Eisen – ein lebensnotwendiges Spurenelement

Das Spurenelement Eisen ist wichtig und lebensnotwendig. Der Mensch kann es im Körper nicht selber herstellen. Das bedeutet, Eisen ist essentiell und muss mit der Nahrung zugeführt werden.

Den größten Teil des Spurenelementes Eisen finden wir in unserem Blut- und Muskelfarbstoff. Als Baustein dieser Farbstoffe bindet Eisen Sauerstoff und transportiert ihn in jede Zelle unseres Körpers. Aber auch viele Enzyme benötigen Eisen, um bestimmte Körperfunktionen steuern zu können.

Ohne Sauerstoff erlischt die Kerze, und ohne Sauerstoff erlischt das Leben. Ein deutliches Anzeichen für Eisenmangel und damit Sauerstoffmangel ist ständige Müdigkeit und Abgeschlagenheit.

Sauerstoff schenken uns grüne Pflanzen. Diese enthalten den Farbstoff, Chlorophyll. Chlorophyll ist der Motor für die Photosynthese, ein Prozess, bei dem aus Kohlendioxid, Wasser und Sonnenlicht letztlich Glucose und Sauerstoff entstehen.

Chlorophyll ist in der Struktur fast identisch mit dem roten Blutfarbstoff Hämoglobin. Beide Strukturen unterscheiden sich nur durch ihr zentrales Metallatom. Beim Chlorophyll ist es Magnesium, beim Hämoglobin ist es Eisen. Man bezeichnet Chlorophyll sogar als „grünes Blut“.

Warum erkläre ich Ihnen diesen Zusammenhang, liebe Leser?

Nun, ich werde oft gefragt, ob eine vegetarische oder vegane Kost den Eisenbedarf des Körpers decken kann? Die Antwort lautet: „Ja“!

Lassen Sie den Teller grün leuchten

Sicher ist das Fleisch eine exzellente Eisenquelle. Es ist schließlich reich an Hämoglobin mit seinem zentralen Eisenatom. Dieses sogenannte Häm-Eisen kann von unserem Körper recht gut resorbiert werden. Eisen in pflanzlichen Lebensmitteln ist an andere Stoffe gebunden. Man spricht vom Nicht-Häm-Eisen, das vom Körper weniger gut aufgenommen werden kann.

Enthält das eisenhaltige Lebensmittel Chlorophyll, kann das grüne Blut trotz der niedrigen Bioverfügbarkeit des Eisens einem Eisenmangel vorbeugen. Schon im Jahre 1936 entdeckte Dr. Arthur Patek, dass grüne, chlorophyllhaltige Nahrungsmittel die Zahl der roten Blutkörperchen und Hämoglobinmenge viel schneller ansteigen lassen als reine Eisenpräparate. Was könnte da besser sein, als viel grünes Gemüse zu essen. Grünkohl, Spinat, Feldsalat, Brokkoli und grüne Kräuter liefern sowohl Eisen als auch Chlorophyll. Darum meine erste Empfehlung:

Lassen Sie den Teller oder auch das Glas grün leuchten.

Mein Tipp: Wählen Sie Saaten, Nüsse und Hülsenfrüchte

Neben dem grünen Gemüse gibt es natürlich auch andere Lebensmittel, die eine gute Eisenquelle sind. Dazu gehören viele Saaten und Nüsse, wie zum Beispiel: Pinienkerne, Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne, Hanfsamen und Leinsamen. Wir bieten bei GEFRO einen Omega Kerne/Samen Mix an. Der lässt sich wunderbar ins Brot und sonstige Backmischungen einbacken, ist eine raffinierte Zutat in Joghurt, Müsli, Brei oder Quark und verfeinert als pikantes Topping (Obst-) Salat oder Süßspeisen.

Eisenreich sind auch Hülsenfrüchte, Schwarzwurzeln und viele Getreidearten (Dinkel, Hirse oder Vollkornreis).

Vitamin C erhöht die Bioverfügbarkeit von Eisen aus pflanzlichen Nahrungsmitteln

Wenn eisenreiche vegetarische oder vegane Nahrungsmittel auf dem Tisch stehen, reichen Sie hierzu einen frischen Salat z.B. mit Paprika, trinken Sie ein Glas Orangensaft oder essen Sie zum Abschluss ein Dessert mit viel frischem Obst. Das darin enthaltene Vitamin C verbessert die Eisenverfügbarkeit für den Körper, d.h. das Eisen wird leichter verwertbar.

Es gibt auch Lebensmittel, die die Eisenaufnahme hemmen

Kaffee- und Schwarzteetrinker sollten den Tee oder Kaffee nicht zum Essen oder unmittelbar danach genießen. Die Gerbsäuren in diesen Getränken binden das Eisen schon im Magen. Es findet dann nicht den Weg durch die Darmwand ins Blut, sondern nach draußen. Den gleichen negativen Effekt auf die Eisenresorption haben calciumreiche Lebensmittel. Calcium bildet mit Eisen einen unlöslichen Komplex. Nach dem eisenreichen Essen sollte keine Quarkspeise oder Joghurt als Nachspeise gegessen werden. Auch das Glas Rotwein zum Essen ist bei Eisenmangel nicht zu empfehlen. Rotwein oder aber der rote Traubensaft ist reich an Polyphenolen. Polyphenole sind als Antioxidationsmittel für unseren Organismus zwar sehr wertvoll, aber auf die Eisenresorption wirken sie hemmend.

Bei einem Eisenmangel muss aber weder auf Milchprodukte, Kaffee, Tee, Traubensäfte oder das Gläschen Rotwein verzichtet werden. Die entscheidende Rolle für die Eisenaufnahme spielt lediglich die richtige Zusammenstellung der Mahlzeiten.

Weitere Tipps und Infos zum Thema Ernährung finden Sie in unserem GEFRO Shop in unseren Ernährungstipps oder in unseren GEFRO Journalen.

Kommentare

  1. Toller Artikel, gerade der Verzicht von Tee und Kaffee zu den Mahlzeiten ist ein wichtiger Aspekt der sich nicht intuitiv ergibt. Den Teller etwas grüner zu gestalten ist aber natürlich auch unabhängig von dem enthaltenen Eisen der richtige Weg 🙂

    • Simone Kuisle

      Lieber Steffen, vielen Dank für Ihren Kommentar. Schön, dass Ihnen der Artiel so gut gefällt. Wir sind genau Ihrer Meinung – ganz unabhängig vom Eisen ist es wichtig den Teller grün zu gestalten. Wir wünschen Ihnen einen schönen Tag. Viele liebe Grüße aus Memmingen, Ihr GEFRO-Team

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

wp-puzzle.com logo