Sellerie im Portrait: überraschend, vielfältig und sehr gesund

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„Sellerwas? Den gibt es doch immer in diesem fertig gepackten Suppengrün im Supermarkt zu kaufen, oder?“ Viele kennen Sellerie als Teil des klassischen Suppengemüses. Zusammen mit Karotten, Lauchgemüse und Kräutern bringt er seit jeher die richtige Würze in Suppen und Soßen. Er gehört zu den Wurzelgemüsen, ist etwas schrumpelig, meist unscheinbar, ein bisschen unansehnlich und häufig (leider!) völlig unterschätzt. Die Pflanzen haben es nämlich in sich. Sie sind natürliche Fitmacher, gehaltvolle Vitaminbomben und galten schon im alten Ägypten als Heilpflanze. Sie glauben das nicht? In unserem Gemüseporträt des Monats stellen wir Ihnen die überraschende Pflanze Sellerie einmal etwas genauer vor.

Multitalent Sellerie vom Scheitel bis zur Sohle

Die Sellerieknolle ist die Wurzel der Pflanze und erinnert an eine ziemlich wuchtige Kartoffel oder ein überdimensionales, verknotetes Wollknäuel in der Größe eines Handballs. Aus dieser fleischigen Wurzel, die verzweigt und spindelförmig ist, wachsen dann dicke Stängel mit grünen Blättern (ähnlich wie bei der glatten Petersilie). Lange Zeit fristete der Sellerie sein Dasein als bloßes Suppengemüse, doch langsam zeigt sich sein wahres Potential als Multitalent. Ob als Saftzutat, frischer Salat, in Form eines knusprigen Schnitzels aus der Pfanne, klassisch als fruchtig-cremige Suppe oder gedünstet – Sellerie ist vielfältig und immer für eine Überraschung gut. Die Sellerie Pflanze ist dabei vor allem eines: außerordentlich gesund.

Pflanze mit viel Power

Während der Sellerie heutzutage hauptsächlich in der Küche Verwendung findet, war er früher auch ein wichtiger Bestandteil der Hausapotheke. Sellerie ist u. a. reich an Calcium, Eisen, Magnesium, Folsäure und essenziellen Aminosäuren. Selleriestangen haben einen hohen Vitamin A Gehalt und sind gleichzeitig eine hervorragende Quelle für Vitamin B1, B2 und B6. Seine ätherischen Öle, die dem Sellerie auch sein typisches Aroma geben, beruhigen und wirken direkt auf unser Nervensystem. Im alten Ägypten wurde schon um 1.200 v. Chr. der Vorfahr unseres heutigen Selleries – der Wildsellerie – als Heilpflanze gegen rheumatische Beschwerden genutzt. Gerade bei Gicht und Rheuma ist eine ausreichende Entwässerung extrem wichtig, damit die entsprechenden Schlacken, v. a. die Harnsäure, besser aus dem Körper ausgeschieden werden können. Was viele nicht wissen: Der hohe Kaliumgehalt des Selleries hat eine harntreibende Wirkung. Wenn man so will, ist Sellerie das perfekte Gemüse zum Entschlacken. Darüber hinaus enthält die Power-Pflanze auch eine Vielzahl von Antioxidantien und schützt den Magen. Ein Tee aus einer Handvoll Staudensellerie zum Beispiel kann überschüssige Magensäure neutralisieren und so zu mehr Wohlbefinden beitragen. Darüber hinaus wirkt das enthaltene Apigenin entzündungshemmend. Sie sehen, Sellerie kann viel mehr als „nur“ Ihre Suppen würzen!

Einfacher Biegetest beim Kauf

Frischer Sellerie ist weiß bis gelblich-hellgrün. Kaufen Sie am besten mittelgroße Exemplare, deren Fasern nicht so stark ausgeprägt sind. Die Schnittstellen der Knolle sollten frisch aussehen und nicht dunkel verfärbt oder trocken sein. Wir empfehlen einen einfachen Biege-Test vor dem Kauf: Frische Selleriestangen lassen sich nicht biegen und brechen sofort. Selbstverständlich sollten Sie den Sellerie bei erfolgreichem Test dann auch kaufen!

Wie bereiten Sie am liebsten Sellerie zu? Klassisch als Suppe oder gebacken und welche Gewürze verwenden Sie am liebsten dazu? Verraten Sie uns Ihre Rezepte und Tipps!

 

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