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Wassermelone – Obst des Monats August Sie gehört zum Sommer wie warme Abende, ein Platz im Schatten und das erste gemeinsame Essen im Freien. Mit ihrer imposanten Größe fällt die Wassermelone sofort auf. Doch ihr eigentliches Talent zeigt sich erst, wenn sie angeschnitten wird: Dann wird aus der grünen Riesin eine Gastgeberin, die Menschen zusammenbringt und mit jeder Scheibe ein wenig Sommer verschenkt. Die Gastgeberin des Sommers Sie wird mit beiden Händen auf den Tisch gelegt. Einen Moment später greift jemand zum Messer. Mit dem ersten Schnitt gibt die dicke grüne Schale nach. Schon werden die leuchtend roten Scheiben verteilt. Fast automatisch rücken alle ein wenig näher. Die Wassermelone gehört zu den wenigen Früchten, die kaum für eine Person allein gedacht sind. Sie wird geteilt – beim Picknick, am Badesee, auf dem Grillfest oder beim gemeinsamen Essen im Garten – kaum ist sie angeschnitten, gehört sie allen. Und mit ihr beginnen oft die schönsten Sommermomente. Hinter der dicken Schale Mit ihrer dunkelgrünen Schale und ihrer beachtlichen Größe wirkt die Wassermelone zunächst eher beeindruckend als einladend. Manche bringen mehr als zehn Kilogramm auf die Waage. Mit dem ersten Schnitt leuchtet kräftig rotes Fruchtfleisch auf, eingerahmt von einem hellen Rand und – je nach Sorte – den typischen schwarzen oder braunen Kernen. Von außen wirkt sie fast unnahbar. Innen zeigt sie eine ganz andere Seite. Was die Gastgeberin auftischt Eine gute Gastgeberin weiß, dass Vielfalt Lust macht, Neues zu entdecken. Die Wassermelone hat dafür einiges anzubieten. Mit ihrem hohen Wassergehalt sorgt sie an warmen Tagen für eine angenehme Erfrischung und liefert unter anderem Vitamin C, Kalium sowie den roten Pflanzenfarbstoff Lycopin. Lycopin zählt zu den bekanntesten Pflanzenfarbstoffen und ist seit vielen Jahren Gegenstand wissenschaftlicher Forschung. Weniger bekannt ist Citrullin – eine Aminosäure, die vor allem im hellen Fruchtfleisch direkt unter der Schale vorkommt und im Körper unter anderem als Vorstufe von Arginin dient. Gerade dieser helle Bereich wird häufig großzügig weggeschnitten, obwohl er ebenfalls essbar ist. Sein Geschmack erinnert ein wenig an Salatgurke und macht ihn zu einer interessanten Zutat für Salate, Smoothies oder andere sommerliche Gerichte. Ob pur, als fruchtiger Salat, vom Grill oder als kalte Suppe – die Wassermelone lässt sich immer wieder neu entdecken. Was von ihr bleibt Irgendwann ist auch das letzte Stück verschwunden. Auf dem Tisch bleibt nur noch die grüne Schale. Die Gespräche gehen weiter, das Lachen wird lauter. Unbemerkt steckt ein Kind einen der Kerne in die Hosentasche. Morgen wird er in einen Blumentopf oder ins Gartenbeet gepflanzt – in der festen Hoffnung, dass daraus seine Wassermelone wächst. Manche Erinnerungen schmecken nach Wassermelone. Du hast Lust auf Rezepte mit Wassermelone? Klick gleich hier unter www.gefro.de rein: Gegrilltes Limettenhähnchen mit Wassermelonensalat | GEFRO Veganer Auberginensalat mit Basilikum, Minze & Wassermelone | GEFRO Beste Grüße aus dem Allgäu Rita Hein
Wenn der Grillabend beginnt Kaum steigt der erste Duft vom Grill auf, füllt sich die Terrasse. Auf dem Tisch stehen knackige Salate, frisches Brot und verschiedene Dips. Die einen greifen zu buntem Grillgemüse, andere freuen sich auf Fisch oder ein saftiges Steak. Und irgendwo steht immer jemand, der wissen möchte, wie scharf die Marinade heute geworden ist. Spätestens jetzt zeigt sich: Am Grill sind sich längst nicht alle einig. Zum Glück. Denn während die einen feine Kräuternoten bevorzugen, darf es für andere ruhig etwas würziger oder sogar feurig werden. So unterschiedlich die Menschen an diesem Abend sind, so verschieden sind auch ihre Vorlieben beim Essen. Genau das macht einen gelungenen Grillabend aus: Jeder findet seinen persönlichen Lieblingsgeschmack. Und manchmal genügt schon die richtige Würze, um aus einem guten Gericht etwas ganz Besonderes zu machen. Für alle, die es leicht und sommerlich mögen An warmen Sommerabenden landen längst nicht nur Steaks und Würstchen auf dem Grill. Fisch, Hähnchen und buntes Gemüse bringen Leichtigkeit auf den Teller und passen wunderbar zu frischen Salaten und Kräuterdips. Wer es ausgewogen und harmonisch mag, setzt auf Würze, die den Eigengeschmack der Zutaten unterstreicht. Die BBQ Würzmischung Chicken & Fish begleitet diese feinen Aromen auf unaufdringliche Weise und lässt den Zutaten ihren eigenen Charakter. Denn gerade die leisen Töne machen einen sommerlichen Grillabend oft besonders angenehm. Der vielseitige Begleiter für viele Grillideen Während manche genau wissen, was auf ihrem Teller landen soll, probieren andere am liebsten von allem ein wenig. Ein paar Gemüsespieße, etwas Grillkäse, dazu ein Stück Fleisch und natürlich die verschiedenen Beilagen. Für diese bunte Vielfalt braucht es keine aufwendigen Marinaden, sondern eine Würze, die sich auf unterschiedliche Zutaten einlassen kann. Die BBQ Würzmischung Allrounder bringt kräftige Aromen mit, ohne sich festzulegen, und begleitet die verschiedensten Grillideen auf ganz unkomplizierte Weise. Manchmal ist es gerade die Vielfalt auf dem Teller, die einen Grillabend besonders macht. Und die Erkenntnis, dass man eigentlich schon satt war – bis die nächste Schüssel herumgereicht wurde. Wenn eine gute Pfeffernote den Unterschied macht Manche Dinge brauchen nicht viel, um zu überzeugen. Ein gutes Stück Fleisch, frisches Grillgemüse oder knusprige Kartoffeln bringen oft schon alles mit, was einen gelungenen Grillabend ausmacht. Genau dann sind es die kleinen Nuancen, die den Geschmack abrunden. Der Gewürz-Pfeffer verbindet ausgewählte Pfeffersorten mit einer ausgewogenen Würze und setzt Akzente, ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Denn wer einmal versucht hat, auf eine gute Pfeffernote zu verzichten, merkt schnell, was plötzlich fehlt. Würze mit angenehmer Wärme Nicht jeder, der zu Chili greift, sucht die große Schärfe. Oft geht es vielmehr um die Wärme und die besondere Tiefe, die bestimmte Gewürze mitbringen. Die Gewürzmischung Paprika-Chili verbindet würzige Paprikanoten mit einer angenehmen Schärfe und passt besonders gut zu Gerichten, die etwas mehr Charakter vertragen. Sie bringt Wärme auf den Teller, ohne dabei zu dominant zu werden. Und während am Tisch noch diskutiert wird, ob das nun schon scharf ist oder nicht, ist die Platte meist längst leer. Eine Prise Fernweh vom Grill Manchmal genügt ein besonderer Duft, um Erinnerungen zu wecken oder die Gedanken auf Reisen zu schicken. Gerade Gewürze schaffen das auf ganz besondere Weise. Mit Paprika, Chili, Kreuzkümmel und weiteren aromatischen Zutaten bringt Mexiko Chili eine ausdrucksstarke Würze auf den Grillteller. Die Mischung erinnert an gesellige Abende, lebendige Aromen und die Freude daran, immer wieder Neues zu entdecken. Spätestens wenn jemand nach dem Rezept fragt, hat die Mischung ihren Teil zum Grillabend beigetragen. Für alle, die es gerne etwas feuriger mögen An fast jedem Grillabend gibt es jemanden, der nach der schärfsten Marinade fragt. Nicht aus Mutprobe, sondern weil intensive Aromen für ihn einfach dazugehören. Die BBQ Würzmischung Extra Hot & Spicy verbindet verschiedene Gewürze mit einer deutlichen Schärfe und richtet sich an alle, die es gerne etwas temperamentvoller mögen. Schon kleine Mengen reichen oft aus, um Gerichten eine ganz eigene Richtung zu geben. Und spätestens jetzt greift jemand ganz gelassen ein zweites Mal zu, während die anderen erst einmal einen Schluck Wasser nehmen. Gemeinsam genießen – jeder nach seinem Geschmack Vielleicht ist genau das das Schöne an einem Grillabend: Obwohl alle am selben Tisch sitzen, muss niemand denselben Geschmack haben. Die einen mögen es leicht und frisch, die anderen würzig, aromatisch oder feurig. Die vorgestellten Gewürzmischungen zeigen, wie vielfältig Genuss sein kann. Mal stehen die leisen Töne im Vordergrund, mal kräftige Aromen oder eine angenehme Schärfe. Und genau diese Unterschiede machen das gemeinsame Essen so spannend. Am Ende geht es nicht darum, welche Würze die beste ist. Sondern darum, was auf dem eigenen Teller Freude macht – und welche Geschichten man an einem langen Sommerabend miteinander teilt. Beste Grüße aus dem Allgäu Rita Hein
Ein altes chinesisches Sprichwort sagt: „Der Bauch ist der Mittelpunkt des Lebens. Hunderte Krankheiten haben dort ihren Ursprung.“ Auch wenn diese Aussage bildhaft formuliert ist, steht heute außer Frage, dass der Darm eine wichtige Rolle für Gesundheit und Wohlbefinden spielt. Der Darm übernimmt weit mehr Aufgaben als die reine Verdauung. Er bildet eine bedeutende Barriere zwischen dem Körper und der Außenwelt. Solange diese Schutzfunktion intakt ist, haben unerwünschte Stoffe und Krankheitserreger deutlich schlechtere Chancen, in den Organismus einzudringen. Die Darmschleimhaut verfügt über eine enorme Oberfläche und ist eng mit dem Immunsystem verbunden. Wird diese Schutzschicht beeinträchtigt, kann sich das auf verschiedene Körperfunktionen auswirken. Deshalb ist eine gesunde Darmschleimhaut eine wichtige Voraussetzung für das körperliche Gleichgewicht. Die Darmflora – ein komplexes Ökosystem Unter dem Begriff Darmflora – heute häufig auch Mikrobiom genannt – versteht man die Gesamtheit der Mikroorganismen, die den Darm besiedeln. Dazu gehören zahlreiche Bakterienarten, die wichtige Aufgaben bei der Verdauung übernehmen. Diese Mikroorganismen helfen dabei, Nahrungsbestandteile zu verwerten, die von den körpereigenen Verdauungsenzymen nicht vollständig aufgeschlossen werden können. Gleichzeitig stehen sie in engem Austausch mit der Darmschleimhaut und tragen zu einem stabilen Darmmilieu bei. Gerät dieses empfindliche Gleichgewicht aus der Balance, sprechen Fachleute von einer Dysbiose. Mögliche Ursachen sind unter anderem Medikamente, eine sehr einseitige Ernährung, anhaltender Stress oder ein hoher Alkoholkonsum. Die Folge können Verdauungsbeschwerden wie Blähungen, Völlegefühl oder Veränderungen des Stuhlgangs sein. Bleibt ein solches Ungleichgewicht über längere Zeit bestehen, kann sich auch die Zusammensetzung der Darmflora verändern. Dadurch entstehen vermehrt Gärungs- und Abbauprozesse, bei denen unter anderem Gase gebildet werden, die für typische Blähungsbeschwerden verantwortlich sein können. Eine gesunde Darmschleimhaut und ein ausgewogenes Mikrobiom beeinflussen sich gegenseitig. Während die Schleimhaut den Mikroorganismen einen geeigneten Lebensraum bietet, unterstützen die Darmbakterien wiederum die natürlichen Schutzfunktionen des Darms. Der Darmschleimhaut etwas Gutes tun Eine ausgewogene, ballaststoffreiche Ernährung und regelmäßige Bewegung gehören zu den wichtigsten Grundlagen für die Darmgesundheit. Wer bislang eher ballaststoffarm gegessen hat, sollte die Umstellung schrittweise angehen. Eine plötzliche Erhöhung der Ballaststoffzufuhr kann vorübergehend zu Blähungen oder anderen Verdauungsbeschwerden führen.Hilfreich kann es sein, zunächst den Konsum stark verarbeiteter Lebensmittel und zuckerreicher Produkte zu reduzieren. Anschließend lassen sich nach und nach mehr Vollkornprodukte, Gemüse, Hülsenfrüchte und Obst in den Speiseplan integrieren. Ebenso wichtig ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Wasser unterstützt zahlreiche Stoffwechselvorgänge und hilft dabei, den Darminhalt geschmeidig zu halten. Besonders bei einer Neigung zu Verstopfung kann ein Glas Wasser am Morgen die natürliche Darmtätigkeit unterstützen. Auch regelmäßige Bewegung wirkt sich positiv auf die Verdauung aus. Spaziergänge, Radfahren oder andere körperliche Aktivitäten fördern die Darmbewegungen und unterstützen eine normale Verdauungsfunktion. Darmbakterien mögen Ballaststoffe Die Ernährung beeinflusst nicht nur die Darmschleimhaut, sondern auch die Zusammensetzung des Mikrobioms. Besonders günstig sind ballaststoffreiche Lebensmittel sowie traditionell fermentierte Produkte. Dazu gehören beispielsweise Sauerkraut, fermentiertes Gemüse oder andere milchsauer vergorene Lebensmittel. Sie können zu einer abwechslungsreichen Ernährung beitragen und werden häufig im Zusammenhang mit einer gesunden Darmflora genannt. Ebenfalls interessant sind sogenannte Präbiotika. Dazu zählen bestimmte Ballaststoffe wie Oligosaccharide und Inulin. Sie dienen den nützlichen Darmbakterien als Nahrung und kommen unter anderem in Hülsenfrüchten, Chicorée, Topinambur und Artischocken vor. Menschen mit empfindlicher Verdauung sollten die Aufnahme solcher Ballaststoffe jedoch langsam steigern. Gerade größere Mengen können anfangs Blähungen oder Bauchkrämpfe verursachen. Nahrungsergänzungen gezielt einsetzen Im Handel sind zahlreiche Produkte erhältlich, die das Mikrobiom unterstützen sollen. Ob solche Präparate sinnvoll sind, hängt jedoch von der individuellen Situation ab. Bei länger anhaltenden Verdauungsbeschwerden oder dem Verdacht auf eine gestörte Darmflora kann eine medizinische Abklärung sinnvoll sein. Auf dieser Grundlage lässt sich entscheiden, ob und welche Maßnahmen im Einzelfall geeignet sind. Viele Grüße aus Memmingen Rita Hein
Mit der Tomate beginnt die neue Rubrik „Gemüse oder Obst des Monats“. Für den Auftakt wurde eine Sorte gewählt, die seit vielen Jahren für Diskussionen sorgt. Denn die Tomate führt gewissermaßen ein Doppelleben: In der Küche gilt sie als Gemüse, aus botanischer Sicht spricht jedoch vieles für Obst. Die Tomate – Gemüse oder Obst? Kaum eine andere Kulturpflanze bewegt sich so selbstverständlich zwischen beiden Welten. Dabei ist die Frage nach der richtigen Einordnung nur ein kleiner Teil ihrer Geschichte. Die Tomate hat eine weite Reise hinter sich, wurde zunächst misstrauisch beäugt und schaffte es schließlich, zu einer der beliebtesten Pflanzen auf unseren Tellern zu werden. Nicht schlecht für eine Frucht, die lange Zeit eher im Blumenbeet als auf dem Esstisch zu finden war. Von Amerika nach Europa Die Geschichte der Tomate begann nicht in Italien und auch nicht im Mittelmeerraum. Ihre Heimat liegt viele tausend Kilometer entfernt in Mittel- und Südamerika. Dort wurde sie bereits kultiviert, lange bevor sie europäischen Seefahrern begegnete. Im 16. Jahrhundert trat die Tomate schließlich ihre Reise über den Atlantik an. Gemeinsam mit Kartoffeln, Mais und vielen anderen bis dahin unbekannten Pflanzen gelangte sie nach Europa. Ein Triumphzug war diese Ankunft allerdings noch nicht. Die ungewohnten Früchte wurden zunächst mit Skepsis betrachtet. Ihr Aussehen erinnerte manche Menschen an Pflanzen, die als giftig galten. Andere wussten schlicht nicht, was sie mit diesem Neuling anfangen sollten. So fand die Tomate ihren Platz zunächst häufiger in Gärten als auf Tellern. Dort durfte sie zeigen, was sie konnte: leuchtend rote Früchte hervorbringen und neugierige Blicke auf sich ziehen. Die rote Farbe der Tomate stammt übrigens vom Pflanzenfarbstoff Lycopin. Dieser Inhaltsstoff steht seit vielen Jahren im Fokus wissenschaftlicher Untersuchungen und zählt zu den bekanntesten Bestandteilen der Tomate. Die Karriere als beliebte Küchenzutat ließ noch etwas auf sich warten. Als die Tomate noch misstrauisch beäugt wurde Heute gehört die Tomate zu den beliebtesten Kulturpflanzen der Welt. Nach ihrer Ankunft in Europa sah die Sache allerdings ganz anders aus. Die auffällig roten Früchte weckten zwar Neugier, gleichzeitig aber auch Misstrauen. Die Tomate gehörte zur Familie der Nachtschattengewächse – und zu dieser Familie zählen einige Pflanzen, die tatsächlich giftig sind. Kein Wunder also, dass viele Menschen zunächst Abstand hielten. Lange Zeit wurde die Tomate deshalb vor allem als Zierpflanze geschätzt. Ihre leuchtenden Früchte machten sich schließlich auch im Garten ganz hervorragend. Erst nach und nach fand die Tomate ihren Weg in die Küchen Europas. Dort wurde schnell klar, dass sie weit mehr zu bieten hatte als ihre auffälligen roten Früchte. Die Tomate hatte ihren ersten großen Auftritt erfolgreich gemeistert. Zwischen zwei Welten Spätestens an dieser Stelle stellt sich die Frage vom Anfang erneut: Was ist die Tomate denn nun eigentlich – Obst oder Gemüse? Die Antwort hängt davon ab, wen man fragt. In der Küche scheint die Sache eindeutig. Tomaten landen im Salat, in Suppen oder auf der Pizza. Sie werden ähnlich verwendet wie Gurken, Paprika oder Zucchini und gelten deshalb ganz selbstverständlich als Gemüse. Die Botanik betrachtet die Sache jedoch aus einem anderen Blickwinkel. Dort zählt nicht, wie eine Pflanze verwendet wird, sondern wie ihre Früchte entstehen. Und genau hier beginnt das Doppelleben der Tomate. Botanisch gesehen entwickelt sich die Tomate aus der Blüte der Pflanze und enthält Samen. Damit erfüllt sie die Merkmale einer Frucht – und würde somit dem Obst zugeordnet. Die Tomate nimmt das erstaunlich gelassen. Seit Jahrhunderten bewegt sie sich zwischen beiden Welten und scheint bestens damit zurechtzukommen. Vielleicht liegt gerade darin ihr besonderer Reiz: Kaum eine andere Kulturpflanze schafft es, gleichzeitig Obst und Gemüse zu sein – je nachdem, aus welcher Perspektive man auf sie blickt. Mehr als rot und rund Wer bei Tomaten automatisch an kleine rote Kugeln denkt, macht es sich mit dieser Pflanze ein wenig zu einfach. Tatsächlich gibt es Tomaten in erstaunlicher Vielfalt. Manche sind kaum größer als eine Murmel, andere bringen ein stattliches Gewicht auf die Waage. Neben den bekannten roten Sorten finden sich auch gelbe, orangefarbene, grüne, violette und sogar fast schwarze Exemplare. Die Tomate scheint wenig Interesse daran zu haben, sich auf eine einzige Erscheinungsform festzulegen. Heute sind weltweit Tausende Sorten bekannt. Einige wurden speziell für den Anbau gezüchtet, andere werden seit Generationen von Hobbygärtnern und Sammlern bewahrt. So unterschiedlich die Früchte auch aussehen mögen – sie alle gehören zu derselben großen Tomatenfamilie. Und vielleicht liegt genau darin ein Teil ihres Erfolgs: Die Tomate erfindet sich immer wieder neu, ohne dabei ihre Wurzeln zu vergessen. Nicht schlecht für eine Frucht ... Die Tomate hat einen weiten Weg hinter sich. Von Mittel- und Südamerika führte ihre Reise nach Europa, wo sie zunächst mit Skepsis betrachtet wurde. Heute gehört sie zu den bekanntesten und beliebtesten Kulturpflanzen überhaupt. Ganz geklärt ist ihre Identität dabei bis heute nicht. In der Küche fühlt sie sich zwischen Gemüsearten wohl, aus botanischer Sicht spricht vieles für Obst. Die Tomate scheint mit dieser kleinen Ungewissheit bestens leben zu können. Vielleicht macht gerade das ihren besonderen Reiz aus. Sie passt in keine Schublade so richtig hinein und bewegt sich seit Jahrhunderten ganz selbstverständlich zwischen verschiedenen Welten. Nicht schlecht für eine Frucht, die ihre Karriere einst im Blumenbeet begann. GEFRO Tomaten-Rezepte Chili sin Carne mit feurigen Kartoffelwedges und Salsa Geflügelspieße mit Reis und Tomatensoße Viele Grüße aus Memmingen Rita Hein
Der einzige Planet mit einem Mindesthaltbarkeits-Problem Spoiler: Die meisten Produkte sind auch nach dem MHD noch absolut gut. Vertrau einfach Deinen Sinnen. Die Erde ist der einzige Planet mit GEFROs herzhaften Suppen & Soßen, aromatischen Würzmischungen und schnellen Lieblingsgerichten für jeden Tag. Mit Produkten, die uns den Alltag leichter und genussvoller machen. Und sie ist der einzige Planet, der Lebensmittel wegwirft – nur wegen eines Datums auf der Verpackung: Rund 10 % der Lebensmittelverschwendung entstehen, weil das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) missverstanden wird. Gerade am 5. Juni, dem Tag der Umwelt, ist das ein guter Moment, um genauer hinzuschauen – und vielleicht auch etwas zu verändern. Oft länger gut: Was das MHD wirklich bedeutet "Mindestens haltbar bis" bedeutet nicht grundsätzlich "Schlecht nach". Das MHD zeigt lediglich, bis wann ein Produkt seine beste Qualität behält – nicht, dass es danach automatisch ungenießbar ist. Viele Lebensmittel sind auch darüber hinaus noch einwandfrei, wenn sie richtig gelagert werden. Genau hier setzt die Initiative "Oft länger gut" von Too Good To Go, an der wir seit 2024 teilnehmen. Das Label auf unseren Produkten erinnert daran: Nicht sofort wegwerfen – erst prüfen. Verlass Dich dabei auf Deine Sinne: Schauen: Sieht das Produkt noch gut aus? Riechen: Riecht es wie gewohnt? Probieren: Schmeckt es noch einwandfrei? So einfach kannst Du Lebensmittelverschwendung reduzieren. Kleine Handlung, große Wirkung Was wie eine Kleinigkeit wirkt, hat eine große Wirkung. Denn jedes Produkt, das nicht im Müll landet, spart Ressourcen – von der Herstellung bis zum Transport. Und genau das zählt: viele kleine Entscheidungen im Alltag, die gemeinsam einen Unterschied machen. Zum Beispiel: Produkte auch nach Ablauf des MHD bewusst prüfen Vorräte sinnvoll nutzen gezielt Produkte kaufen, die bald verbraucht werden sollten Gemeinsam mit Too Good To Go Wir sind stolz, Teil der Initiative "Oft länger gut" zu sein und gemeinsam mit Too Good To Go ein stärkeres Bewusstsein für den Wert von Lebensmitteln zu schaffen. Hier erfährst Du mehr über unsere Kooperation, die Initiative und weitere Tipps zum Lebensmittel retten: GEFRO und Too Good To Go Jetzt entdecken, sparen und Lebensmittel retten Nachhaltig handeln kann so einfach sein – und sich doppelt lohnen: Aktuell erhältst Du ausgewählte Suppenpause Sets mit kurzem Mindesthaltbarkeitsdatum mit 50 % Rabatt. Pilz-Champion Suppenpause 6er Set - 50 % Rabatt Grüne Welle Suppenpause 6er Set - 50 % Rabatt Gute Beete Suppenpause 6er Set - 50 % Rabatt Diese Produkte sind qualitativ einwandfrei und viel zu schade für Tonne. Nutze die Gelegenheit, um Deine Lieblingsprodukte günstiger zu sichern und gleichzeitig Lebensmittel zu retten. Jetzt entdecken, sparen und Lebensmittel retten Schütze, was Dir wichtig ist Der Tag der Umwelt erinnert uns daran, wie wertvoll unsere Ressourcen sind. Lebensmittel verdienen mehr Aufmerksamkeit – und oft nur einen zweiten Blick. Wenn Du künftig das "Oft länger gut"-Label auf unseren Produkten siehst, weißt Du was zu tun ist: Vertrau Deinen Sinnen. Für Dich und für unsere Umwelt.
Auf einer Reise durch die Hügel und Ebenen des Mittelmeerraums trifft man sie auf Schritt und Tritt: knorrige, silbrig glänzende Olivenbäume, die als stille Wächter die Landschaft bestimmen. In ihrem Schatten atmet man den Duft von sonnenwarmen Blättern und reifen Früchten – ein Duft, der fast untrennbar mit dem fruchtigen Aroma des Olivenöls verbunden ist. Seit Jahrtausenden begleitet das „flüssige Gold“ das Leben der Menschen: als Lebensmittel, Heilmittel, Symbol und Kulturgut. Bereits in der Antike war Olivenöl weit mehr als nur Fettstoff – es war Teil von Ritualen, Körperpflege und politischer Macht. Kein anderes Öl blickt auf eine so reiche kulturelle Geschichte zurück. Heimat der Olivenbäume Was verbindet den Olivenbaum mit der Göttin Athene? Der Olivenzweig als Zeichen des Sieges und der Ehre Und nach dem Wettkampf: Olivenöl für Körperpflege und Regeneration Olivenöl in der Heilkunde – eine Reise durch die Geschichte Heimat der Olivenbäume Der Olivenbaum (Olea europaea) ist seit Jahrtausenden im Mittelmeerraum beheimatet. Einige der ältesten bekannten Exemplare sind über 2.000 Jahre alt und wurden bereits in der Antike kultiviert. Schon die Griechen und Römer schätzten den Baum – nicht nur wegen seiner nährstoffreichen Früchte, sondern vor allem wegen des wertvollen Öls, das sie daraus gewannen. Bis heute ist der Olivenbaum ein Symbol der mediterranen Kultur, fest verwoben mit Lebensweise, Küche und Geschichte der Region. Gleichzeitig ist er ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für viele Länder Südeuropas. Im Mittelmeerraum findet der Ölbaum ideale Wachstumsbedingungen: Er benötigt viel Sonne, ausreichend Niederschlag im Herbst und ein gemäßigtes Klima. Große Temperaturschwankungen und Frost verträgt er hingegen nur schlecht – daher gedeiht er bevorzugt in warmen, windgeschützten Lagen. Typisch für den Olivenbaum ist seine knorrige, oft bizarr gedrehte Form, die mit zunehmendem Alter noch markanter wird. Er wächst langsam, erreicht aber eine Höhe von 6 bis 10 Metern, in Ausnahmefällen auch mehr. Besonders bemerkenswert ist sein Wurzelsystem: Der Olivenbaum bildet tiefe, weit verzweigte Wurzeln, mit denen er auch in trockenen Sommermonaten an Wasser gelangt. Anders als viele heimische Bäume ist der Olivenbaum immergrün – das heißt, er wirft im Winter seine Blätter nicht ab. Seine kleinen, schmalen, silbrig-grünen Blätter sind ledrig und mit einer feinen Schutzschicht überzogen, die Wasserverdunstung reduziert – eine weitere raffinierte Anpassung an heiße, trockene Standorte. Was verbindet den Olivenbaum mit der Göttin Athene? Der Olivenbaum ist nicht nur ein landwirtschaftlich wertvoller Baum – er spielt auch in der griechischen Mythologie eine zentrale Rolle. Besonders eng ist er mit der Göttin Athene verbunden, der Namensgeberin der Stadt Athen. Einer alten Legende zufolge stritten sich Poseidon, der Gott des Meeres, und Athene, die Göttin der Weisheit, um die Schirmherrschaft über eine neue Stadt in Attika. Um den Streit zu entscheiden, forderten die Götter zu einem Wettstreit auf: Wer der Stadt das nützlichere Geschenk machen könne, solle als Schutzgott oder -göttin auserwählt werden. Poseidon schenkte einen Brunnen, doch das Wasser war salzig und damit für Mensch und Landwirtschaft kaum brauchbar. Athene hingegen pflanzte einen Olivenbaum. Ihr Geschenk schenkte den Menschen nicht nur Früchte und Öl, sondern auch Holz. Die Bürger wählten Athene zur Siegerin des Wettstreits, und zur Schutzgöttin ihrer Stadt, die fortan ihren Namen tragen sollte: Athen. Der Olivenzweig als Zeichen des Sieges und der Ehre Seit der Antike ist der Olivenzweig ein Symbol für Sieg, Frieden und Ehre. Schon in den frühen Hochkulturen des Mittelmeerraums schmückten Zweige des Ölbaumes die Häupter von Helden, Herrschern und Athleten – sowohl als Friedenszeichen nach Kriegen als auch als Auszeichnung bei sportlichen Wettkämpfen. Besondere Bedeutung hatte der Olivenkranz – auf Griechisch Kotinos genannt – bei den antiken Olympischen Spielen. Während moderne Sportveranstaltungen Medaillen verleihen, war es in der Antike der schlichte, aber hochsymbolische Zweig des heiligen Ölbaums, der den Sieger ehrte. Bis heute hat der Olivenzweig als Symbol des Friedens und der Verständigung überlebt – etwa im Logo der Vereinten Nationen oder auf vielen Staatswappen. Seine Wurzeln liegen jedoch tief in der griechischen Antike, wo sportliche Leistung, Ehre und Natur noch untrennbar verbunden waren. Und nach dem Wettkampf: Olivenöl für Körperpflege und Regeneration Nach dem sportlichen Wettkampf kam für die Athleten der Antike die Pflege – und auch dabei spielte das Olivenöl eine zentrale Rolle. Die Sportler ruben ihren gesamten Körper mit Öl ein, um die Haut zu schützen, zu pflegen und zu reinigen. Der Schweiß, vermischt mit Staub und Sand, blieb am Öl haften und wurde anschließend mit einem Strigil – einem gebogenen Schabeisen aus Metall – vom Körper abgeschabt. Diese Prozedur war weit mehr als bloße Reinigung: Sie diente der Regeneration, der Körperpflege und galt zugleich als Zeichen der Wertschätzung für den eigenen Körper. Schon damals wusste man um die hautpflegenden Eigenschaften des Olivenöls – es machte die Haut weich, geschmeidig und schützte vor Austrocknung durch Sonne, Wind und Staub. Olivenöl in der Heilkunde – eine Reise durch die Geschichte Schon in der ersten naturwissenschaftlichen Enzyklopädie der Antike – der Naturalis Historia (79 n. Chr.) des römischen Gelehrten Plinius dem Älteren – findet Olivenöl Erwähnung. Plinius empfahl Wein zur innerlichen und Olivenöl zur äußerlichen Anwendung. Auch in der Bibel gibt es zahlreiche Hinweise auf die Verwendung von Öl zu pflegenden und kultischen Zwecken. Olivenöl diente unter anderem als Grundlage für Salben und Pasten. Im Mittelalter nutzte auch Hildegard von Bingen (1098–1179) verschiedene Bestandteile des Ölbaumes zu heilkundlichen Zwecken. Neben dem Öl selbst verarbeitete sie auch Blätter, Rinde und Holz. So setzte sie einen Rindentee bei Gicht ein, während sie einen Aufguss aus Blättern bei Magenbeschwerden empfahl. Das Olivenöl verwendete sie nur zur äußerlichen Anwendung. Viele Grüße aus Memmingen Rita Hein
Kohlenhydrate begleiten unseren Alltag – in der Sprache, in Diäten, in Lebensmitteln und leider auch in vielen Missverständnissen. Kaum ein Nährstoff wird derart widersprüchlich diskutiert: Sie gelten als Energielieferant oder Dickmacher, als ungesund oder unentbehrlich. Dabei lohnt sich ein ruhiger Blick auf das, was sie wirklich sind – und woher sie kommen. Denn Kohlenhydrate sind keine Erfindung der modernen Ernährung. Im Gegenteil: Ohne sie gäbe es kein Leben. Die Kraft der Sonne – und der Anfang aller Nahrung Zuckerbausteine und Ketten – die Struktur macht den Unterschied Vollkornbrot oder Eiscreme – eine Frage der Kette Ballaststoffe – nicht überflüssig, sondern unersetzlich Die Kraft der Sonne – und der Anfang aller Nahrung Die Geschichte der Kohlenhydrate beginnt in den Pflanzen. Genauer gesagt: im Sonnenlicht. Pflanzen sind in der Lage, aus Licht, Kohlendioxid und Wasser den Zucker Glucose zu bilden. Dies geschieht durch Photosynthese – einen biochemischen Prozess, der nicht weniger ist als die Grundlage allen Lebens auf der Erde. In einem ersten Schritt entsteht Glucose – ein Einfachzucker, der dann in Stärke umgewandelt und gespeichert wird. Das geschieht nicht zufällig, sondern sehr gezielt: in Knollen, Samen, Wurzeln, Rhizomen. Überall dort, wo die Pflanze Reserven anlegt. Menschen und Tiere können das nicht. Wir können kein Sonnenlicht verstoffwechseln. Wir müssen essen. Und wir leben von dem, was Pflanzen mit Hilfe der Sonne aufgebaut haben: Zucker, Stärke, Ballaststoffe – Kohlenhydrate in ihrer ganzen Vielfalt. Zuckerbausteine und Ketten – die Struktur macht den Unterschied Chemisch betrachtet bestehen Kohlenhydrate aus Zuckereinheiten. Diese Zuckermoleküle reihen sich zu Ketten – mal kurz, mal lang. Genau diese Länge entscheidet später darüber, wie süß ein Lebensmittel schmeckt, wie schnell es Energie liefert oder wie lange es satt macht. Kurze Ketten bestehen aus ein oder zwei Bausteinen – wie Traubenzucker oder Haushaltszucker. Sie schmecken süß und gelangen sehr schnell ins Blut. Lange Ketten – wie die Stärke aus Kartoffeln oder Getreide – sind komplex. Der Körper muss sie zuerst in kleinere Einheiten zerlegen, bevor er sie verwerten kann. Das braucht Zeit – und genau das ist gut so: Der Blutzuckerspiegel bleibt stabil, das Sättigungsgefühl hält an. Und dann gibt es noch die Ketten, die wir gar nicht spalten können: die Ballaststoffe. Auch sie bestehen aus Zuckereinheiten, doch es fehlt uns das nötige Enzym, um sie zu zerlegen. Und gerade deshalb sind sie so wertvoll: Sie sättigen, regulieren die Verdauung und dienen den guten Darmbakterien als Nahrung. Vollkornbrot oder Eiscreme – eine Frage der Kette Ein Stück Vanilleeis schmeckt süß. Ein Stück Vollkornbrot nicht. Trotzdem enthält das Brot oft doppelt so viele Kohlenhydrate wie das Eis. Wie kann das sein? Die Erklärung liegt in der Art der Kohlenhydrate. Im Eis steckt Haushaltszucker – eine kurze, sofort süß schmeckende Kette. Im Brot steckt Stärke – eine lange Kette, die erst durch das Kauen und den Speichel langsam zu süßen Bausteinen zerlegt wird. Wer lange genug auf einem Stück Brot kaut, merkt: Es wird süß. Die Enzyme haben ihre Arbeit begonnen. Das zeigt: Nicht die Menge entscheidet, sondern die Form. Kurze Ketten gehen ins Blut wie ein Zuckerblitz – lange Ketten fließen langsam, gleichmäßig. Und Ballaststoffe? Die lassen sich Zeit. Sie tröpfeln kaum ins Blut, aber sie tun dem Darm gut. Ballaststoffe – nicht überflüssig, sondern unersetzlich Der Begriff Ballaststoff klingt fast abschätzig – als wäre es etwas, das nur „mitgeschleppt“ wird. Doch das Gegenteil ist der Fall. Ballaststoffe leisten viel: Sie sättigen, regulieren die Verdauung, senken das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und wirken schützend auf den Darm. Manche – wie Inulin oder Pektin – dienen sogar gezielt den „guten“ Darmbakterien als Nahrung. Andere – wie Cellulose – sorgen für Volumen und ein gutes Gefühl im Bauch. Wer sie regelmäßig auf den Teller bringt, unterstützt damit nicht nur die Verdauung, sondern auch das gesamte Wohlbefinden. Essenz Kohlenhydrate sind mehr als nur Zucker. Sie sind Sonnenlicht in gespeicherter Form, sie sind Bausteine des Lebens, sie sind Energieträger, Sattmacher und Helfer für unsere Verdauung. Entscheidend ist nicht, ob wir sie essen – sondern welche wir wählen. Im nächsten Teil widmen wir uns genau dieser Frage: 👉 Warum machen manche Kohlenhydrate schnell wieder hungrig – und andere sorgen für langanhaltende Energie? Viele Grüße aus Memmingen Rita Hein
Wer die grundlegenden Zusammenhänge des Stoffwechsels kennt – oder sie im ersten Teil dieses Beitrags kennengelernt hat –, kann nun gezielt an den Stellschrauben ansetzen, über die sich der Stoffwechsel im Alltag beeinflussen lässt. Insulin ist ein lebenswichtiges Hormon der Bauchspeicheldrüse. Es sorgt dafür, dass Zucker aus dem Blut in die Körperzellen gelangt – dorthin, wo Energie gebraucht wird. Man kann sich Insulin wie einen Schlüssel vorstellen, der die Türen der Zellen öffnet. Dabei ist wichtig zu verstehen: Nicht nur Süßigkeiten beeinflussen diesen Prozess. Alle Kohlenhydrate – ob aus Brot, Nudeln, Reis, Kartoffeln oder Zucker – werden im Körper in Zuckerbausteine zerlegt und als Glukose ins Blut aufgenommen. Der Stoffwechsel reagiert dabei nicht erst im Darm, sondern sehr viel früher. Schon der süße Geschmack im Mund ist für den Körper ein Signal, sich auf Energiezufuhr vorzubereiten. Er arbeitet vorausschauend und reagiert auf das, was er erwartet – nicht auf Zutatenlisten. Je häufiger und je schneller große Mengen an Kohlenhydraten ins Blut gelangen, desto stärker und häufiger muss Insulin ausgeschüttet werden. Über längere Zeit kann das dazu führen, dass die Körperzellen weniger empfindlich auf Insulin reagieren. Die Türen öffnen sich nicht mehr zuverlässig. In der Fachsprache spricht man von einer Insulinresistenz. Der Körper versucht gegenzusteuern und produziert noch mehr Insulin. Überschüssige Energie wird dann bevorzugt im Fettgewebe gespeichert. Das Gewicht steigt – nicht aus mangelnder Disziplin, sondern als logische Folge eines überforderten Systems. Typisch für diesen Zustand sind auch starke Schwankungen des Blutzuckerspiegels. Nach kohlenhydratreichen Mahlzeiten fühlen wir uns oft zunächst wach oder zufrieden, kurze Zeit später jedoch müde, hungrig oder innerlich leer. Der Körper fordert Nachschub – und der Kreislauf beginnt von vorn. Die Konsequenz daraus ist kein Verzicht, sondern ein bewussterer Umgang mit Kohlenhydraten. Nicht jede Mahlzeit muss den Insulinschlüssel maximal beanspruchen. Ruhepausen stärken den Organismus Wer die Rolle des Insulins im Stoffwechsel verstanden hat, ahnt, welche Bedeutung dieses Wissen für den Alltag haben kann. Nicht nur was wir essen, sondern auch wie oft, setzt Signale im Körper. Viele heutige Essgewohnheiten sind kohlenhydratbetont – und sie werden häufig durch kleine Zwischenmahlzeiten ergänzt. Ein Stück Brot hier, ein Keks dort, etwas Obst am Nachmittag oder ein Glas Saft zwischendurch. Für die Bauchspeicheldrüse bedeutet das Dauerarbeit: Immer wieder wird Insulin ausgeschüttet. Solange Insulin im Blutkreislauf aktiv ist, bleibt der Körper im Aufbaumodus. Die Türen der Zellen stehen offen – auch für die Einlagerung von Fett. An Fettabbau ist in dieser Zeit nicht zu denken. Entlastend wirken dagegen klare Mahlzeiten und Pausen dazwischen. Regelmäßig zu essen ist sinnvoll – Mahlzeiten auszulassen führt oft nur dazu, dass der Hunger später umso heftiger zurückkommt. Entscheidend ist, dem Körper zwischen den Mahlzeiten Zeit zu geben. Etwa drei bis vier Stunden benötigt der Stoffwechsel, um eine Mahlzeit zu verarbeiten und den Insulinspiegel wieder abzusenken. Erst danach kann der Körper beginnen, auf seine Reserven zurückzugreifen. Diese Ruhephasen sind keine Einschränkung, sondern eine Voraussetzung dafür, dass Fettabbau überhaupt möglich wird. Auch Obst wird in diesem Zusammenhang oft besser zu den Mahlzeiten gegessen als zwischendurch. So bleibt der Insulinspiegel ruhiger, und der Stoffwechsel bekommt die Pausen, die er braucht. Wenn viel Gewicht reduziert werden soll, kann es zusätzlich hilfreich sein, abends mit Kohlenhydraten zurückhaltender zu sein. Bleibt der Insulinspiegel in der Nacht niedrig, hat der Körper die Möglichkeit, auf Fettreserven zurückzugreifen. Ein angenehmer Nebeneffekt dieser klaren Mahlzeitenstruktur ist, dass Hunger und Sättigung wieder besser wahrgenommen werden. Und wenn das Hungergefühl sich einmal zu früh meldet, können auch ein Glas Wasser oder ein ungesüßter Tee helfen, zur Ruhe zu kommen. Dabei geht es nicht um Verbote. Niemand muss auf Eis, Kuchen oder ein Glas Wein für immer verzichten. Die Frage ist eher: Wie oft? Wer sich an den meisten Tagen an diese Struktur hält, darf sich bewusst auch Ausnahmen gönnen – ohne schlechtes Gewissen. Und wenn der Wunsch nach Süßem groß ist, kann es sinnvoller sein, ein kleines Stück Schokolade als Nachspeise zu genießen und dem Stoffwechsel danach wieder eine echte Pause zu gönnen. Manchmal beginnt Veränderung genau dort, wo der Körper wieder Vertrauen fassen darf. Ich wünsche einen schönen Tag Viele Grüße aus Memmingen Dr. rer. nat. Rita Hein
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Salatwürze - Würzmischung für Salate
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