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Kann man den Stoffwechsel aktivieren?

Die Voraussetzungen für einen gut funktionierenden Stoffwechsel schaffen wir selbst. Wir liefern unserem Körper das Material. Bieten wir dem Körper zu wenig oder auch zu viel an bestimmten Substanzen an, können einzelne Kreisläufe aus dem Gleichgewicht geraten. Und damit sind nicht die Nahrungsmittel für den reinen physischen Körper gemeint sondern auch die, die unsere Seele nähren.

Insulin, ein Stoffwechselhormon der Bauchspeicheldrüse vorsorgt die Körperzellen mit Kohlenhydraten, Eiweiß und Fett, dabei sinkt der Blutzuckerspiegel wieder auf seinen Ausgangswert ab. Ohne Insulin würden die Zellen verhungern, denn ohne den Insulinschlüssel könnten die Zelltüren nicht geöffnet werden.
Jede Zelle hat einen Rezeptor, quasi ein Schlüsselloch in das „der Schlüssel“ Insulin passen muss. Durch Übergewicht, zu viel Bauchfett und Fehlernährung werden die Rezeptoren der Zelle geschädigt, das Insulin passt nicht mehr ins Schlüsselloch. Die Zellen haben ihre Eingangstüren verschlossen. In Fachkreisen spricht man von einer Insulinresistenz. Die Körperzellen sprechen nicht mehr richtig auf das vorhandene Insulin an. Es kommt zu einem Verwertungsrückstau .Die Bauchspeicheldrüse versucht den Fehler zu beheben, in dem sie noch mehr Insulin produziert. Hohe Insulinmengen drücken den Zucker noch in die Muskelzellen hinein und was nicht mehr hineingeht wird gemeinsam mit dem Nahrungsfett ins Fettgewebe entsorgt. Das Insulin mästet das Fettgewebe, das Gewicht steigt und steigt und steigt.
Wenn die Bauchspeicheldrüse die Insulinresistenz nicht mehr kompensieren kann, kommt es letztlich zum Diabetes.

Fette und Eiweiß in der Nahrung haben auf die Insulinausschüttung kaum einen Einfluss. Der Anstieg des  Blutzuckerspiegels und damit auch die Freisetzung des Insulins sind immer eine Reaktion auf Menge und Art der aufgenommenen Kohlenhydrate.

Wer die Wirkung des Insulins auf den Stoffwechsel verstanden hat, ahnt vielleicht schon welche Konsequenzen dieses Wissen auf unsere tägliche Ernährung hat.

Ruhepausen stärken den Organismus
Die aktuellen, kohlenhydratbetonten Ernährungsgewohnten zwingen die Bauchspeicheldrüse zur erhöhten Insulinproduktion. Dazu kommt, dass die meisten Menschen gerne zu Zwischenmahlzeiten greifen: hier ein Stückchen Brot, dort mal ein Plätzchen, die Schale mit Gummibärchen auf dem Schreibtisch, aber auch der Apfel am Nachmittag oder das Gläschen Saft – die Bauchspeicheldrüse arbeitet dauerhaft auf Hochtouren. Wie schon beschrieben: Insulin öffnet unsere Zellen für die Aufnahme von Nährstoffen, das heißt Insulin wirkt letztlich aufbauend auch aufs Fettgewebe. Solange Insulin in unserem Blutkreislauf zirkuliert, kommen wir in keinen Fettabbau, Insulin hält die Türen für den Einbau einladend offen.

Wichtig ist es, regelmäßige Mahlzeiten zu sich zu nehmen. Mahlzeiten auszulassen, hat nur den Effekt, dass irgendwann der unkontrollierte Hunger kommt, und man dann in der Regel mehr isst als gewollt.

Zwischen den Mahlzeiten sollte eine lange Pause liegen. Am besten wird auch das Obst zu den Mahlzeiten gegessen. Die Vermeidung von Zwischenmahlzeiten bewirkt eine Senkung des Blutzucker- und Insulinspiegel.  Erst jetzt ist die Fettverbrennung aktiv. Etwa drei bis vier Stunden benötigt der Körper, bis er eine Mahlzeit verdaut hat und der Insulinspiegel wirklich abgesunken ist. In den Stunden danach lebt er dann von seinen Reserven. Das bedeutet: nur wenn wir zwischen den Mahlzeiten mehr als drei bis vier Stunden nichts essen, hat der Körper überhaupt eine Chance, Fettpölsterchen abzubauen.

Wenn der Süßhunger mal gar zu groß ist, genießen Sie doch einfach ein paar Stückchen Schokolade als Nachspeise und gönnen Sie dem Stoffwechsel anschließend wieder ein paar Stunden Erholungszeit.

(Stand: 04.04.2014)

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