Molke – Wellness für Stoffwechsel und Haut 

Molke – schon häufig gehört oder auch probiert, aber was ist Molke eigentlich? Und warum ist Molke gut für meinen Körper?  
Molke kann nämlich noch viel mehr als nur satt machen. Molke ist prima für unseren Stoffwechsel und hilft auch bei sensibler Haut.  
Zahlreiche Infos und Rezepte zum Genießen finden Sie im folgenden Blogbeitrag von unserer Ernährungsspezialistin Fr. Dr. rer. nat. Rita Hein. 


Was ist Molke und wie entsteht sie? 

Molke erhält man bei der Käseherstellung. Eine andere Bezeichnung ist Käsemilch. Molke ist letztlich die wässrige grünlich-gelbe Restflüssigkeit, die nach der Gerinnung der Milch zu Käse oder Quark abgesondert werden kann. Es gibt zwei Sorten von Molke: die Süßmolke, die entsteht, wenn man Milch mit Lab zur Käseherstellung dick legt, und die Sauermolke, die entsteht, wenn der Milch Milchsäurebakterien zugesetzt werden. Die Zusammensetzung und die Wirkung ist aber nahezu gleich. GEFRO Süßmolke ist eine Naturmolke. Es wird kein Süßstoff oder Zucker zugesetzt.

Die alten Griechen und Römer schätzten Molke als Schönheits- und Heilmittel. In unserem Jahrhundert gerieten die Wirkungen der Molke jedoch in Vergessenheit. Im Zuge der Wiederentdeckung altbewährter Heil- und gesunder Nahrungsmittel erlebt Molke jedoch eine Renaissance.


Positive Effekte von Molke auf den gesamten Stoffwechsel 

Die Molke ist frei von schwerverdaulichem, minderwertigem Eiweiß und nahezu frei von Fett.

Ein regelmäßiger Molketrunk liefert neben hochwertigem Eiweiß und Milchzucker wichtige Vitamine und Mineralstoffe und hat einen positiven Einfluss auf das gesamte Stoffwechselgeschehen unseres Organismus:

  • Molke ist leicht bekömmlich und angenehm sättigend
  • Molke reguliert schonend die Verdauung
  • Molke hat antimikrobielle Wirkungen im Darm
  • Molke verbessert die natürliche Darmflora
  • Molke hat eine Cholesterinspiegel senkende Wirkung
Molke enthält hochwertiges Eiweiß und ist nahezu frei von Fett


Wie wird Molke verdaut? 

Die Molke verhält sich wie Wasser, sie passiert ungehindert den Magen. Die in der Molke enthaltene Lactose (Milchzucker) wird relativ langsam gespalten und kann deshalb in tiefere Darmabschnitte gelangen, wo sich die Wirkung der Molke entfaltet. Sie reguliert in schonender Weise die Verdauung. Aber Vorsicht: Menschen, die unter einer Lactoseintoleranz leiden, vertragen die Molke nicht. Der Milchzucker wird im Darm teilweise bakteriell vergoren. Die entstehende Milchsäure sorgt für eine gesunde Darmflora und regt gleichzeitig die Darmmotorik an. In dem entstehenden sauren Milieu werden unerwünschten Bakterien abgetötet, die Entwicklung nützlicher Bakterien wird dagegen unterstützt. Ferner fördert Milchzucker die Aufnahme von Calcium und Zink aus dem Darm.

Molke als Unterstützung für’s Wohlfühlgewicht 

Der positive Einfluss von Molke auf das gesamte Stoffwechselgeschehen hilft, wenn überschüssige Pfunde purzeln müssen.

Oftmals setzen wir uns mit Diäten und selbst auferlegten Verboten unter einen enormen Erfolgsdruck. Ständiges Diäthalten verlangt neben dem Alltagsstress ein großes Maß an zusätzlicher Kraft und Ausdauer. Viele Menschen werden in dieser Situation reizbar und nervös.
Wir zwingen uns, das Gesunde zu essen und träumen insgeheim von der Currywurst mit schönen frischen Pommes frites.

Entscheiden Sie sich für die kohlenhydratreduzierte Kost. Aber bitte verzichten Sie auf Verbote.
Vorsätze wie: ab morgen esse ich keine Schokolade mehr oder ab jetzt nur noch Vollkornbrötchen, sind zum Scheitern verurteilt. Die Gedanken kreisen permanent um das verbotene Lebensmittel und irgendwann werden wir schwach. Jetzt folgt ganz schnell die Einstellung: „jetzt ist es auch egal!“ Wenn Sie auf Erfolgskurs setzen wollen, sollten Sie Ihre Ziele flexibel gestalten.

Mal versuchen: 1x wöchentlich
Molketrunk statt Abendessen

Ein kleines Ziel könnte auch sein, in der Woche eine Abendmahlzeit durch einen Molketrunk zu ersetzen. Vielleicht wählen Sie dafür immer einen ganz bestimmten Wochentag, z.B. Montag nach dem Wochenende. Sie gleichen eventuelle Sünden vom Wochenende schnell wieder aus und starten bewusst in die neue Woche.

Rühren Sie Molke am besten in Wasser an. Nach dem Molketrunk verspüren Sie ein angenehmes Sättigungsgefühl. Um den Molketrunk geschmacklich zu variieren, geben Sie einfach einen Schuss möglichst zuckerarmen Fruchtsaft hinzu. In Milch sollte das Pulver nicht angerührt werden. Durch das Milchfett und das in der Milch enthaltene Kasein wird die Molke schwerer verdaulich und gelangt deshalb nicht mehr so schnell in den Darm.

Molkebad: Wellness für sensible und zu Allergien neigender Haut 

Molke kann auch äußerlich angewendet werden. Milchsäure spielt im menschlichen Organismus eine große Rolle und wird von ihm auch selbst gebildet. Sie kommt in Organen, Sekreten, im Magensaft, Schweiß und Urin vor. Für eine gesunde Haut ist sie sehr wichtig, da sie ein Bestandteil des Säureschutzmantels ist. Und die in Molke vorkommende Milchsäure entspricht in ihrer chemischen Struktur der vom menschlichen Körper gebildeten. Deshalb soll Molke der Haut bei der Selbstheilung helfen und auch von empfindlicher, zu Allergien neigender Haut, vertragen werden.

Geben Sie einfach einige Esslöffel Molkepulver ins warme Badewasser.
Beim Baden entsteht ein feiner Film aus Milcheiweiß auf der Haut, der vor Austrocknung schützt.


Erfrischende Rezepte mit Süßmolke

Gekühlte Bananenmolke mit Erdbeerspieß
Beeren-Honigmüsli mit Sonnenblumenkernen
Birnen-Honig-Molke mit Holundersaft
Frühstücks-Beerendrink mit süßem Quarkbrot


Ihre Dr. rer. nat. Rita Hein,

Heilpraktikerin und Ernährungsberaterin


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Kommentare

  1. Sabine Ricke

    Hallo und einen Guten Tag!
    Ist es in naher Zukunft möglich, ein Molkeprodukt “mit Geschmack”, z Bsp. Himbeer, Waldfrucht, Vanille oder sogar Schoko von Gefro zu kaufen?
    Vielen Dank.

    • Simone Kuisle / GEFRO-Team

      Liebe Sabine,

      vielen Dank für Ihren Blog-Kommentar. Leider ist bis jetzt sowas in der Art nicht angedacht. Wir geben Ihren Vorschlag aber sehr gerne an unsere Produktabteilung weiter. Wir freuen uns immer über Verbesserungsvorschläge und neue Ideen!

      Viele liebe Grüße aus Memmingen

      Ihre Simone Kuisle
      GEFRO-Team

  2. Ria Pöhland

    Kann ich Molke auch bei Milchunverträglichkeit trinken.

    • Simone Kuisle / GEFRO-Team

      Liebe Ria,

      vielen Dank für Ihren Kommentar. Leider können Sie bei einer Milchunverträglichkeit keine Molke trinken!
      Bei weiteren Frage können Sie sich gerne jeder Zeit bei uns melden!

      Viele liebe Grüße aus Memmingen

      Ihre Simone Kuisle
      GEFRO-Team

    • Müller Jakob

      Darf ich, als dieabetikerTyp 2,der Produkt Molke einnehmen?

      • Simone Kuisle / GEFRO-Team

        Hallo lieber Jakob,

        vielen Dank für Ihren Blog-Kommentar. Molke enthält Michzucker. Dieser Milchzucker oder auch Lactose genannt, gehört zu den Zuckern, die relativ langsam gespalten und deshalb verzögert resorbiert werden. D.h. Milchzucker geht langsamer in die Blutbahn über als normaler Haushaltszucker. Milchzucker ist daher – in Maßen – für Zuckerkranke ebenso geeignet, wie für Nicht-Zuckerkranke.

        Darum darf ein Diabetiker die Molke gerne trinken. Gegen ein bis zwei Gläser Molke in der Diabeteskost ist daher nichts einzuwenden.

        Wir hoffen, dass wir Ihnen damit weiterhelfen konnten.
        Gerne dürfen Sie sich bei weiteren Fragen bei uns melden.

        Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag!

        Viele liebe Grüße aus Memmingen
        Ihre Simone Kuisle
        GEFRO-Team

  3. Dr. rer. nat Rita Hein / GEFRO Ernährungsberatung

    Mich erreichte gerade die Frage nach der Dosierung der Molke. Der Leser möchte hin und wieder die Abendmahlzeit durch einen Molketrunk ersetzen.
    Da diese Frage vielleicht auch andere Leser interessiert, lesen Sie hier meine Antwort:
    „Wenn Sie das Abendbrot durch Molke ersetzen möchte, rühren Sie einen gestrichenen Esslöffel Molkepulver in ca. 250 ml Wasser an.

    Wie ich in meinem Beitrag geschrieben habe, regt Molke den Darm an.
    Es darf bei der Dosierung nicht zu Durchfällen kommen.
    Wenn Sie den Molketrunk gut vertragen, können Sie die Dosierung auch auf einen gehäuften Esslöffel erhöhen“.

  4. Ich bin Typ 2 Diabetiker und pass kontinuierlich auf auf was und wieviel ich esse und trinke. Ist Sußmolke für mich verträglich?

    • Simone Kuisle / GEFRO-Team

      Hallo lieber Steffon,

      vielen Dank für Ihren Blog-Kommentar. Molke enthält Michzucker. Dieser Milchzucker oder auch Lactose genannt, gehört zu den Zuckern, die relativ langsam gespalten und deshalb verzögert resorbiert werden. D.h. Milchzucker geht langsamer in die Blutbahn über als normaler Haushaltszucker. Milchzucker ist daher – in Maßen – für Zuckerkranke ebenso geeignet, wie für Nicht-Zuckerkranke.

      Darum darf ein Diabetiker die Molke gerne trinken. Gegen ein bis zwei Gläser Molke in der Diabeteskost ist daher nichts einzuwenden.

      Wir hoffen, dass wir Ihnen damit weiterhelfen konnten.
      Gerne dürfen Sie sich bei weiteren Fragen bei uns melden.

      Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag!

      Viele liebe Grüße aus Memmingen
      Ihre Simone Kuisle
      GEFRO-Team

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