Spargel – Wissenswertes über das Multitalent

Spargel schmeckt nicht nur hervorragend – er ist richtig gesund und versorgt unseren Körper mit Mineralstoffen und Vitaminen. Was steckt drin im Spargel? Woran erkennt man frischen Spargel? Weshalb kann Spargel Schwung in unser Liebesleben bringen? Und weshalb liegt auf der Toilette diese markante Spargelnote in der Luft?

Jede Menge Fragen! Jede Menge Antworten finden Sie im folgenden Blogbeitrag von Frau Dr. rer. nat. Rita Hein.


In China und Ägypten ist Spargel seit etwa 5000 Jahren bekannt, damals leisteten sich ausschließlich reiche Menschen den Genuss. In Deutschland soll er angeblich um 1550 in Stuttgart das erste Mal angebaut worden sein. Heute erfreut sich kaum ein anderes Gemüse größerer Beliebtheit als der Spargel. Für alle Liebhaber der Genießer Stangen hat jetzt die 5. Jahreszeit begonnen. Von Mitte April bis zum 24. Juni (Johannistag) ist Spargelerntezeit. Der Volksmund sagt: “Bis Johanni nicht vergessen: sieben Wochen Spargel essen.”

Frühlingssalat mit Spargel, Käse und Schinken – das müssen Sie unbedingt ausprobieren!

Ob Spargelsuppen, Salate mit Spargel, Spargel mit Schinken oder als Gratin, der Spargel ist vielseitig und fordert den Koch oder die Köchin zu immer neuen Speisekreationen heraus.

Um nicht ungewollt zu überlagerter Ware zu greifen, sollte man die Stangen vor dem Kauf genau prüfen. Sie sollten knackig sein, keine Druckstellen und feste geschlossene Köpfe haben. Frischer Spargel quietscht, wenn man die Stangen aneinander reibt.


Gesunder Genuss


Spargel ist ausgesprochen kalorienarm (in 100 g stecken nur 17 kcal.), aber reich an Mineralstoffen und Vitaminen. Anerkannt ist die anregende Wirkung des Spargels auf die Nieren und den Stoffwechsel.

100 g Bleichspargel enthalten:

  • Eiweiß 1,9 g
  • Kohlenhydrate 2,2 g
  • Fett 0,1 g
  • Ballaststoffe 1,5 g
  • Natrium 4 mg
  • Kalium 203 mg
  • Calcium 26 mg
  • Phosphor 46 mg
  • Eisen 0,7 mg
  • Vitamin C 20 mg
  • Vitamin B1 0,11 mg
  • Vitamin B2 0,11 mg
Spargel regt den Stoffwechsel an und entwässert den Körper.

Spargel besitzt medizinische Wirkungen. Spargelgemüse ist leicht verdaulich, gut bekömmlich und eignet sich sehr gut zur Gewichtsreduktion.
Der hohe Gehalt an Kalium ist günstig bei hohem Blutdruck. Spargel regt den Stoffwechsel an und entwässert den Körper. Die glykämische Last des Spargels ist sehr niedrig, das bedeutet, dass er den Blutzuckerspiegel kaum beeindruckt. Diabetiker und Abnehmwillige können den Spargel ohne Reue genießen.

Der Ballaststoffgehalt im Spargel ist zwar nicht hoch, doch das Gemüse enthält einen ganz besonderen Ballaststoff, das Inulin. Inulin ist ein löslicher Ballaststoff, der den guten Darmbakterien als Nahrung dient und dadurch die Darmflora positiv beeinflusst. Lesen Sie dazu auch gerne unseren Blogbeitrag “Lösliche Ballaststoffe“.

Eine große Portion Spargel von 500 Gramm deckt bereits 80 Prozent des Tagesbedarfs an den Vitaminen C und E und fast die Hälfte des Folsäure- und Kaliumbedarfs.


Der Spargel und die Liebe

Spargel wurde schon im antiken Rom als Aphrodisiakum verehrt, nicht zuletzt aufgrund seiner eindeutigen Phallus-Form. Der „sinnliche Stängel“ kurbelt die Produktion der Geschlechtshormone bei Mann und Frau an und hat dadurch direkten Einfluss auf die Steigerung der Libido.


Gichtpatienten müssen Maß halten


Es gibt es auch eine negative Seite des Spargelgenusses: In den Stangen stecken relativ viele Purine, die im Körper zu Harnsäure umgewandelt werden und Gichtanfälle auslösen können. Auch wenn Spargel längst nicht so viele Purine enthält wie zum Beispiel Fleisch, sollten Gichtpatienten daher beim Schlemmen Maß halten.


Spargel-Pipi


Gehören Sie auch zu den Menschen, die auf der Toilette sofort riechen, ob der Vorgänger Spargel gegessen hat?

Spargel enthält Asparagusinsäure, die den Spargel vermutlich vor Schädlingen schützt und das Wachstum unter dem Erdwall beschleunigt. Die Asparagusinsäure ist eine Schwefelverbindung, die im Körper verstoffwechselt und anschließend mit dem Urin ausgeschieden wird. Aber es ist nicht bei jedem Menschen so. Sogar die Mehrheit besitzt das Enzym, das die Asparagusinsäure abbaut, nicht.

Es liegt was in der Luft…

Verschiedene Studien zeigen, dass nur 40 Prozent der Menschen zu den sogenannten Ausscheidern von Abbauprodukten im Urin gehören. Zu welcher Kategorie man gehört, bestimmt ein Gen. Es wird dominant vererbt. So reicht also ein Elternteil, das über das Enzym verfügt, damit auch die Kinder vom “Spargel-Pipi” reden.
Es gibt auch Menschen, die Spargelpipi zwar ausscheiden, aber nicht über das Gen verfügen, um die „spezielle Geruchsnote“ auch wahrzunehmen.

Egal ob mit oder ohne Spargelpipi: Spargel ist gesund und lecker. Und Toilette oder Bad kann man lüften.

Und wenn Sie jetzt so richtig Lust auf Spargel haben – wir haben eine große und vielseitige Auswahl an Spargelrezepten auf unserer Website. Viel Spaß beim Stöbern und Nachkochen!



Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag.

Ihre Dr. rer. nat. Rita Hein,

Heilpraktikerin und Ernährungsberaterin


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