nur einen viertel Liter Wasser kochen, aufgießen, umrühren und genießen. Aber anders als herkömmliche Fast Food-Gerichte, sind die GEFRO Balance-Produkte weder zu fett noch zu süß oder ballaststoffarm. Sie sind stoffwechseloptimiert und werden dem Anspruch nach einer ausgewogenen Mahlzeit durchaus gerecht. Zu guter Letzt ein Punkt, der mir persönlich sehr wichtig ist: der sinnliche Genuss muss nicht auf der Strecke bleiben. Egal, ob im Büro, in der Studentenwohnung oder auch zu Hause. Die GEFRO Suppen-Pausen kann man zelebrieren. Ein schönes Tischset, Ihre Lieblingssuppenschale, ein Löffel und eine schöne Serviette - und dann heißt es nur noch Pause machen und genießen. Anschließend geht es dann mit frischer Kraft weiter im Alltagsgeschäft.

 

 

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