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GEFRO-Blog

Nahrungsmittelunverträglichkeit oder Lebensmittelallergie?

Nahrungsmittelunverträglichkeit oder Lebensmittelallergie?

Bauchschmerzen, Ekzeme, Müdigkeit? Hierbei handelt es sich um ganz unterschiedliche Symptome, deren Ursache häufig Lebensmittelallergien oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten sind.Worin der Unterschied zwischen einer Allergie und eine Intoleranz besteht und was dabei im Körper abläuft, erfahren Sie im folgenden Blogbeitrag. Der Unterschied: Nahrungsmittelunverträglichkeit & Lebensmittelallergie Allergie Nahrungsmittelunverträglichkeit Der Unterschied zwischen einer Nahrungsmittelunverträglichkeit und einer Lebensmittelallergie Nahrungsmittelunverträglichkeit ist der Oberbegriff für alle Formen der Unverträglichkeitsreaktionen auf bestimmte Nahrungsmittel. Neben den Lebensmittelvergiftungen zählen dazu die sogenannten allergischen Reaktionen (Lebensmittelallergien) und nicht allergische Reaktionen (Intoleranzen). Heute scheint das Wort Allergie zum Modewort des zwanzigsten Jahrhunderts zu werden. Wer nicht selbst unter einer Allergie leidet, kennt zumindest einen von Heuschnupfen, Neurodermitis oder Asthma geplagten Menschen. Doch nicht alles, was als Allergie bezeichnet wird, sind echte Allergien. Auszugrenzen sind sogenannte Pseudoallergien und die schon beschriebenen Unverträglichkeiten oder auch Intoleranzen genannt. Hier treten zwar ähnliche Symptome auf, aber es liegt keine Reaktion des Immunsystems zugrunde. Allergie Eine Allergie ist eine krankhafte Abwehrfunktion des Körpers bei der verschiedene Faktoren eine Rolle spielen. Geringste Mengen des Allergie auslösenden Stoffes (Allergen) können schon Allergiesymptome auslösen. Das Immunsystem ist nicht mehr in der Lage zwischen schädlichen und harmlosen Substanzen zu unterscheiden. Es wehrt sich plötzlich gegen harmlose Eindringlinge wie Pollen, Nüsse, Eier usw. Eine echte Allergie lässt sich durch Blutuntersuchungen oder spezifische Hauttests nachweisen. Nahrungsmittelunverträglichkeit Bei einer Nahrungsmittelunverträglichkeit handelt es sich um eine Störung im Stoffwechselgeschehen des Körpers. Enzymmangel oder -defekte spielen hier eine große Rolle. Der Körper hat die Fähigkeit, bestimmte Stoffe zu verdauen, verloren. Die Intoleranz muss nicht vollständig sein, so dass geringe Mengen des Nahrungsmittels weiter verzehrt werden können. Erst Mengen, die über der eigenen Toleranzschwelle liegen, lösen Symptome aus. So kann z.B. bei einer Lactoseintoleranz ein Käsebrot oder ein wenig Naturjoghurt durchaus vertragen werden, während ein Glas Milch die typischen Symptome (Blähungen und Durchfall) auslöst.   Wenn Sie sich näher über bestimmte Intoleranzen informieren möchten, lesen Sie gerne die Beiträge über Lactose-, Fructose-, Histamin- und Glutenintoleranz.  Intoleranzen können angeboren sein, aber auch jahrelang falsche Ernährung und ein ungesunder Lebenswandel können Unverträglichkeiten gegen einzelne Nahrungsmittel auslösen.  Lactosefreie Rezepte Putenmedaillon auf Pfifferling-Gemüse mit Thymiansoße Vegane Tomaten-Auberginen-Bruschetta Glutenfreie Rezepte Gefüllte Avocado mit Frischkäse, Frühlingszwiebeln und Krabben Kartoffelpizza mit Salami und Sauerrahm Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag. Ihre Dr. rer. nat. Rita Hein, Heilpraktikerin und Ernährungsberaterin Das könnte Sie auch noch interessieren: Lactoseintoleranz Fructoseintoleranz – wenn Obst im Darm rebelliert Histaminintoleranz

GEFRO ohne Zucker: Neue Produktwelt, voller Geschmack – ganz entspannt genießen

GEFRO ohne Zucker: Neue Produktwelt, voller Geschmack – ganz entspannt genießen

Zucker ist allgegenwärtig – oft offensichtlich, manchmal gut versteckt. Viele möchten heute beim Kochen gezielter entscheiden, wo Zucker hineingehört und wo nicht. Genau dafür haben wir unsere neue Produktwelt GEFRO ohne Zucker entwickelt: ohne zugesetzten Zucker*, mit vertrautem Geschmack und klaren Rezepturen.  Was steckt hinter GEFRO ohne Zucker?  Ein neues Angebot für mehr Auswahl  Für wen ist GEFRO ohne Zucker gedacht?  Warum GEFRO immer GEFRO bleibt  Was steckt hinter GEFRO ohne Zucker?  Unsere neue Produktwelt verzichtet konsequent auf zugesetzten Zucker*. Stattdessen setzen wir auf das, was Geschmack wirklich ausmacht: hochwertiges Gemüse, aromatische Kräuter, feine Gewürze – natürlich komponiert, klar im Aroma und rund im Geschmack.  Alle Produkte in diesem Bereich sind außerdem:  glutenfrei  vegan / vegetarisch  ohne Palmfett  ohne zugesetzte Aromen  ohne Farb- und Konservierungsstoffe  ohne Geschmacksverstärker  Kurz gesagt: pur, rund und unkompliziert – perfekt für die moderne Alltagsküche. Ein neues Angebot für mehr Auswahl  In vielen herzhaften Lebensmitteln wie Suppen oder Soßen ist Zucker enthalten – oft als harmonisierender Bestandteil des Geschmacks. Wer darauf lieber verzichten möchte, findet mit GEFRO ohne Zucker eine stimmige Alternative, die auf Klarheit in der Rezeptur setzt – ohne Kompromisse im Geschmack. GEFRO ohne Zucker ist keine Abkehr vom Bewährten, sondern eine konsequente Erweiterung: für mehr Flexibilität, mehr Freiheit und mehr Möglichkeiten beim Kochen.  Für wen ist GEFRO ohne Zucker gedacht?  Dieses Angebot passt ideal zu Menschen, die:  neue Rezepturen ausprobieren möchten  ihre Küche leichter gestalten wollen  Zutatenlisten gerne kurz und verständlich mögen  eine natürliche Geschmacksbasis schätzen  Als Ergänzung zur gewohnten Küche oder als neue Option bietet GEFRO ohne Zucker mehr Vielfalt in der täglichen Ernährung.  Warum GEFRO immer GEFRO bleibt  Unsere klassischen Produkte sind beliebt – und das seit Jahrzehnten. Auch die Bio-Variante hat ihre Fans. GEFRO ohne Zucker ersetzt nichts, sondern erweitert unser Sortiment.  Denn guter Geschmack hat viele Gesichter – und bei GEFRO darf jedes davon seinen Platz haben.  Jetzt entdecken: GEFRO ohne Zucker* ➡ Zur neuen Produktwelt im Shop  * Unsere Produkte enthalten von Natur aus Zucker – zum Beispiel aus Karotten, Paprika oder anderem Gemüse. Dieser natürliche Zucker wird selbstverständlich in der Nährwerttabelle ausgewiesen – und genau darauf weist das * hin.  Viele Grüße aus Memmingen Rita Hein

Von der Bio-Olive zum Spitzenöl: Anbau, Ernte und Güteklassen

Von der Bio-Olive zum Spitzenöl: Anbau, Ernte und Güteklassen

Bio-Olivenöle müssen eine Reihe von Qualitätsanforderungen erfüllen, um sowohl den gesetzlichen Vorgaben als auch den Erwartungen von Verbrauchern an Bio-Produkte gerecht zu werden. Diese Anforderungen betreffen sowohl die landwirtschaftliche Produktion als auch die Verarbeitung und sensorische Qualität.  Bio-Anbau für Olivenhaine  Erntemethoden für Bio Oliven  Güteklassen für Olivenöl und Bio Olivenöl Bio-Anbau für Olivenhaine Bio-Oliven dürfen nur von Olivenbäumen geerntet werden, die unter strengen ökologischen Vorgaben angebaut wurden. Grundlage hierfür ist die EU-Öko-Verordnung, die den gesamten Anbauprozess klar regelt. Der Einsatz synthetischer Pestizide, Herbizide und Kunstdünger ist dabei verboten. Es kommen natürliche Verfahren zum Einsatz, um die Gesundheit der Pflanzen und des Bodens zu fördern. Ein weiterer zentraler Aspekt des ökologischen Landbaus ist die Förderung der Biodiversität.   Darüber hinaus ist der Einsatz von Gentechnik im Bio-Anbau strikt verboten – das gilt sowohl für Saatgut als auch für alle nachgelagerten Produktionsschritte. Bio-Oliven stammen somit aus einem Anbausystem, das konsequent auf Nachhaltigkeit, Natürlichkeit und Ressourcenschutz ausgerichtet ist.  Erntemethoden für Bio Oliven Vor allem bei Premium-Bio-Olivenölen ist die Handernte oder selektive maschinelle Ernte bevorzugt, um die Früchte unversehrt zu bewahren. Als mechanische Hilfsmittel werden Rüttelmaschinen oder Fangnetze eingesetzt. Es dürfen keine Oliven vom Boden aufgelesen werden, da diese meist beschädigt oder bereits fermentiert sind. Um den Qualitätsanforderungen für Bio-Oliven gerecht zu werden, ist der richtige Erntezeitpunkt entscheidend. Die Oliven sollten weder zu unreif noch überreif sein, da dies Aroma und Fettsäureprofil deutlich beeinflusst. Bei hochwertigen Bio-Olivenölen wird oft in mehreren Durchgängen geerntet, um jeweils optimal gereifte Früchte auszuwählen. Anschließen werden Bio-Oliven innerhalb weniger Stunden, spätestens aber binnen 24 Stunden, verarbeitet. In modernen Ölmühlen erfolgt die Kaltpressung bei Temperaturen unter 27 °C, um wertvolle Aromen, Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe zu erhalten.   Güteklassen für Olivenöl Die Qualität eines Olivenöls ist nicht nur abhängig von der Olivensorte selbst, sondern wird maßgelblich durch Witterung, Zeitpunkt der Ernte und Lagerung mitbestimmt. Oliven müssen sorgfältig verlesen werden. Beschädigte Früchte oder Früchte, die von Schädlingen befallen sind müssen aussortiert werden, nur so kann man einen unverfälschten Geschmack zu erzielen.  Die Kommission der Europäischen Gemeinschaft hat Richtlinien erarbeitet, nach denen die Qualität eines Olivenöls bestimmt werden muss.   Insgesamt gibt es neun verschiedene Güteklassen, jedoch nur vier sind für den Verbraucher relevant.   Ein entscheidendes Kriterium für die Klasse eines Öls ist der Gehalt an freien Fettsäuren. Wenn eine Olive beschädigt ist, beginnt sie zu oxidieren. Dabei entstehen freie Fettsäuren, die dem Öl einen säuerlichen oder kratzigen Geschmack verleihen. Je mehr freie Fettsäuren im Öl enthalten sind, desto minderwertiger ist es.   Natives Olivenöl extra   Als extra nativ wird die höchste Güteklasse bezeichnet. Das Öl wird aus erster Pressung rein mechanisch gewonnen. Der Anteil an freien Fettsäuren beträgt max. 0,8 g pro 100 g Öl. Des Weiteren müssen Farbe, Geruch und Geschmack einwandfrei sein.  Natives Olivenöl  Dieses Öl wird ebenfalls direkt aus Oliven ausschließlich mit mechanischen Verfahren gewonnen. Der Anteil an freien Fettsäuren darf bis zu 2 g pro 100 g Öl betragen. Bei der sensorischen Testung (Farbe, Geruch und Geschmack) werden allerdings kleine Unstimmigkeiten verziehen.  Olivenöl  Entspricht das kaltgepresste Öl nicht den Anforderungen wird es unter Dampf raffiniert. Durch die Raffination verliert das Öl an Geschmack, es wird deshalb zu einem geringen Anteil mit nativem Olivenöl angereichert. Der Gehalt an freien Fettsäuren beträgt max. 1g pro 10o g Öl.  Oliventresteröl  Oliventresteröl wird aus Pressrückständen, den Resten des Olivenbreis mit organischen Lösungsmitteln gewonnen und anschließend raffiniert. Es darf max. 1,5 g freie Fettsäuren pro 100 g Öl enthalten.  Ein hochwertiges Bio-Olivenöl ist das Ergebnis eines ganzheitlichen Qualitätsanspruchs: Vom ökologisch kontrollierten Anbau über die schonende Ernte bis hin zur sorgfältigen Verarbeitung und Prüfung.  Viele Grüße aus Memmingen Rita Hein

Ausreichend Eiweiß für Vegetarier und Veganer – geht das?

Ausreichend Eiweiß für Vegetarier und Veganer – geht das?

Hier ein bisschen Fleisch, da ein bisschen Fisch und schon ist der Eiweißbedarf gedeckt. Aber wie sieht es bei Vegetariern und Veganern aus? Fleischlose Ernährung liegt ja schon länger im Trend. Aber ist es da nicht viel schwieriger, ausreichend Eiweiß zu sich zu nehmen? Hier erfahren Sie, warum Eiweiß so wichtig für den Körper ist, wie viel sinnvoll ist und wie man den Bedarf auch mit vegetarischen und veganen Alternativen decken kann. Was ist Eiweiß? Warum braucht der Körper Eiweiß? Wie viel Eiweiß braucht der Körper? Welche Rolle spielt die biologische Wertigkeit? Die Top 10 der vegetarischen und veganen Eiweißquellen 3 vegetarische und vegane Rezeptideen - schnell und lecker Fazit Was ist Eiweiß? Aus Ernährungssicht bezeichnet der Begriff Eiweiß viel mehr als das Klare im Ei. Denn zusammen mit Kohlenhydraten und Fett gehört Eiweiß – auch Protein genannt – zu den drei Hauptnährstoffen. Proteine bestehen aus einer Kette von Bausteinen, den Aminosäuren. Acht davon kann der Körper jedoch nicht selbst herstellen. Diese müssen wir deshalb mit der Nahrung zu uns nehmen – nämlich über tierische oder pflanzliche Eiweißquellen. Warum braucht der Körper Eiweiß? Protein ist der Baustoff im Körper und damit für viele lebensnotwendige Prozesse relevant. Einige Beispiele sind: Transport von Sauerstoff und Fetten Muskelfunktion Baumaterial für Organe, Knorpel, Haare, Haut und Nägel Zellreparatur Immunsystem Wie viel Eiweiß braucht der Körper? Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt für Erwachsene 0,8 g pro kg Körpergewicht jeden Tag. Das entspricht täglich durchschnittlich 48 g für Frauen und 57 g für Männer. Ist man sportlich sehr aktiv, kann man auch mehr Eiweiß zu sich nehmen. Aber Vorsicht: Hier gilt nicht der Grundsatz "Je mehr, desto besser"! Denn nimmt man über einen längeren Zeitraum deutlich mehr Protein zu sich als der Körper benötigt, kann das die Nieren schädigen. Im Allgemeinen deckt eine ausgewogene Ernährung bereits den Eiweißbedarf. Welche Rolle spielt die biologische Wertigkeit? Die biologische Wertigkeit gibt an, wieviel körpereigenes Eiweiß aus 100 g des zugeführten Nahrungsproteins vom Organismus aufgebaut werden kann. Es kommt also nicht nur auf den reinen Eiweißgehalt eines Lebensmittels an. Kombiniert man Lebensmittel mit Aminosäurenprofilen, die sich gegenseitig ergänzen, erhöht sich deren biologische Wertigkeit! Beispiele für die vegetarische und vegane Ernährung sind: Hülsenfrüchte & Getreide Getreide & Milchprodukte Getreide & Ei Kartoffeln & Ei Kartoffeln & Milchprodukte Hülsenfrüchte & Milchprodukte Mehr über die biologische Wertigkeit erfahren Sie auf unserem Shop. Die Top 10 der vegetarischen und veganen Eiweißquellen Tierische Lebensmittel haben meist einen sehr hohen Eiweißgehalt und besitzen darüber hinaus oft eine hohe biologische Wertigkeit. Aber um den Proteinbedarf zu decken, ist man keinesfalls auf tierische Produkte angewiesen. Denn die Natur bietet zahlreiche Alternativen und viele davon sind sogar regional erhältlich. In folgender Tabelle finden Sie die vegetarischen und veganen Eiweißquellen mit dem größten Proteingehalt (gemessen pro 100g): Produkt Eiweißgehalt pro 100g 1. Soja, Raps, Lupinen bis zu 40 g 2. Hanfsamen 37 g 3. Harzerkäse 35 g 4. Erdnüsse 25 g 5. Hülsenfrüchte (Bohnen, Linsen, Erbsen, Kichererbsen etc.) 24 g 6. Kerne (Kürbiskerne, Pinienkerne etc.) 24 g 7. Chiasamen, Leinsamen 21 g 8. Mandeln 21 g 9. Hafer 15 g 10. Amaranth, Quinoa 14 g Tabelle: Vegane und vegetarische Lebensmittel mit hohem Eiweißgehalt 3 vegetarische und vegane Rezeptideen – eiweißreich, schnell und lecker 1. Winterliches Porridge Porridge – oder klassisch auch Haferbrei genannt – ist das perfekte Frühstücksgericht. Porridge enthält Eiweiß, Ballaststoffe und komplexe Kohlenhydrate. Darüber hinaus enthält es zahlreiche Mikronährstoffe wie Magnesium, Eisen, Folsäure und verschiedene Vitamine. Die Zubereitung ist simpel und kann je nach Belieben vegetarisch oder vegan gehalten werden. Wer einen süßen Zahn hat, dem empfehlen wir außerdem, auf industriellen Zucker zu verzichten und stattdessen auf natürliche Honigsüße zu setzen. Die ist deutlich aromatischer. Indem Sie entsprechende Gewürze nutzen, wird das warme Porridge zum Wohlfühlfrühstück für den Winter. Alles was Sie für 1 Portion brauchen: Porridge 50 g Haferflocken 10 g Chiasamen oder geschrotete Leinsamen 250 ml Wasser, Milch oder eine Pflanzenmilch-Alternative 1 Prise Salz 1 TL Honig 1/2 TL Zimt oder Lebkuchengewürz Toppings nach Wahl, zum Beispiel: 1 Handvoll saisonales Obst 5 g Hanfsamen 15 g Omega Kerne/Samen-Mix (der Allrounder) 10 g Nüsse Zubereitung Zuerst die Haferflocken und Chia-/ Leinsamen mit der Flüssigkeit, Salz und Honig unter ständigem Rühren kurz aufkochen lassen. Anschließend würzen und bis zur gewünschten Konsistenz weiterköcheln lassen. Nun können Sie das Porridge schon servieren und mit den Toppings Ihrer Wahl verfeinern – fertig! Tipp: Wenn Sie die Zutaten, Gewürze und Toppings jeden Tag leicht abwandeln, lassen sich unzählige Varianten kreieren. So wird Porridge nie langweilig! 2. Chili sin Carne Chili sin Carne mit Taco-Chips und Teufelssoße Chili sin Carne ist die vegane Variante des Chili con Carne –und steht dem trotzdem in nichts nach! Auch wir von GEFRO haben den würzigen Eintopf nun im Sortiment – das perfekte Gericht für die kalte Jahreszeit. Dank Soja und reichlich Kidneybohnen ist der Eintopf eine tolle pflanzliche Eiweißquelle. Außerdem verschaffen sonnenverwöhnter Mais, Tomaten, Paprika, Zwiebeln, Chili sowie pikante Kräuter und Gewürze dem GEFRO Chili sin Carne ein wunderbares Aroma, das Fleisch in keinster Weise vermissen lässt. Je nach Belieben lassen sich knusprige Nachos, Reis, Gemüse oder Kartoffeln dazu kombinieren. Damit es wirklich jeder genießen kann, ist das Chili natürlich vegan und vegetarisch. Dabei kommt es ganz natürlich ohne Lactose, Gluten, Geschmacksverstärker und Palmfett aus! Foodbloggerin Ina von Ina Is(s)t hat unser Chili getestet – und dabei ist eine großartige Rezeptidee entstanden, die Sie unbedingt ausprobieren sollten. Sie hat dafür nicht nur dreierlei Bohnen, sondern auch noch die ein oder andere außergewöhnliche Zutat verwendet. Welche das sind? Finden Sie es heraus! Sie werden überrascht sein, was sich mit unserem Chili sin Carne alles anstellen lässt. 3. Überbackene Paprika mit Gulasch Überrascht? Ein Gulasch ohne Fleisch? Ja, das geht – und schmeckt obendrein superlecker! Im Veganen Gulasch von GEFRO sorgen jede Menge Gemüse sowie aromatische Kräuter und Gewürze für das gulaschtypische Genusserlebnis. Darüber hinaus ist es durch das enthaltene Soja reich an Eiweiß. Das Gulasch aus natürlichen Zutaten ist schnell gemacht und vielseitig einsetzbar. Überbackene Paprika mit Gulasch Die klassische Kombination mit Nudeln, Spätzle oder Reis geht immer. Aber unser Geheimtipp ist die überbackene Paprika mit Gulasch. Dieses Gericht sollten Sie unbedingt testen! Fazit: Ausprobieren lohnt sich! Auch Vegetarier und Veganer können mithilfe pflanzlicher Alternativen problemlos ihren Eiweißbedarf decken. Kombiniert man dabei Lebensmittel, deren Aminosäureprofile sich ergänzen, kann der Körper die Proteine noch besser verwerten. Gleichzeitig kann die vegetarische und vegane Ernährung sehr vielseitig und lecker sein, ohne dass man dafür viel Zeit vor dem Herd verbringen muss. Sie können sich also auch fleischlose Gerichte bedenkenlos schmecken lassen! Tipp: Für den Start in eine fleischlose Ernährung können Sie zuerst einzelne Mahlzeiten oder Tage vegetarisch oder vegan gestalten. Herzlich, Sabine Humpert Journalistin und begeisterte Hobbyköchin mit grünem Daumen

Fructoseintoleranz – wenn Obst im Darm rebelliert

Fructoseintoleranz – wenn Obst im Darm rebelliert

Noch sehr gut erinnere ich mich an den Anruf einer verzweifelten Mutter eines Kindergartenkindes. Sie musste ihre kleine Tochter immer öfter aus dem Kindergarten abholen, weil das Mädel über Bauchweh klagte und unter Durchfällen litt. Inhaltsverzeichnis Eine Fructoseintoleranz ist oft gekoppelt mit einer Sorbitintoleranz Traubenzucker erleichtert die Aufnahme von Fruchtzucker Nie wieder Obst? - auf die Menge kommt es an Tipps & Infos zum Thema Ernährung Man tippte auf eine Milchzuckerintoleranz. Daraufhin hatte die Mutter alle Milchprodukte aus dem Speiseplan gestrichen, aber die Beschwerden des Kindes besserten sich nicht. Einige gezielte Fragen nach Ernährungs-, Trinkgewohnheiten und Tagesablauf machten die Ursache für den kranken Bauch der Kleinen schnell offensichtlich. Weil ich eine Fruchtzuckerunverträglichkeit vermutete, bat ich die Mutter, eine Woche keine Apfelsaftschorle als Pausengetränk mitzugeben.In der nächsten Telefonsprechstunde hatte ich dann eine überglückliche Mama am Telefon. Das Töchterchen war völlig beschwerdefrei und hatte ganz normalen Stuhlgang. Die Fruchtzuckerintoleranz ist nicht zu verwechseln mit der hereditären Fructoseintoleranz. Hierbei handelt es sich um eine vererbbare Stoffwechselerkrankung, die in diesem Artikel nicht thematisiert wird. Fructose ist ein Einfachzucker, der in freier Form vorwiegend in Obst, Obstsäften aber auch Honig vorkommt. In gebundener Form finden wir den Fruchtzucker im Haushaltszucker. Haushaltszucker (Saccharose) ist ein Zweifachzucker, bestehend aus einem Molekül Fructose und einem Molekül Glucose. Darüber hinaus wird Fruchtzucker in der Lebensmittelindustrie als Süßungsmittel verwendet. Weil Fruchtzucker insulinunabhängig verstoffwechselt wird, wurde er langezeit als Diabetikerzucker eingesetzt. Aber auch der Fruchtzucker verschlechtert letztlich die Stoffwechsellage und führt zur Anregung der Fettsäuresynthese und damit zum Übergewicht. Wird die Fructose mit der Nahrung aufgenommen, wird diese mittels eines Transportmoleküls, dem GLUT 5, vom Dünndarm aus in den Blutkreislauf eingeschleust. Bei der Fructoseunverträglichkeit – man spricht auch von der Fructosemalabsorption – ist die Funktion dieses Transporters eingeschränkt oder gar nicht mehr aktiv. In der Folge gelangen hohe Konzentrationen an Fructose vom Dünndarm in den Dickdarm. Wie bei der Lactoseintoleranz bauen dann Darmbakterien den Zucker zu Gasen, kurzkettigen Fettsäuren und anderen Stoffen ab. Das Wasserstoffgas wird zu den Lungenbläschen transportiert und abgeatmet. So kann die Bestimmung der Wasserstoffkonzentration in der Atemluft zur Diagnose einer Fructoseintoleranz herangezogen werden. Die Leitsymptome bei der Fruchtzuckermalabsorption sind denen der Lactoseintoleranz entsprechend. Das durch den Abbau des Zuckers entstehende Kohlendioxidgas verursacht Blähungen und die entstehenden kurzkettigen Fettsäuren sind letztlich Ursache für die wässrigen Durchfälle der betroffenen Patienten. Eine Fruchtzuckerunverträglichkeit kann neben den genannten Beschwerden auch zu psychischen Veränderungen bis hin zur Depression bei den Betroffenen führen. Der Fruchtzucker, der bei einer Intoleranz in hohen Konzentrationen in den Darm gelangt, bildet einen Komplex mit der essentiellen Aminosäure Tryptophan. Diese Aminosäure ist im Körper Ausgangsstoff für die Synthese von Serotonin, dem so genannten Glückshormon. Bei der Fructoseintoleranz steht dem Körper durch die Komplexbildung zu wenig Tryptophan zur Verfügung, so dass in der Folge die Seretoninkonzentration abnimmt. Durch die Abnahme an Seretonin verschlechtert sich die Stimmungslage, was oft zu Süßhunger führt. Das Süße, z.B. der Zucker in der Schokolade ruft einen raschen Insulinausstoß hervor, der den Einstrom von Tryptophan  in das Gehirn erleichtert. Ergebnis ist ein relativ lang andauernder Anstieg des Serotoninspiegels und damit der Laune. Menschen mit einer Fruchtzuckerintoleranz nehmen durch den Süßhunger allerdings oft vermehrt Fruchtzucker auf und geraten somit in einen Teufelskreis. Eine Fructoseintoleranz ist oft gekoppelt mit einer Sorbitintoleranz Sorbit ist ein Zuckeralkohol, der als Süßungsmittel und auch als Feuchthaltemittel in der Nahrungsmittelindustrie eingesetzt wird. Sorbit wird insulinsparend verstoffwechselt und findet sich deshalb als Zuckerersatzstoff in sehr vielen light und kalorienreduzierten Süßigkeiten, Getränken und in fast allen Zahnpflegemitteln. Natürlicherweise kommt Sorbit in vielen Obstsorten wie zum Beispiel Birnen, Pflaumen Aprikosen, Äpfeln und Trockenobst vor. Bei fast allen Patienten mit einer Fructosemalabsorption ist auch die Resorption von Sorbit gestört. Außerdem blockiert Sorbit das Glut 5 Transportmolekül für Fructose zusätzlich. Das bedeutet für den von der Fruchtzuckerunverträglichkeit geplagten Patienten, dass er beim Studieren der Zutatenliste immer auch an Sorbit denken sollte. Traubenzucker erleichtert die Aufnahme von Fruchtzucker Die Fruchtzuckeraufnahme im Dünndarm kann durch Glucose (Traubenzucker) verbessert werden. Die Glucose wird sehr schnell resorbiert und zieht den Fruchtzucker mit. Deshalb werden geringe Mengen Haushaltszucker – mit jedem Molekül Fructose wird ein Molekül Glucose angeboten -  von vielen Betroffenen gut vertragen. In einigen Ratgebern findet man sogar die Empfehlung, fruchtzuckerreiches Obst vor dem Verzehr mit etwas Traubenzucker zu bestreuen. Ob das nun wirklich ratsam und gesund ist mag dahingestellt sein. Hilfreich sind allerdings auf jeden Fall Lebensmitteltabellen, die den Fruchtzucker- von Obst angeben. Je mehr Glucose im Vergleich zu Fructose enthalten ist, desto verträglicher ist das Obst. Das Verhältnis sollte immer größer oder zumindest gleich 1 sein. Nie wieder Obst? -  Auf die Menge kommt es an Ist die Diagnose einer Fruchtzuckerintoleranz gesichert, ist es wichtig einige Wochen möglichst Fructose arm zu essen. In vielen Fällen ist die Unverträglichkeit ein Hilfeschrei des Darms. Viele Menschen, die während der täglichen Arbeit immer mit Menschen in Kontakt sind, kauen zwischendurch ein zuckerfreies Kaugummi oder aber Pfefferminz ohne Zucker, um immer einen frischen Atem zu haben. Weil dann noch auf die Figur geachtet wird, greift man auch bei Getränken und Joghurts zu den light Produkten. Und wer dann zusätzlich noch auf die gesunde Ernährung Wert legt, wählt als Zwischenmahlzeit und Nachspeise das gesunde Stück Obst. Der Darm wird mit einer Flut von Sorbit und Fructose einfach überfordert und rebelliert. Hat der Darm sich nach einer Karenzzeit erst einmal beruhigt, genügt es bei vielen Patienten, fruchtzuckerreiche Lebensmittel einzuschränken (Säfte, bestimmte Obstsorten) und auf Sorbit als Süßungsmittel zu verzichten. Wie auch bei der Milchzuckerunverträglichkeit sind die Beschwerden bei der Fruchtzuckerunverträglichkeit von der verzehrten Menge und der individuellen Toleranzschwelle abhängig. Der Betroffene muss selber austesten, wie viel Fructose bzw. welches Obst er ohne Reue essen kann. Die meistens Gemüsesorten sind übrigens arm an Fructose. Auch wer auf Obst weitestgehend verzichten muss, kann sich gemüsereich ernähren, so dass es zu Nährstoffdefiziten nicht kommen muss. Allen Patienten, denen es nicht gelingt, die Beschwerden in den Griff zu bekommen, kann ich nur empfehlen: Gönnen sie sich ein oder auch zwei Stunden bei einer kompetenten Ernährungsfachkraft. Eine persönlich auf Sie zugeschnittene Beratung  ist bei jeder Unverträglichkeitsreaktion auf jeden Fall sinnvoll. Weitere Tipps und Infos zum Thema Ernährung finden Sie: GEFRO Shop Ernährungstipps GEFRO Journalen Gewürze & Kräuter

Olivenöl im Fokus – mediterran genießen, bewusst leben

Olivenöl im Fokus – mediterran genießen, bewusst leben

Und wer liebt ihn nicht, den frischen griechischen Bauernsalat mit Schafskäse mariniert mit einem weichen, vollmundigen Olivenöl? Wer greift nicht zu, wenn aromatische Antipasti mit Olivenöl und frischen Kräutern serviert wird? Doch dieses Öl ist weit mehr als nur ein aromatischer Begleiter in der Küche: Es steht für ein Lebensgefühl, das Genuss und bewusste Ernährung miteinander vereint.  „Zaubertrank“ der mediterranen Küche?  Olivenöl – eine Geschmacksfrage?  „Zaubertrank“ der mediterranen Küche?  Hinter dem feinen Aroma von Olivenöl steckt auch ernährungsphysiologisch einiges:  Olivenöl ist der Hauptlieferant der einfach ungesättigten Fettsäure, der Ölsäure. Daneben enthält Olivenöl von Natur aus auch sekundäre Pflanzenstoffe wie Polyphenole, die für seinen charakteristischen Geschmack und seine Stabilität verantwortlich sind. Hinzu kommt Vitamin E, das zum Schutz der Zellen vor oxidativem Stress beitragen kann.  Einfach ungesättigte Fettsäuren können im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung zur Aufrechterhaltung eines normalen Cholesterinspiegels im Blut beitragen, wenn sie gesättigte Fettsäuren ersetzen. Voraussetzung ist, dass mindesten 70% der Gesamtfettsäuren einfach ungesättigte Fettsäuren sind.   Olivenöl enthält einen geringen Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Diese essenziellen Fettsäuren nehmen die Südeuropäer durch einen hohen Fischanteil in der Ernährung auf.  Bei den mehrfach ungesättigten Fettsäuren unterscheidet man zwischen Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren. Beide sind essenziell – das heißt, sie können vom Körper nicht selbst gebildet werden und müssen über die Nahrung aufgenommen werden. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren haben bedeutende Funktionen in unserem Körper. Sie sind notwendig für den Aufbau der Zellwände und bilden spezielle Botenstoffe, die einen Einfluss auf die Blutfettwerte und Blutgerinnung haben. Für den Körper ist es wichtig, dass diese beiden Fettsäuren im richtigen Mengenverhältnis stehen. Fachleute fordern eine Relation von fünf Teilen Omega-6 zu einem Teil Omega-3- Fettsäure. Durch die mediterrane Kost mit einem hohen Anteil an Omega-3-reichem Fisch und zusätzlich Olivenöl mit einem nur geringen Gehalt an Omega-6, sind die Fettsäuren optimal ausbalanciert.  Fisch gehört in der mediterranen Küche fest auf den Speiseplan – vor allem fettreiche Meeresfische wie Lachs, Makrele, Thunfisch und Sardinen. Sie liefern nicht nur hochwertiges Eiweiß und fettlösliche Vitamine, sondern auch einen hohen Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Besonders hervorzuheben sind dabei die langkettigen Omega-3-Fettsäuren Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA).  Laut  Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) zählen diese Fischarten zu den besten Nahrungsquellen für EPA und DHA.    EPA und DHA tragen zu einer normalen Herzfunktion bei, sofern täglich 250 mg EPA und DHA eingenommen werden. (HCVO, Anhang). Darüber hinaus weist das BZfE auf mögliche Effekte einer ausreichenden Omega-3-Zufuhr in bestimmten Risikokonstellationen hin – etwa bei erhöhtem Blutdruck, Herzrhythmusstörungen oder einem erhöhten Risiko für tödliche Herzinfarkte. Diese Einschätzungen basieren auf wissenschaftlichen Erkenntnissen, stellen jedoch keine zugelassenen gesundheitsbezogenen Aussagen im Sinne der HCVO dar.  Die mediterrane Ernährung vereint den regelmäßigen Verzehr von Omega-3-reichem Fisch mit Olivenöl, das von Natur aus nur geringe Mengen an Omega-6-Fettsäuren enthält. Dadurch entsteht ein ausgewogenes Fettsäuremuster – ein wichtiger Aspekt für eine moderne, bewusste Ernährung.  Olivenöl – eine Geschmacksfrage?  Bei kaum einem anderen Öl ist die Geschmacksvielfalt so groß wie beim Olivenöl. Ähnlich wie bei Wein gibt es die unterschiedlichsten Nuancen: würzig, fruchtig, feinherb, mild oder Noten, die an Kräuter, Beeren oder Äpfel erinnern. Hier muss man einige Öle testen, um seinen Favoriten herauszufiltern. Einen ersten Anhaltspunkt für die Geschmacksrichtung gibt die Herkunft. Der Geschmack spiegelt die Landschaft wider, in der die Ölbäume wachsen.  Im Gegensatz zu anderen Ölen enthält Olivenöl sekundäre Pflanzenstoffe und phenolische Komponenten, die die geschmackliche Tiefe und Duft erheblich mitbestimmen. Ein wichtiger Bestandteil sind dabei die Polyphenole – vor allem Hydroxytyrosol und dessen Derivate. Diese wirken antioxidativ und beeinflussen den Charakter des Öls entscheidend. Phenole sind antioxidativ wirksam. Olivenölpolyphenole tragen dazu bei, die Blutfette vor oxidativem Stress zu schützen. Dieser zugelassene Health Claim darf jedoch nur verwendet werden, wenn das Öl mindestens 5 mg Hydroxytyrosol und dessen Derivate je 20 g enthält.  Pflanzenbegleitstoffe und Phenole finden sich nur im nativen Olivenöl, nicht in raffinierten Produkten. Darum sollte man beim Kauf von Olivenöl nicht nur auf die Qualität, sondern auch auf die Herstellungsart achten.  Viele Grüße aus Memmingen Rita Hein

Glutenunverträglichkeit - mehr Lebensqualität mit der richtigen Ernährung

Glutenunverträglichkeit - mehr Lebensqualität mit der richtigen Ernährung

Gluten kann Auslöser unterschiedlicher Krankheiten sein, unter anderem der Glutenunverträglichkeit.Was ist Gluten? Wie äußert sich eine solche Glutensensitivität und welche Beschwerden treten dabei auf?Und noch wichtiger: Wie können diese gelindert und Lebensqualität zurück gewonnen werden?Dies und noch mehr erfahren Sie im folgenden Artikel. Gluten als Krankheitsursache Typische Beschwerden Richtige Ernährung bei Glutenunverträglichkeit Gluten als Krankheitsursache Gluten ist der Oberbegriff für Klebereiweiße, die in den Getreidesorten Weizen (einschließlich der Urformen Dinkel/Grünkern, Einkorn Kamut), Roggen, Gerste und deren Kreuzungen enthalten sind. Die Getreidesorten enthalten unterschiedliche Mengen an Gluten, bei Weizen sind es bis zu 80%. Man unterscheidet heute mindestens drei völlig unterschiedliche Krankheiten, die offenbar durch den Verzehr von Gluten ausgelöst werden. Schulmedizinisch bekannt sind die Zöliakie (oder einheimische Sprue) und die Weizenallergie.Auf diese beiden Erkrankungen möchte ich hier jedoch nicht eingehen. Berichten möchte ich über die Glutensensitivität oder -unverträglichkeit.  Während bei der Zöliakie und auch der Weizenallergie die Diagnostik bekannt und sicher ist, existiert eine weitere Art der Glutenunverträglichkeit, bei der keine Zeichen der Zöliakie oder Weizenallergie zu finden sind. Es gibt bisher keine diagnostische Möglichkeit, eine Glutensensitivität nachzuweisen und dennoch profitieren die Betroffenen von einer glutenfreien bzw. –armen Ernährung. Typische Beschwerden bei Glutenunverträglichkeit Die Beschwerden der Patienten sind vielfältig und beschränken sich nicht auf den Magen-Darm-Trakt. Bei chronischer Müdigkeit, einem schlechten Hautbild mit Ekzemen, bei immer wieder auftretenden Kopfschmerzen oder auch Muskelkrämpfen, Aufmerksamkeitsdefizitstörungen und Hyperaktivität oder auch Gelenkschmerzen sollte man, wenn keine organischen Ursachen gefunden wurden, an eine Glutensensitivität denken. In der Praxis ist es schwer, der Erkrankung auf die Spur zu kommen. Manchmal hilft aber der Zufall. So im Fall einer 38 jährigen Patientin aus der eigenen Praxis. Sie wurde vorstellig aufgrund explosionsartiger Durchfälle. Die Patientin hatte mittlerweile Angst vor Dienstreisen und Besprechungen, weil sie immer darauf achten musste, dass eine Toilette in der Nähe ist. Für sie bedeutete das eine deutliche Einschränkung in ihrer Arbeits- und auch Lebensqualität. Unzählige Untersuchungen bei verschiedenen Ärzten waren ohne Befund. Sie wurde mit der Diagnose Reizdarm und der Empfehlung, eine psychosomatische Kur zu beantragen, nach Hause entlassen. Schon in den ersten Gesprächen mit der Patientin hegte ich den Verdacht, dass sie unter einer Fructoseintoleranz leidet. Ich habe damals mit ihr einen Ernährungsplan erarbeitet. Sie sollte konsequent Fruchtzucker meiden und weil sie Allergikerin ist, habe ich ihr derzeit empfohlen, einige Wochen kein Weizengluten zu sich zu nehmen. Schon nach wenigen Tagen war der Stuhlgang normal und die Patientin überglücklich. Die große Überraschung kam aber, als wir vorsichtig einen Kostaufbau probierten. Eine kleine Menge Obst zu den Mahlzeiten waren für die Patientin kein Problem, aber ein paar Scheiben Weißbrot zum Grillen oder eine Portion Nudeln bedeuteten den Rückfall. Die nächsten Stunden waren von Krämpfen und Durchfall geprägt. Anders der Fall einer 21 jährigen Patientin aus meiner Praxis. Bei ihr war eine Fructoseintoleranz zweifelsfrei diagnostiziert worden und sie kam, um Ratschläge zur Ernährungsumstellung zu holen. Und obwohl sie ganz konsequent auf Obst und Fruchtzuckerzusatz in der Nahrung verzichtete, war ich mit dem Befinden der jungen Frau nicht zufrieden. Die Blähungen und Durchfälle hatten zwar deutlich nachgelassen, aber sie war weiterhin müde und antriebslos. Kinesiologische Tests deuteten auf Gluten als möglichen Stressor hin. Zwei Wochen strenger Verzicht auf Fruchtzucker und auf Gluten und unterstützende Darmtherapeutika brachten den gewünschten Erfolg. Die junge Frau fühlte sich wie neugeboren. Sie kann heute durchaus kleine Mengen glutenhaltige Nahrungsmittel essen, selbst ein frisches Sonntagsbrötchen mit Marmelade macht keine Beschwerden mehr. Die richtige Ernährung bei Glutenunverträglichkeit Eine glutenfreie Ernährung ist eine große Herausforderung für jeden Patienten. Klebereiweiß zaubert nicht nur leckere Backwaren sondern dient auch als Emulgator zum Binden von Wasser und Fett. Fettarme Joghurts oder auch Magerkäse, Streichkäse und Wurstwaren werden oft mit Gluten angereichert. Auch in Zahncremes und Medikamenten kann sich Gluten verstecken. Es gibt mittlerweile eine große Auswahl an glutenfreien Lebensmitteln im Handel. Die glutenfreien Produkte sind mit dem Symbol der durchgestrichenen Ähre oder dem Claim „glutenfrei“ gekennzeichnet. Das Label mit der durchgestrichenen Ähre wird von der Deutschen  Zöliakie-Gesellschaft an Hersteller vergeben, die durch hohe Qualitätsstandards und Analysen die Glutenfreiheit ihrer Produkte garantieren können. Wenn auch bei einer Allergie oder der Zöliakie das Einhalten einer strengen glutenfreien Kost unabdingbar ist, so ist bei einer Glutensensitvität meistens eine deutliche Reduzierung der glutenhaltigen Lebensmittel ausreichend. Ist der Verdacht einer Glutenunverträglichkeit gegeben, ist es wichtig, einige Wochen möglichst glutenarm zu essen. In vielen Fällen ist auch diese Unverträglichkeit ein Hilfeschrei des Darms. In den vergangenen Jahrzehnten wurde Weizen mit immer höherem Klebergehalt gezüchtet. Und es werden immer mehr Weizenprodukte und Gluten über verarbeitete Lebensmittel verzehrt. Der Darm wird mit einer Flut von Weizengluten einfach überfordert und rebelliert. Hat der Darm sich nach einer Karenzzeit erst einmal beruhigt, genügt es bei vielen Patienten, glutenhaltige Lebensmittel zu reduzieren vornehmlich über die Einschränkung von Brot, Nudeln und Kuchen im täglichen Speiseplan. Ganz einfach geht dies mit den zahlreichen glutenfreien Produkten von GEFRO. Hier ist für jeden Geschmack das richtige dabei. Stöbern Sie gerne durch unser glutenfreies Sortiment. Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag. Ihre Dr. rer. nat. Rita Hein, Heilpraktikerin und Ernährungsberaterin Das könnte Sie auch noch interessieren: Nahrungsmittelunverträglichkeit oder Lebensmittelallergie? Fructoseintoleranz – wenn Obst im Darm rebelliert Mit guten Kohlenhydraten das Stoffwechselfeuer entfachen!

Was kann ich machen, wenn mein Kind nicht essen will?

Was kann ich machen, wenn mein Kind nicht essen will?

Was ist die richtige Ernährung für mein Kind? Und was, wenn mein Kind das gaaanz anders sieht?! Konflikte am Mittagstisch sind Alltag, und Eltern sind ständig hin- und hergerissen zwischen einfachem Frieden ("Nudeln mit Soße") gepaart mit schlechtem Gewissen, und gesundem Essen mit Diskussion mit dem Sprössling als "Beilage".Wichtig - es muss nicht immer anstrengend sein! :-) Vieles läuft ganz automatisch richtig ab, und mit ein bisschen Knowhow rund Ernährung und Essverhalten wird der Alltag schon stressfreier. Kinder lernen am Modell Lebensmittel sind keine Trostpflaster Keine Verbote! Was und wie viel sollen Kinder essen? Auf Nährstoff- und Energiedichte achten Geduld! Alles nur eine Phase... Struktur und Neugierde als Hilfsmittel Immer wieder erreichen mich in der Ernährungsberatung Anrufe oder Mails von besorgten Eltern und Großeltern, die sich Sorgen um das Essverhalten ihrer Kinder oder Enkelkinder machen. Jedes Restaurant bietet heute den obligatorischen Kinderteller an: Nudeln mit Tomatensoße Kleines paniertes Schnitzel mit Pommes rot/weiß 5 Fischstäbchen an Zitronenscheibe mit Pommes und Salatgarnitur 3 Reibekuchen mit Apfelmus Essen unsere Kinder wirklich so wenig abwechslungsreich? Sind sie zufrieden, wenn zwischen Pommes, Schnitzel, Pizza und Mc… gewechselt wird? Haben die Kids von heute keine Lust auf die bunte Vielfalt von Obst, Gemüse, Getreideprodukten, Fisch und Fleisch? Gesundes Mittagessen? Fehlanzeige! Mittags um 13.00h in Deutschland:„Mama, was gibt es heute zu essen? Blumenkoooohl? Oh nein, Du weißt doch, dass ich keinen Blumenkohl mag. Und dann auch noch mit langweiligen Kartoffeln. Ich habe so großen Hunger, und jetzt nicht einmal was Anständiges zu essen…Das esse ich jedenfalls nicht, das kannst Du gleich wieder abräumen!“ Immer nur Nudeln mit Tomatensoße?! Das muss nicht sein. Welche Mutter, welcher Vater kennt das nicht: nörgelnde Kinder am Mittagstisch, nicht aufgegessene oder vielleicht sogar entsorgte Pausenbrote, der heimliche Gang in die Speisekammer immer auf der Suche nach etwas Süßem. Hinzu kommt noch das eigene schlechte Gewissen, weil die Kinder wieder kein Gemüse bekommen. Diese Litanei lässt sich schier endlos fortsetzen. Die gemeinsame Mahlzeit, die eigentlich etwas Besonderes, Schönes sein sollte in unserem von Hetze geprägten Arbeitsalltag artet immer mehr in Stress und Verzweiflung aus. Da empfehlen die Experten 5 Portionen Obst und Gemüse am Tag und die Kinder verziehen angewidert das Gesicht. Da hilft auch das Versprechen vom Sonnenschein am nächsten Tag nicht. Auch der Bissen für Oma, Opa, Onkel Andreas und Tante Katrin ist sicherlich nicht die Methode, Kinder für eine abwechslungsreiche, gesunde Mischkost zu begeistern. Kinder lernen am Modell. Nichts ist überzeugender und wirkt nachhaltiger als das Vorbild der Eltern oder Großeltern. Auch wenn ein Kind anfangs bestimmte Nahrungsmittel ablehnt, sollte es durchaus immer wieder mal zum Probieren animiert werden. Geschmack will auch gelernt werden. Aber Vorsicht mit Kritik. Wenn man immer wieder auf die Nörgelleien der Kinder eingeht, merken diese schnell, dass sie die Aufmerksamkeit auf sich ziehen und damit im Mittelpunkt stehen. Die beste Strategie ist, den Focus nicht auf das merkende Kind zu lenken. Umgekehrt sollte man nicht mit Lob sparen, wenn das Kind etwas probiert, was ihm doch eigentlich nicht schmeckt. Dadurch bekommt der Sprössling nicht nur Aufmerksamkeit, sondern gleichzeitig noch Lob und Anerkennung. Lebensmittel sind keine Trostpflaster Auf gar keinen Fall sollten Essen oder bestimmte Nahrungsmittel als Erziehungsmittel verstanden werden: Lebensmittel dürfen weder als Trost noch Strafe eingesetzt werden. Süßigkeiten nicht als Trostpflaster einsetzen. Schokolade, Gummibärchen oder Eis eignen sich zwar sehr gut als Trösterchen, weil sie schnell wirken, aber Kinder, die immer wieder mit Süßigkeiten belohnt werden, verinnerlichen dies und neigen auch als Erwachsene dazu, Frust oder Spannungen mit Essen zu kompensieren. Der Kummerspeck im Alter wird möglicherweise schon im Kindesalter vorprogrammiert. In der Kindheit wird der Grundstein für die körperliche und geistige Entwicklung gelegt. Und durch den Erziehungsstil beeinflussen wir als Eltern ganz wesentlich das spätere Ernährungsverhalten unserer Kinder. Eltern kümmern sich um Lebensmittelmenge und –vielfalt. Vater und Mutter leben das gewünschte oder auch unerwünschte Ernährungsverhalten vor. Die Sprichwörter: "Wie der Vater so der Sohn“ oder „Was der Bauer nicht kennt…“ haben besonders, wenn es um Essgewohnheiten geht, ihre uneingeschränkte Berechtigung. Verschmähen Mütter und Väter Obst und Gemüse, sollten sie keine Hoffnung haben, dass die Kinder jeden Tag nach einem Salat- oder Obstteller verlangen. Kinder lernen am Modell. Nichts ist überzeugender und wirkt nachhaltiger als das Vorbild der Eltern. Eltern sind Vorbilder in Sachen Ernährung! Jeder von uns erinnert sich sicher an bestimmte Speisen, die früher „bäh“ waren und heute zu den Lieblingsspeisen gehören. Gemüse wie Spargel, Rosenkohl oder auch Spinat stehen dabei bei Vielen ganz oben auf der Liste. Wenig hilfreich sind gute gemeinte Ratschläge wie z.B. „Das ist gut für die Gesundheit“ oder „Bonbons fördern Karies“. Ein Kind kann mit solchen Ratschlägen wenig anfangen. Es hat möglicherweise schon Tüten von Gummibärchen verzehrt, und die Zähne habe immer noch keine Löcher. Im Erwachsenenalter ist es doch auch nicht anders. Die meisten wissen recht gut Bescheid über so genannte gesunde und ungesunde Lebensmittel, aber die Zahl der ernährungsbedingten Erkrankungen nimmt stetig zu. Es ist verboten, etwas zu verbieten Wir zwingen uns oder werden als Kind gezwungen, das Gesunde zu essen und träumen insgeheim von der fetten Bratwurst oder dem dicken Eisbecher mit Schokosoße. Verzichten Sie, wenn es um das Ernährungsverhalten der Kinder geht, auf Verbote. Verbote oder später im Erwachsenalter die rigorosen Vorsätze wie: ab morgen esse ich keine Schokolade mehr, sind zum Scheitern verurteilt. Die Gedanken kreisen permanent um das verbotene Lebensmittel und irgendwann wird man schwach. Der Erwachsene holt sich heimlich die Schokolade aus dem Vorrat, die Kinder opfern ihr Taschengeld, nur um die Lust und Sehnsucht nach dem verbotenen Lebensmittel zu befriedigen. Kindern, die die häusliche Verpflegung immer nur unter dem Gesundheitsaspekt kennen lernen, neigen sehr oft im jugendlichen Alter zu einer unstillbaren Aufholjagd. „Jetzt kann die Mutter mir nichts mehr vorschreiben, jetzt entscheide ich. Und wenn ich jeden Tag Pommes und Schokoriegel will, dann werde ich sie mir gönnen“. Das Essen sollte von Beginn an nicht nur Nahrungsaufnahme, sondern auch Genuss sein. Und die ungesunde Leckerei gehört hin und wieder zum Genuss einfach dazu. Das richtige Essverhalten für Kinder Was und wie viel sollen Kinder essen? Als „Treibstoff“ braucht unser Körper zunächst einmal Energie in Form von Fetten, Kohlenhydraten und Eiweißen. Den Energiebedarf messen wir in kcal. Dieser Bedarf ist bei Erwachsenen sowie auch bei Kindern individuell sehr unterschiedlich. Er ist bei Kindern abhängig vom Entwicklungsstadium, vom Körperbau aber ganz entscheidend auch vom Bewegungsdrang der Sprösslinge. Mehr Bewegung, höherer Energiebedarf! Ein Kind, das seine Freizeit mehr oder weniger vor dem PC oder Fernseher verbringt, hat einen deutlich niedrigeren Bedarf, als das Kind, das sich den ganzen Tag auf dem Bolzplatz verausgabt. Egal ob erwachsen, noch Kind oder Jugendlicher: der Energiebedarf ist die Summe aus Ruheumsatz und Leistungsumsatz. Das heißt, je mehr unsere Kinder in Bewegung sind, desto mehr Energie setzen sie frei. Nährstoffdichte heißt das Zauberwort Eine Tüte Fruchtgummi, die Flasche Limonade oder auch die heiß geliebten Nussnougatcremes haben eine sehr hohe Energiedichte aber praktisch keine oder nur sehr wenig Nährstoffe. Aber gerade der wachsende junge Organismus braucht Nährstoffe für die gesunde Entwicklung. Obst, Gemüse, Vollkorngetreide haben zwar eine niedrigere Energiedichte, aber durch den hohen Gehalt an Vitaminen, Mineralstoffen und Pflanzenstoffen eine hohe Nährstoffdichte. Der Energiebedarf der Kinder ist gemessen an der Größe und auch am Alter recht hoch. Manche Mutter ist sicherlich erstaunt, dass die 11jährige Tochter ebenso viel Energie benötigt wie sie selber und der 14jährige Sohn sogar deutlich mehr. Hier liegt der Unterschied zu den ausgewachsenen bzw. älteren Menschen. Während beim älteren Menschen viele Nährstoffe in einer geringeren Nahrungsmenge untergebracht werden müssen, darf beim Heranwachsenden schon eher mal eine Mahlzeit nur oder überwiegend aus Kalorien bestehen. Nährstoffreiche Lebensmittel wie Gemüse, Obst, Vollkorngetreide, gutes Fleisch und Milchprodukte sind in der Kinderkost lebensnotwendig, aber in der ausgewogenen Kost können die Lieblingsgerichte wie Hamburger, Schokolade… durchaus untergebracht werden. Auch Fastfood darf im Speiseplan vorkommen. Geduld Kinder haben immer wieder Phasen, in denen sie bestimmte Lebensmittel oder auch ganze Lebensmittelgruppen, z.B. Obst oder Gemüse schlichtweg ablehnen. Solche Phasen sind jedoch völlig normal und nicht besorgniserregend. Solange ein Kind einen gesunden Eindruck macht, lacht, spielt und tobt sollte man als Eltern eher gelassen reagieren, kein Kind wird freiwillig verhungern. Über kurz oder lang holen sich die Kinder die Nährstoffe, die sie brauchen. Das Angebot von Obst und Gemüse sollte allerdings bei jeder Mahlzeit da sein. Aber die Kinder entscheiden selber, was sie essen und auch wie viel sie essen. Struktur schaffen und Neugierde wecken Um die Grundlagen für ein gesundes Essverhalten zu legen, reichen Empfehlungen über die richtige Nahrungszusammensetzung allein nicht aus. Regelmäßige Mahlzeiten, wie auch Schul- und Spielzeiten geben dem Tagesablauf der Kinder eine Struktur. Und zumindest eine gemeinsame Mahlzeit am Familientisch ist mehr als nur Nahrungsaufnahme. Wenn alle Familienmitglieder mit allen Sinnen am gemeinsamen Mahl teilnehmen, ist das Essen auch Futter für die Seele. Die gemeinsame Zeit schafft darüber hinaus die Möglichkeit, Neugierde beim nörgelnden Kind zu wecken. Da sagt zum Beispiel der große Bruder zum Papa: “Du, Papa, probiere mal den Gurkensalat. Mama hat die Gurken in ganz dünne Streifen geschnitten. Die sehen aus wie Spaghetti. Das schmeckt super gut!“ Der Papa greift den Faden auf und erwidert: „Tatsächlich, Du hast recht. Echt lecker. Die Streifen schmecken irgendwie anders als die normalen Gurkenscheiben.“ Und schon hebt die mäkelige Nina den Kopf. Wenn sie mitreden will, muss sie kosten. Vielleicht nicht gleich heute, aber wenn die Mama diese Gurkenspaghetti nochmal auf den Tisch bringt und alle begeistert sind, will sie auch wissen, ob das wirklich stimmt. Und dann verfeinert der große Bruder Max sein Blumenkohlröschen auch noch mit ein wenig Ketchup. Das sieht schon sehr verlockend aus. Für ein gutes und entspanntes Essen am Familientisch müssen wir und die Kinder etwas Kostbares investieren – Zeit. Aber diese Zeit ist nicht vergeudet, sondern in dieser Zeit erfahren wir ein hohes Maß an Lebensfreude und das wird auch das jüngste Mitglied der Familie sehr schnell spüren und schätzen lernen. In diesem Sinne: „Kosten wir sie aus, die Familienzeit am Esstisch“ Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag! Ihre Dr. rer. nat. Rita Hein, Heilpraktikerin und Ernährungsberaterin Das könnte Sie auch noch interessieren: Entspanntes Kochen mit Kindern Den inneren Schweinehund überwinden Mit guten Kohlenhydraten das Stoffwechselfeuer entfachen!

Der Unterschied zwischen probiotischen und prebiotischen Nahrungsmitteln

Der Unterschied zwischen probiotischen und prebiotischen Nahrungsmitteln

Im Wort ändert sich nur ein Buchstabe und dennoch haben Pro- und Prebiotika einen ganz unterschiedlichen Einfluss auf unseren Darm. Probiotische Lebensmitteln enthalten für den Darm nützliche Bakterienstämme. Die prebiotischen Lebensmittel dienen eben diesen nützlichen Darmbakterien als Nahrung. Probiotische Nahrungsmittel Prebiotische Nahrungsmittel Auch wenn die Wechselwirkungen zwischen Körper und Darm-Mikrobiom nicht vollständig erforscht sind, ist der Zusammenhang zwischen Wohlbefinden und Darm heute unbestritten. Eine gute Darmflora (Darmmikrobiota) ist die Grundlage für unser Wohlbefinden. Probiotische Nahrungsmittel Nicht wärmebehandelte Joghurtprodukte und fermentierte Nahrungsmittel enthalten natürlicherweise lebende Bakterienkulturen, sogenannte Probiotika (von griechisch: pro bios = für das Leben), die die Darmgesundheit unterstützen. Natürliche probiotische Lebensmittel: Naturjoghurt, Kefir, lange gereifte Käsesorten Sauerkraut, Kimchi Miso (japanische Gewürzpaste) Tempeh Milchsauer vergorene Gurken (Salzgurken) Kombucha Apfelessig Brottrunk Probiotische Nahrungsmittel bringen nützliche Bakterien mit, die den Verdauungstrakt besiedeln sollen, um die vorhandene, möglicherweise sogar durch Durchfälle oder Medikamente geschwächte Darmflora in ihrer Tätigkeit unterstützen. Die wohl bekanntesten Probiotika sind Milchsäurebakterien, zu denen Laktobazillen, Bifidobakterien und Enterokokken gehören. Prebiotische (auch präbiotisch) Nahrungsmittel Als prebiotisch werden Lebensmittel bezeichnet, wenn sie spezielle unverdauliche Ballaststoffe enthalten. Wichtige Prebiotika sind z.B. Resistente Stärke, Inulin, Pektin und Flohsamenschalen. Sie gelangen mit der Nahrung in den unteren Darm, wo sie den erwünschten Bakterien - den Probiotika - als Nahrung dienen. Das bedeutet, prebiotische Nahrungsmittel sorgen für eine optimale Ernährung der schon vorhandenen Flora. Prebiotische Ballaststoffe sind in allen Obst- und Gemüsesorten enthalten. Aufgrund ihrer Struktur zählen die prebiotischen Ballaststoffe eigentlich zu den Kohlenhydraten. Es sind nicht verwertbare Polysaccharide (Mehrfachzucker) Prebiotika Prebiotische Lebensmittel Inulin, Oligofructose Chicorée, Topinambur, Spargel, Lauch, Knoblauch, Zwiebel, Artischocken, Kohlgemüse Galacto-Oligosaccharide Hülsenfrüchte Pektin Äpfel, Birnen, Zitrusfrüchte, Quitten Resistente Stärke Nudeln, Kartoffel, Reis, Bananen Polysaccharide Flohsamenschalen Einen empfindlichen Darm sollte man schonend an Prebiotika gewöhnen, da er sonst mit Blähungen reagieren könnte. Meine Empfehlung: nehmen Sie erst einmal nur kleine Mengen dieser kleinen Helferlein zu sich. Mit der Zeit siedeln sich gesunde Darmbakterien im Darm an, eine gute Darmflora entsteht, und der Verdauungstrakt funktioniert immer besser. Wenn Lebensmittel sowohl Probiotika als auch Prebiotika enthalten (z.B. Naturjoghurt mit Obst), werden sie als synbiotisch bezeichnet. Liebe Leser, ich schreibe in meinem Beitrag bewusst von pre- oder probiotischen Nahrungsmitteln und nicht von Pre- oder Probiotika, die wir überall kaufen können. Nahrungsergänzungsmittel können eine gesunde ausgewogene Ernährung nicht ersetzen. Natürlich gibt es Ausnahmen. Bei schweren Erkrankungen oder in besonderen Lebenssituationen, können Nahrungsergänzungsmittel durchaus empfohlen werden. Meine Empfehlung: „Mehr prebiotische Lebensmittel auf dem Speiseplan, damit die guten Bakterien (Probiotika) im Darm gedeihen können. Essen Sie bunt! Wählen Sie die Farben, die die Natur Ihnen bietet, dann schaffen Sie gute Voraussetzungen für ein gutes Darmmikrobiom“. Wenn es um bunte, farbenfrohe Lebensmittel geht, stehen natürlich Obst und Gemüse an erster Stelle. Sie sind die besten Fitmacher, enthalten wenig Energie aber liefern eine Menge Vitalstoffe: Vitamine, Mineralstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe und eben die gewünschten prebiotischen Ballaststoffe. Erst mit Obst und Gemüse wird die Mahlzeit, egal ob Frühstück, Mittagessen oder das Abendbrot wirklich bunt und ausgewogen. Ich freue mich auf Ihre Erfahrungen und Fragen, schreiben Sie gerne! Herzlich, Ihre Dr. rer. nat. Rita Hein, Heilpraktikerin und Ernährungsberaterin