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Der Stoffwechsel spielt eine zentrale Rolle für Energiehaushalt, Gewichtsentwicklung und allgemeines Wohlbefinden. Dennoch bleibt er für viele Menschen ein abstrakter Begriff, der häufig vereinfacht oder missverständlich verwendet wird. Der folgende Beitrag ordnet grundlegende Zusammenhänge ein und zeigt auf, welche Faktoren den Stoffwechsel im Alltag beeinflussen können. Stoffwechsel – was ist das eigentlich? Der Begriff Stoffwechsel begegnet uns häufig – im Zusammenhang mit Ernährung, Gewicht, Energie oder Gesundheit. Doch was genau verbirgt sich eigentlich dahinter? Statt den Stoffwechsel ausschließlich über wissenschaftliche Definitionen zu erklären, ist es oft hilfreicher, ihn über seine Funktion zu betrachten: Was leistet ein gut funktionierender Stoffwechsel im menschlichen Körper? Grundsätzlich umfasst der Stoffwechsel alle biochemischen Prozesse, die im Körper ablaufen, um aufgenommene Nährstoffe zu verarbeiten. Alles, was wir über Nahrung und Getränke aufnehmen, wird zerkleinert, umgewandelt und entweder in verwertbare Bausteine überführt oder als nicht benötigte Bestandteile ausgeschieden. Die verwertbaren Substanzen werden über das Blut zu den einzelnen Körperzellen transportiert, wo sie für Aufbau-, Erhaltungs- und Energieprozesse zur Verfügung stehen. Dabei wird ständig Energie verbraucht und gleichzeitig neu bereitgestellt. Der Stoffwechsel lässt sich in verschiedene Teilbereiche gliedern, darunter unter anderem der Fettstoffwechsel, der Kohlenhydratstoffwechsel oder der Mineralstoffwechsel. Diese Bereiche greifen eng ineinander. Gerät einer von ihnen aus dem Gleichgewicht, kann dies die Regulation anderer Prozesse beeinflussen. So steht beispielsweise eine gestörte Regulation des Kohlenhydratstoffwechsels in engem Zusammenhang mit der Entstehung von Diabetes mellitus. Insgesamt handelt es sich beim menschlichen Stoffwechsel um ein hochkomplexes System. Entsprechend vielfältig sind die Faktoren, die ihn beeinflussen können. Ein Teil dieser Voraussetzungen wird durch genetische Anlagen geprägt, ein wesentlicher Teil jedoch durch äußere Einflüsse. Dazu zählen insbesondere die Qualität und Zusammensetzung der Ernährung, aber auch Bewegungsverhalten, Schlaf, Stressbelastung und psychische Faktoren. Sie alle wirken zusammen und können den Stoffwechsel entweder unterstützen oder belasten. Gute und schlechte Futterverwerter In der ernährungsmedizinischen Praxis zeigt sich immer wieder, dass Menschen sehr unterschiedlich auf Nahrung reagieren. Während die einen scheinbar problemlos essen können, ohne an Gewicht zuzulegen, nehmen andere bereits bei vergleichsweise kleinen Mengen zu. Diese Unterschiede werden im Alltag oft als ungerecht empfunden und führen nicht selten zu Frustration. Ein Teil dieser Unterschiede lässt sich über den Stoffwechsel erklären. Jeder Mensch unterscheidet sich nicht nur in Körpergröße, Statur oder äußeren Merkmalen, sondern auch in der Art und Weise, wie Nährstoffe aufgenommen, verwertet und gespeichert werden. In diesem Zusammenhang wird häufig von sogenannten „guten“ und „schlechten Futterverwertern“ gesprochen. Als guter Futterverwerter bezeichnet man Menschen, deren Organismus die zugeführte Energie besonders effizient nutzt. Überschüssige Energie wird dabei bevorzugt gespeichert – in erster Linie im Fettgewebe. Diese Fähigkeit war aus evolutionärer Sicht von Vorteil, da sie half, Zeiten mit eingeschränkter Nahrungsverfügbarkeit zu überstehen. Menschen mit einer weniger effizienten Verwertung verfügten dagegen über geringere Energiereserven. Welche Stoffwechselprägung ein Mensch mitbringt, ist unter anderem genetisch beeinflusst. Daraus lässt sich jedoch nicht ableiten, dass Körpergewicht ausschließlich genetisch festgelegt ist. Vielmehr handelt es sich um ein Zusammenspiel aus genetischer Disposition und äußeren Faktoren. Dazu zählen unter anderem Ernährungsgewohnheiten, Bewegungsverhalten, hormonelle Einflüsse sowie psychosoziale Aspekte. So ist es durchaus möglich, dass ein Mensch mit höherem Körpergewicht im Alltag weniger Energie zuführt als eine schlanke Vergleichsperson. Umgekehrt bedeutet ein schlanker Körperbau nicht zwangsläufig, dass der Stoffwechsel „besser“ funktioniert. Diese vereinfachten Zuschreibungen greifen zu kurz und werden der individuellen Stoffwechsellage nicht gerecht. Wichtig ist vor allem die Erkenntnis, dass der Stoffwechsel kein starres System ist. Auch wenn bestimmte Voraussetzungen angelegt sind, reagiert der Organismus fortlaufend auf äußere Einflüsse. Ernährung, Bewegung und Lebensstil können Stoffwechselprozesse über längere Zeiträume hinweg positiv oder negativ beeinflussen. Sparflamme und Jo-Jo – was der Körper daraus lernt Der Körper reagiert auf Nahrungsentzug nicht mit Einsicht, sondern mit Schutz. Wenn Energie knapp wird – etwa durch Fasten oder strenge Diäten – schaltet er auf Sparflamme. Das bedeutet: Er senkt seinen Energieverbrauch, um mit weniger auszukommen. Der Grundumsatz sinkt. Verbrauch wird gedrosselt. Alles, was nicht zwingend nötig ist, wird heruntergefahren. Kommt danach wieder „normales Essen“, passiert etwas Entscheidendes: Der Körper vertraut dieser Situation nicht. Er hat gelernt, dass auf Überfluss erneut Mangel folgen kann. Also speichert er schneller und effektiver als zuvor. So entsteht der Jo-Jo-Effekt. Nicht, weil zu viel gegessen wird, sondern weil der Stoffwechsel vorsorglich einlagert. Was einmal als Notmaßnahme gedacht war, wird zur Strategie. Wer diesen Zyklus mehrfach durchläuft, trainiert seinen Körper genau darauf: auf Sparsamkeit im Mangel – und auf maximale Speicherung danach. Das Gewicht kommt zurück. Oft schneller. Oft mehr. Manchmal mit Zinsen. Das Problem ist also nicht der fehlende Wille. Das Problem ist ein Körper, der gelernt hat, sich zu schützen. Den Stoffwechsel wieder in Bewegung bringen Wenn der Stoffwechsel gelernt hat, Energie zu sparen, lässt er sich nicht durch Druck oder Extreme „überlisten“. Er reagiert besser auf Verlässlichkeit und Bewegung im Alltag. Bewegung ist dabei das wirksamste Signal. Jede Form zählt: die Treppe statt des Aufzugs, ein Spaziergang, Ballspielen mit den Kindern oder Enkelkindern oder der Besuch im Sportstudio. Der Körper unterscheidet nicht zwischen „Sport“ und „Alltag“ – jede Muskelaktivität erhöht den Energieverbrauch. Je mehr Muskelmasse wir aufbauen und erhalten, desto größer ist langfristig die Fähigkeit des Körpers, Energie umzusetzen. Auch Regelmäßigkeit beim Essen spielt eine Rolle. Ein Frühstück geht häufig mit einem insgesamt strukturierteren Essverhalten einher. Nach der nächtlichen Regenerationsphase braucht der Körper Energie, um leistungsbereit in den Tag zu starten. Wer dauerhaft auf das Frühstück verzichtet, erlebt nicht selten ein anhaltendes Hungergefühl am Vormittag und greift später zu größeren Portionen. Für viele Menschen ist ein regelmäßiger Start in den Tag deshalb entlastend. Wasser als Lieblingsgetränk zu entdecken, verändert oft mehr, als man denkt. Mehr als die Hälfte unseres Körpers besteht aus Wasser – entsprechend zentral ist es für nahezu alle Stoffwechselprozesse. Wasser unterstützt den Transport von Nährstoffen, die Ausscheidung von Stoffwechselprodukten über die Nieren und eine gut funktionierende Verdauung. Wer ausreichend trinkt, schafft gute Voraussetzungen dafür, dass die Organe ihre Aufgaben zuverlässig erfüllen. Wasser kann pur getrunken oder mild aromatisiert werden, zum Beispiel mit etwas Ingwer, der traditionell als verdauungsfördernd gilt. Es geht also nicht um einzelne Maßnahmen, sondern um Signale an den Körper: Du darfst verbrauchen. Du wirst versorgt. Du musst nicht sparen. Essen wir noch so, wie unser Körper es gelernt hat? Unser Körper trägt noch immer die gleichen genetischen Voraussetzungen in sich wie vor tausenden von Jahren. Was sich radikal verändert hat, sind unsere Lebensumstände: Nahrung ist jederzeit verfügbar, Bewegung hat im heutigen Alltag oft keinen festen Platz mehr. Früher war Essen fast immer mit körperlicher Aktivität verbunden. Heute ist es davon entkoppelt. Diese Verschiebung stellt den Stoffwechsel vor neue Herausforderungen – nicht, weil wir „falsch“ leben, sondern weil unser Körper auf ein anderes Umfeld eingestellt ist. Viele der heutigen Stoffwechselprobleme lassen sich nur vor diesem Hintergrund verstehen. Wer diese Zusammenhänge kennt, beginnt zu verstehen, warum der Körper auf häufige Nahrungsimpulse nicht mit Fettabbau reagiert. Die entscheidende Frage ist daher weniger, was wir essen – sondern wann wir unserem Stoffwechsel überhaupt Raum zur Arbeit geben. Ich wünsche einen schönen Tag Viele Grüße aus Memmingen
Wenn die Tage kurz sind und die Kälte langsam Einzug hält, wächst die Sehnsucht nach Gerichten, die von innen wärmen und zur Ruhe kommen lassen. Die Allgäuer Gerstelsuppe ist genau so ein Klassiker – seit Generationen geschätzt für ihre schlichte Art, ihren ehrlichen Geschmack und das Gefühl von Geborgenheit, das sie mit jedem Löffel schenkt. Sanft sämig, mild-würzig und angenehm sättigend erinnert sie an alpine Alltagsküche, an stille Winterabende und an jene kleinen Genussmomente, die den Tag entschleunigen. Eine Suppe, die nicht laut sein muss, um zu überzeugen – sondern einfach guttut. Die GEFRO Gerstelsuppe: Was sie so besonders macht Einfache Zutaten, die zusammen Wärme schenken Im Mittelpunkt dieser Suppe stehen Gerstengraupen – geschälte und polierte Gerstenkörner, die seit Jahrhunderten fester Bestandteil der bäuerlichen Küche im Alpenraum sind. Früher galten sie als wertvolle Vorratszutat für die kalte Jahreszeit, weil sie gut haltbar waren und beim Kochen eine angenehm sättigende, weiche Konsistenz entwickelten. Beim Garen nehmen die Graupen Flüssigkeit auf, quellen langsam und geben der Suppe ihre typische, sämige Struktur. Ihr milder, leicht kerniger Geschmack bildet das ruhige Fundament der Gerstelsuppe und macht sie so unverwechselbar. Ergänzt werden die Graupen durch feines Dinkelmehl, eine alte Getreidesorte, die für ihren mild-nussigen Geschmack geschätzt wird. Dinkel verleiht der Suppe zusätzliche Fülle und sorgt dafür, dass sich die Aromen besonders harmonisch verbinden. Gemeinsam schaffen Gerste und Dinkel jene ausgewogene Textur, die die Suppe rund und angenehm macht – ohne schwer zu wirken. Abgerundet wird die Rezeptur durch Zwiebeln, Karotten und feine Kräuter. Ein Hauch Rauchsalz fügt sich dezent ein und erinnert an jene herzhaften Noten, die man aus der traditionellen Alpenküche kennt. Beim Kochen entfaltet sich die Suppe langsam: Der Duft wird warm und einladend, die Konsistenz cremig, der Geschmack ruhig und bodenständig. Genau so, wie man es von einer klassischen Gerstelsuppe erwartet. Für alle, die es unkompliziert, sättigend und wohltuend mögen Diese Suppe ist für Momente gemacht, in denen man es einfach haben möchte. Für Tage, an denen draußen Kälte liegt und drinnen ein warmer Teller reicht, um zur Ruhe zu kommen. Sie passt zu einem schnellen Mittagessen genauso wie zu einem stillen Abend – vegetarisch, unkompliziert und offen für alles, was man daraus machen möchte. Warum die GEFRO Gerstelsuppe wieder da ist – und warum sie manchmal fehlt Ein Winterklassiker, der seine Zeit hat Die Allgäuer Gerstelsuppe ist ein typisches Gericht für die kalte Jahreszeit. Wenn die Tage länger werden und die Temperaturen steigen, tritt sie leise in den Hintergrund. Doch mit dem Winter kehrt auch die Sehnsucht nach genau solchen Speisen zurück – nach Wärme, Tiefe und vertrauten Aromen. Dann ist sie wieder da, genau im richtigen Moment. Der vertraute Geschmack, der geblieben ist Und manchmal ist es schön, wenn sich nichts verändert. Rezeptur und Geschmack sind geblieben, wie man sie kennt und schätzt. Die vertraute Qualität, das volle Aroma und die cremige Konsistenz fühlen sich an wie ein Wiedersehen mit etwas Verlässlichem. In wenigen Schritten zum warmen Teller Viel braucht es nicht für diesen kleinen Moment Alpenruhe. Drei Esslöffel der Mischung werden in 500 ml Wasser eingerührt, kurz aufgekocht und etwa fünf Minuten sanft geköchelt. Danach darf die Suppe noch einen Moment ziehen – Zeit, in der sich Geschmack und Konsistenz ganz in Ruhe entfalten. Kleine Ideen für noch mehr Aroma und Sättigung Wer es besonders cremig mag, ersetzt einen Teil des Wassers durch Milch oder eine pflanzliche Alternative. Für mehr Tiefe sorgen Gemüse, Hülsenfrüchte oder eine kleine Einlage. So wird aus der Suppe im Handumdrehen eine Mahlzeit, die lange wärmt und angenehm satt macht. Mit Gemüse – frisch, leicht und ausgewogen Karotten, Lauch, Sellerie oder Spinat bringen Frische und Farbe in den Teller. Ein paar gehackte Kräuter zum Schluss lassen die Suppe leichter wirken und geben ihr eine feine, lebendige Note. Mit Wurst oder Schinken – herzhaft und wie früher Ganz klassisch wird die Gerstelsuppe mit Speckwürfeln, Wienerle oder Schinken verfeinert. So entsteht ein Geschmack, der an frühere Zeiten erinnert – herzhaft, kräftig und wohltuend sättigend. Auch ohne Fleisch bleibt die Suppe vollmundig: Geröstete Pilze, etwas geriebener Käse oder ein Schuss Sahne schenken ihr Tiefe und eine besonders runde Textur. GEFRO Gerstelsuppe: Ein saisonaler Genuss – nur solange der Vorrat reicht Jetzt ist sie wieder da – leise, vertraut und genau richtig für die kalte Jahreszeit. Die Allgäuer Gerstelsuppe ist nur für begrenzte Zeit erhältlich. Wer sich nach einem Moment Wärme, Ruhe und ehrlichem Geschmack sehnt, sollte sich rechtzeitig einen Vorrat sichern. Manchmal braucht es nicht mehr als einen warmen Teller Suppe, um den Tag ein wenig langsamer werden zu lassen. Viele Grüße aus Memmingen Rita Hein
Unser Körper ist ein ausgeklügeltes Energiesystem. Damit er funktionieren kann – vom Herzschlag bis zum klaren Gedanken – braucht er zuverlässige Brennstoffe. Kohlenhydrate und Fette liefern diese Energie. Aber sie tun es nicht auf die gleiche Weise. Wer verstehen möchte, warum Kohlenhydrate mehr sind als schnelle Sattmacher oder „Dickmacher“, muss einen Blick auf die Prozesse werfen, die in unseren Zellen ablaufen. Dabei hilft ein Bild, das alles greifbar macht: das Lagerfeuer. Anzünder, Glut, Brennholz – so funktioniert unser Stoffwechsel Vom Anzünder zum Stoffwechselfeuer – wie der Körper Energie gewinnt Was im Körper passiert, wenn Kohlenhydrate fehlen? Essenz Anzünder, Glut, Brennholz – so funktioniert unser Stoffwechsel Ein Lagerfeuer wird nicht mit einem dicken Holzscheit entfacht. Zuerst braucht es etwas Papier oder Späne, dann kommen trockene Zweige oder Rinde hinzu, und erst wenn sich eine stabile Glut gebildet hat, können größere Holzstücke nachgelegt werden. Ganz ähnlich funktioniert der Energiehaushalt im menschlichen Körper. Kurzkettige Kohlenhydrate, wie sie in Traubenzucker, Haushaltszucker oder auch in einem weißen Brötchen mit Marmelade stecken, sind der Anzünder: Sie bringen die Flamme im Stoffwechsel zum Lodern. Langkettige Kohlenhydrate, etwa aus Vollkorngetreide, Hülsenfrüchten oder Kartoffeln, wirken wie das Anfeuermaterial – sie sorgen dafür, dass die Glut erhalten bleibt. Ein ausgewogenes Mittagessen mit einer Portion Gemüse, Hülsenfrüchten oder Vollkornprodukten kann genau diese Funktion übernehmen: Es hält die Energie stabil und lässt das Stoffwechselfeuer ruhig weiterbrennen. Fette schließlich sind das eigentliche Brennholz. Sie enthalten viel Energie, benötigen aber ein gut brennendes Feuer, um effizient verwertet zu werden. Das bedeutet: Auch die Fettreserven, die der Körper angelegt hat – und die viele gerne loswerden möchten – lassen sich nur dann problemlos nutzen, wenn das Stoffwechselfeuer gleichmäßig brennt. Kohlenhydrate tragen entscheidend dazu bei, dass dieser Prozess reibungslos abläuft. Fehlt das Glutmaterial vollständig, muss der Körper Umwege gehen – und gerät dabei oft aus dem Gleichgewicht. Vom Anzünder zum Stoffwechselfeuer – wie der Körper Energie gewinnt Um zu verstehen, wie der Körper aus Nahrung tatsächlich Energie gewinnt, braucht es einen kleinen Ausflug in die Biochemie. Keine Sorge – wir bleiben nicht lange dort. Doch ein kurzer Blick in diesen zentralen Prozess hilft zu verstehen, warum gerade Kohlenhydrate eine so wichtige Rolle im Energiestoffwechsel spielen. In den sogenannten Mitochondrien – den „Kraftwerken“ unserer Zellen – läuft ein komplexer Kreisprozess ab, bei dem Nährstoffe in Energie umgewandelt werden: der Citratzyklus. Dabei spielt ein Zwischenprodukt eine zentrale Rolle: Acetyl-CoA. Es entsteht sowohl beim Abbau von Kohlenhydraten als auch beim Abbau von Fetten. Damit Acetyl-CoA in Energie umgesetzt werden kann, muss es sich mit einem weiteren Stoff verbinden: mit Oxalacetat. Und genau dieses wird hauptsächlich beim Abbau von Kohlenhydraten gebildet. Fehlt Oxalacetat – etwa weil zu wenige Kohlenhydrate aufgenommen wurden – kommt der Prozess ins Stocken. Selbst wenn ausreichend Fett zur Verfügung stünde, kann der Körper es dann nicht effizient verwerten. Die Energiegewinnung verlangsamt sich, und der Körper muss auf Umwege ausweichen – zum Beispiel über die Bildung von Ketonkörpern oder durch den Aufbau von Glucose aus Eiweiß. Kohlenhydrate sind also nicht nur schneller verfügbar – sie sind auch der Schlüssel, damit Fette überhaupt in Energie umgewandelt werden können. Der Satz des Nobelpreisträgers Otto H. Warburg bringt diesen Zusammenhang treffend auf den Punkt: „Fett verbrennt im Feuer der Kohlenhydrate.“ Was im Körper passiert, wenn Kohlenhydrate fehlen? Kohlenhydrate gehören nicht zu den sogenannten „essenziellen“ Nährstoffen – der Körper kann sie notfalls selbst herstellen. Doch das bedeutet nicht, dass sie entbehrlich sind. Bestimmte Zellen – darunter die roten Blutkörperchen, das Nierenmark und das Gehirn – sind dauerhaft auf Glucose als Energieträger angewiesen. Fehlt sie in der Nahrung, muss der Körper auf Notprogramme umstellen, die deutlich aufwändiger und belastender sind. Er beginnt, aus Eiweiß oder anderen Stoffwechselprodukten selbst Glucose herzustellen – ein Prozess, der Gluconeogenese genannt wird. Auch Ketonkörper werden gebildet, um das Gehirn zumindest teilweise mit Energie zu versorgen. Diese Prozesse funktionieren – aber sie sind keine Dauerlösung. Denn: Gleichzeitig fehlt dem Körper Oxalacetat – jenes wichtige Molekül, das für die Fettverbrennung im Citratzyklus gebraucht wird. Der Stoffwechsel wird gezwungen, Umwege zu gehen. Das kann kurzfristig gut funktionieren, belastet auf Dauer aber den Energiehaushalt und bringt das fein abgestimmte Zusammenspiel ins Wanken. Kohlenhydrate sind also kein verzichtbarer Nährstoff – sondern ein wertvoller Motor für den Stoffwechsel. Besonders dann, wenn sie in der richtigen Form, zur richtigen Zeit und in der passenden Menge aufgenommen werden. Essenz iele Menschen starten den Tag mit einem kleinen Stück Zucker im Tee – ein gezielter Anzünder, der den Stoffwechsel in Gang bringt. Dazu ein kräftiges Vollkornbrot als langanhaltendes Anfeuermaterial. Zwischenmahlzeiten können dann oft entfallen – denn so hat der Körper Gelegenheit, auf seine natürlichen Fettreserven zurückzugreifen. Ob als Frühstück oder Mittagsgericht: Wer den Fokus auf langkettige Kohlenhydrate wie Gemüse, Hülsenfrüchte oder Vollkorn legt – kombiniert mit Eiweiß und gesunden Fetten – unterstützt seinen Stoffwechsel nachhaltig. Und wenn es mal schnell gehen muss, sind auch praktische Lösungen gefragt – zum Beispiel eine wohlschmeckende Suppenpause aus der unserer GEFRO-Produktwelt. Das Entscheidende ist nicht der völlige Verzicht auf Zucker – sondern ein bewusstes Maß. Wenig Anzünder, ausreichend Anfeuermaterial, und gerne Ballaststoffe dazu. So bleibt das innere Feuer am Laufen – gleichmäßig und verlässlich. Viele Grüße aus Memmingen Rita Hein
Nachdem im ersten Teil der Serie der Ursprung und Aufbau von Kohlenhydraten im Mittelpunkt standen, geht es nun um ihre Wirkung im Körper – besonders auf den Blutzucker und das Hungergefühl. Warum macht ein Stück Schokolade oft schneller wieder hungrig als ein Teller Linsensuppe? Wieso stellt sich nach einem süßen Snack häufig Müdigkeit ein – und nach einer ballaststoffreichen Mahlzeit angenehme Sättigung? Die Antwort liegt im Zusammenspiel von Struktur, Verarbeitung und dem, was der Körper daraus macht. Der Weg der Kohlenhydrate – von der Mahlzeit ins Blut Der Unterschied liegt in der Verarbeitung Der Körper speichert – aber nur begrenzt Das Prinzip der „langsamen Kohlenhydrate“ Der Weg der Kohlenhydrate – von der Mahlzeit ins Blut Wenn wir kohlenhydrathaltige Lebensmittel essen, beginnt die Verdauung oft schon im Mund. Enzyme im Speichel spalten erste Zuckerbausteine ab. Im Dünndarm geht dieser Prozess weiter: Kurzkettige Kohlenhydrate werden rasch zerlegt, gelangen schnell ins Blut – und lassen den Blutzuckerspiegel ansteigen. Diese schnellen Spitzen sorgen dafür, dass die Bauchspeicheldrüse Insulin ausschüttet – ein Hormon, das die Glucose aus dem Blut in die Zellen schleust. So weit, so sinnvoll. Doch je kürzer die Kohlenhydratkette, desto steiler der Anstieg – und oft auch der Abfall. Nach einem zuckerreichen Snack kommt der Energieschub schnell – aber er hält nicht lange. Oft fällt der Blutzuckerspiegel sogar unter das Ausgangsniveau, was sich als Müdigkeit, Gereiztheit oder plötzlicher Heißhunger bemerkbar machen kann. Der Unterschied liegt in der Verarbeitung Die Struktur eines Lebensmittels und seine Verarbeitung bestimmen maßgeblich, wie schnell Kohlenhydrate ins Blut gelangen. Ein Stück Obst enthält eine Mischung verschiedener Zuckerarten – darunter Traubenzucker, Fruchtzucker und häufig auch Saccharose. Gleichzeitig liefert es Ballaststoffe, die die Aufnahme der Zucker verlangsamen. Der Blutzuckerspiegel steigt dadurch weniger steil. Ein Glas Fruchtsaft enthält denselben Zucker, aber kaum Faserstoffe – der Anstieg erfolgt deutlich schneller. Ähnlich beim Getreide: Vollkornbrot liefert langkettige Kohlenhydrate und Ballaststoffe. Weißbrot enthält kürzere Ketten und wenig Struktur – es wird schneller verdaut und macht weniger lang satt. Der Körper speichert – aber nur begrenzt Die im Blut zirkulierende Glucose steht dem Körper zunächst als schnelle Energie zur Verfügung. Was nicht direkt verbraucht wird, kann in Muskeln und Leber als Glykogen gespeichert werden – eine Art kurzfristiger Energievorrat. Diese Speicherplätze sind jedoch begrenzt: Insgesamt lassen sich dort rund 400 Gramm Glykogen einlagern, was etwa 1600 Kilokalorien entspricht. Sind diese Speicher voll, wandelt der Körper überschüssige Glucose in Fettsäuren um und speichert sie im Fettgewebe – und das nahezu unbegrenzt. Im Gegensatz zum Glykogen kennt das Fettgewebe keine natürliche Obergrenze. Je nach Körperzusammensetzung können hier leicht zehntausende Kalorien abgelegt werden. Das erklärt, warum eine Ernährung mit vielen rasch verwertbaren Kohlenhydraten – auch bei regelmäßigem Hungergefühl – zur Gewichtszunahme führen kann. Energie ist vorhanden, aber für den Körper schwerer nutzbar. Das Prinzip der „langsamen Kohlenhydrate“ Langkettige Kohlenhydrate aus Hülsenfrüchten, Gemüse oder Vollkornprodukten werden vom Körper langsamer verdaut. Sie sorgen für gleichmäßige Blutzuckerwerte, weniger Heißhunger und länger anhaltende Sättigung. Gerichte mit Linsen, Kichererbsen, Haferflocken oder Quinoa setzen auf diese „langsame Energie“. Besonders in Kombination mit Eiweiß – etwa aus Fisch, Fleisch, Eiern, Milchprodukten oder pflanzlichen Quellen wie Tofu – wird die Verdauung zusätzlich verlangsamt. Gesunde Fette aus Nüssen, Samen oder hochwertigen Ölen unterstützen diesen Effekt und sorgen zusätzlich für Geschmack und Sättigung. Auch die Konsistenz spielt eine Rolle: Ein körniger Salat sättigt länger als ein pürierter Smoothie, selbst wenn beide die gleichen Zutaten enthalten. Wer bewusst auf „langsames Brennmaterial“ setzt, bringt Ruhe in den Stoffwechsel – und isst oft ganz automatisch ausgewogener. Essenz Nicht alle Kohlenhydrate wirken gleich. Entscheidend ist nicht nur die Menge, sondern auch ihre Struktur, Verarbeitung und Begleitstoffe. Kurze Ketten liefern schnelle Energie, die aber ebenso schnell wieder verpufft. Lange Ketten entfalten ihre Wirkung langsamer, dafür nachhaltiger – und unterstützen einen ausgeglichenen Stoffwechsel. Wer auf eine ausgewogene Kombination aus langkettigen Kohlenhydraten, Eiweiß und gesunden Fetten setzt, sorgt für stabile Energie, weniger Heißhunger und ein angenehmes Sättigungsgefühl – ganz ohne Verzicht. Im nächsten Teil geht es um den Energiestoffwechsel selbst: 👉 Wie der Körper Energie gewinnt – und warum Kohlenhydrate das Feuer entfachen. Viele Grüße aus Memmingen Rita Hein
Kohlenhydrate begleiten unseren Alltag – in der Sprache, in Diäten, in Lebensmitteln und leider auch in vielen Missverständnissen. Kaum ein Nährstoff wird derart widersprüchlich diskutiert: Sie gelten als Energielieferant oder Dickmacher, als ungesund oder unentbehrlich. Dabei lohnt sich ein ruhiger Blick auf das, was sie wirklich sind – und woher sie kommen. Denn Kohlenhydrate sind keine Erfindung der modernen Ernährung. Im Gegenteil: Ohne sie gäbe es kein Leben. Die Kraft der Sonne – und der Anfang aller Nahrung Zuckerbausteine und Ketten – die Struktur macht den Unterschied Vollkornbrot oder Eiscreme – eine Frage der Kette Ballaststoffe – nicht überflüssig, sondern unersetzlich Die Kraft der Sonne – und der Anfang aller Nahrung Die Geschichte der Kohlenhydrate beginnt in den Pflanzen. Genauer gesagt: im Sonnenlicht. Pflanzen sind in der Lage, aus Licht, Kohlendioxid und Wasser den Zucker Glucose zu bilden. Dies geschieht durch Photosynthese – einen biochemischen Prozess, der nicht weniger ist als die Grundlage allen Lebens auf der Erde. In einem ersten Schritt entsteht Glucose – ein Einfachzucker, der dann in Stärke umgewandelt und gespeichert wird. Das geschieht nicht zufällig, sondern sehr gezielt: in Knollen, Samen, Wurzeln, Rhizomen. Überall dort, wo die Pflanze Reserven anlegt. Menschen und Tiere können das nicht. Wir können kein Sonnenlicht verstoffwechseln. Wir müssen essen. Und wir leben von dem, was Pflanzen mit Hilfe der Sonne aufgebaut haben: Zucker, Stärke, Ballaststoffe – Kohlenhydrate in ihrer ganzen Vielfalt. Zuckerbausteine und Ketten – die Struktur macht den Unterschied Chemisch betrachtet bestehen Kohlenhydrate aus Zuckereinheiten. Diese Zuckermoleküle reihen sich zu Ketten – mal kurz, mal lang. Genau diese Länge entscheidet später darüber, wie süß ein Lebensmittel schmeckt, wie schnell es Energie liefert oder wie lange es satt macht. Kurze Ketten bestehen aus ein oder zwei Bausteinen – wie Traubenzucker oder Haushaltszucker. Sie schmecken süß und gelangen sehr schnell ins Blut. Lange Ketten – wie die Stärke aus Kartoffeln oder Getreide – sind komplex. Der Körper muss sie zuerst in kleinere Einheiten zerlegen, bevor er sie verwerten kann. Das braucht Zeit – und genau das ist gut so: Der Blutzuckerspiegel bleibt stabil, das Sättigungsgefühl hält an. Und dann gibt es noch die Ketten, die wir gar nicht spalten können: die Ballaststoffe. Auch sie bestehen aus Zuckereinheiten, doch es fehlt uns das nötige Enzym, um sie zu zerlegen. Und gerade deshalb sind sie so wertvoll: Sie sättigen, regulieren die Verdauung und dienen den guten Darmbakterien als Nahrung. Vollkornbrot oder Eiscreme – eine Frage der Kette Ein Stück Vanilleeis schmeckt süß. Ein Stück Vollkornbrot nicht. Trotzdem enthält das Brot oft doppelt so viele Kohlenhydrate wie das Eis. Wie kann das sein? Die Erklärung liegt in der Art der Kohlenhydrate. Im Eis steckt Haushaltszucker – eine kurze, sofort süß schmeckende Kette. Im Brot steckt Stärke – eine lange Kette, die erst durch das Kauen und den Speichel langsam zu süßen Bausteinen zerlegt wird. Wer lange genug auf einem Stück Brot kaut, merkt: Es wird süß. Die Enzyme haben ihre Arbeit begonnen. Das zeigt: Nicht die Menge entscheidet, sondern die Form. Kurze Ketten gehen ins Blut wie ein Zuckerblitz – lange Ketten fließen langsam, gleichmäßig. Und Ballaststoffe? Die lassen sich Zeit. Sie tröpfeln kaum ins Blut, aber sie tun dem Darm gut. Ballaststoffe – nicht überflüssig, sondern unersetzlich Der Begriff Ballaststoff klingt fast abschätzig – als wäre es etwas, das nur „mitgeschleppt“ wird. Doch das Gegenteil ist der Fall. Ballaststoffe leisten viel: Sie sättigen, regulieren die Verdauung, senken das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und wirken schützend auf den Darm. Manche – wie Inulin oder Pektin – dienen sogar gezielt den „guten“ Darmbakterien als Nahrung. Andere – wie Cellulose – sorgen für Volumen und ein gutes Gefühl im Bauch. Wer sie regelmäßig auf den Teller bringt, unterstützt damit nicht nur die Verdauung, sondern auch das gesamte Wohlbefinden. Essenz Kohlenhydrate sind mehr als nur Zucker. Sie sind Sonnenlicht in gespeicherter Form, sie sind Bausteine des Lebens, sie sind Energieträger, Sattmacher und Helfer für unsere Verdauung. Entscheidend ist nicht, ob wir sie essen – sondern welche wir wählen. Im nächsten Teil widmen wir uns genau dieser Frage: 👉 Warum machen manche Kohlenhydrate schnell wieder hungrig – und andere sorgen für langanhaltende Energie? Viele Grüße aus Memmingen Rita Hein
Zucker ist allgegenwärtig – oft offensichtlich, manchmal gut versteckt. Viele möchten heute beim Kochen gezielter entscheiden, wo Zucker hineingehört und wo nicht. Genau dafür haben wir unsere neue Produktwelt GEFRO ohne Zucker entwickelt: ohne zugesetzten Zucker*, mit vertrautem Geschmack und klaren Rezepturen. Was steckt hinter GEFRO ohne Zucker? Ein neues Angebot für mehr Auswahl Für wen ist GEFRO ohne Zucker gedacht? Warum GEFRO immer GEFRO bleibt Was steckt hinter GEFRO ohne Zucker? Unsere neue Produktwelt verzichtet konsequent auf zugesetzten Zucker*. Stattdessen setzen wir auf das, was Geschmack wirklich ausmacht: hochwertiges Gemüse, aromatische Kräuter, feine Gewürze – natürlich komponiert, klar im Aroma und rund im Geschmack. Alle Produkte in diesem Bereich sind außerdem: glutenfrei vegan / vegetarisch ohne Palmfett ohne zugesetzte Aromen ohne Farb- und Konservierungsstoffe ohne Geschmacksverstärker Kurz gesagt: pur, rund und unkompliziert – perfekt für die moderne Alltagsküche. Ein neues Angebot für mehr Auswahl In vielen herzhaften Lebensmitteln wie Suppen oder Soßen ist Zucker enthalten – oft als harmonisierender Bestandteil des Geschmacks. Wer darauf lieber verzichten möchte, findet mit GEFRO ohne Zucker eine stimmige Alternative, die auf Klarheit in der Rezeptur setzt – ohne Kompromisse im Geschmack. GEFRO ohne Zucker ist keine Abkehr vom Bewährten, sondern eine konsequente Erweiterung: für mehr Flexibilität, mehr Freiheit und mehr Möglichkeiten beim Kochen. Für wen ist GEFRO ohne Zucker gedacht? Dieses Angebot passt ideal zu Menschen, die: neue Rezepturen ausprobieren möchten ihre Küche leichter gestalten wollen Zutatenlisten gerne kurz und verständlich mögen eine natürliche Geschmacksbasis schätzen Als Ergänzung zur gewohnten Küche oder als neue Option bietet GEFRO ohne Zucker mehr Vielfalt in der täglichen Ernährung. Warum GEFRO immer GEFRO bleibt Unsere klassischen Produkte sind beliebt – und das seit Jahrzehnten. Auch die Bio-Variante hat ihre Fans. GEFRO ohne Zucker ersetzt nichts, sondern erweitert unser Sortiment. Denn guter Geschmack hat viele Gesichter – und bei GEFRO darf jedes davon seinen Platz haben. Jetzt entdecken: GEFRO ohne Zucker* ➡ Zur neuen Produktwelt im Shop * Unsere Produkte enthalten von Natur aus Zucker – zum Beispiel aus Karotten, Paprika oder anderem Gemüse. Dieser natürliche Zucker wird selbstverständlich in der Nährwerttabelle ausgewiesen – und genau darauf weist das * hin. Viele Grüße aus Memmingen Rita Hein
Kaum eine Frucht ist so tief im kulturellen Gedächtnis der Menschheit verwurzelt wie die Olive. Sie ist weit mehr als nur Zutat in der mediterranen Küche – sie steht für Frieden, Sinnlichkeit, Fruchtbarkeit und spirituelle Tiefe. Seit Jahrtausenden ranken sich um den Olivenbaum und seine Früchte Geschichten, Mythen und Symbole, die bis in unsere Träume hineinwirken. Ölzweig oder Taube - was ist eigentlich das Friedenssymbol? Olivenöl und Sinnlichkeit – mehr als nur Pflege Oliven und Träume – Früchte der Sehnsucht Ölzweig oder Taube - was ist eigentlich das Friedenssymbol? Heute gelten sowohl die Taube als auch der Ölzweig als universelle Symbole des Friedens – doch woher stammt diese Verbindung eigentlich? Der Ursprung liegt in der biblischen Geschichte von Noah und der Sintflut: Nachdem die Arche wochenlang auf dem Wasser trieb, sandte Noah eine Taube aus, um zu erfahren, ob das Land wieder bewohnbar sei. Beim zweiten Flug kehrte sie zurück – mit einem Zweig eines Olivenbaums im Schnabel. Dieses Zeichen bedeutete, dass die Fluten zurückgegangen waren, das Leben auf der Erde wieder möglich wurde und Gott seinen Bund mit den Menschen erneuert hatte. Aus dieser Erzählung heraus wurde der Olivenzweig zum biblischen Zeichen für Hoffnung, Versöhnung und Frieden. Später verschmolz dieses Bild mit der Taube zu einem gemeinsamen Symbol. Entscheidend geprägt wurde diese Symbolik in der modernen Friedensbewegung durch Pablo Picasso: Für den Friedenskongress 1949 in Paris entwarf er die berühmte Zeichnung der weißen Taube mit einem Ölzweig im Schnabel. Seither gilt dieses Motiv weltweit als Sinnbild für Frieden – in Logos, Protestbewegungen und als kulturelles Erbe über alle Nationen hinweg. Olivenöl und Sinnlichkeit – mehr als nur Pflege Olivenöl ist seit jeher ein Symbol für Wärme, Berührung und Genuss – und genau deshalb spielt es nicht nur in der Küche und Körperpflege, sondern auch in der Sinnlichkeit eine Rolle. Schon in der Antike nutzten Menschen das kostbare Öl bei Massagen und rituellen Körperanwendungen, oft im Rahmen von Bädern oder intimen Begegnungen. Eine sanfte Massage mit leicht erwärmtem Olivenöl kann die Sinne anregen, den Körper entspannen und als liebevoller Einstieg in Zärtlichkeit und Nähe dienen. Die geschmeidige Textur und der natürliche Duft des Öls schaffen dabei ein warmes, einhüllendes Gefühl – eine Verbindung aus Pflege und Erotik, die ganz ohne künstliche Zusätze auskommt. Dass Olivenöl bei vielen Menschen heute nicht nur mit Genuss, sondern auch mit Körperbewusstsein verbunden wird, zeigt sich auch in seinem zunehmenden Einsatz in Aromatherapie, Wellness-Ritualen und erotischer Körperpflege. Oliven und Träume – Früchte der Sehnsucht Auch in der Traumsymbolik haben Oliven eine besondere Bedeutung. Wer sich mit Traumdeutung beschäftigt, stößt schnell auf die erotische Dimension der mediterranen Frucht: Oliven gelten als Sinnbild für Sehnsucht, körperliche Nähe und die Früchte der Liebe. Wer im Traum Oliven selbst pflückt, deutet dies traditionell als Zeichen für gelebte Leidenschaft und erfüllte Zuneigung. Doch nicht alle Bilder tragen positive Botschaften: Vom Baum gefallene oder verdorbene Oliven stehen in manchen Deutungen für enttäuschte Erwartungen oder lieblosen Kontakt. Auch das Verzehren solcher Früchte kann auf unbefriedigende oder oberflächliche Erfahrungen hinweisen. Besonders interessant: Die gekaufte Olive symbolisiert im Traum oft ein verlockendes Abenteuer, das allerdings einen Preis haben kann – emotional oder moralisch. Wie bei allen Traumbildern kommt es natürlich auf den Zusammenhang und das Gefühl im Traum an. Doch die symbolische Kraft der Olive bleibt – zwischen Begehren, Verführung und dem Wunsch nach echter Verbindung. Viele Grüße aus Memmingen Rita Hein
Auf einer Reise durch die Hügel und Ebenen des Mittelmeerraums trifft man sie auf Schritt und Tritt: knorrige, silbrig glänzende Olivenbäume, die als stille Wächter die Landschaft bestimmen. In ihrem Schatten atmet man den Duft von sonnenwarmen Blättern und reifen Früchten – ein Duft, der fast untrennbar mit dem fruchtigen Aroma des Olivenöls verbunden ist. Seit Jahrtausenden begleitet das „flüssige Gold“ das Leben der Menschen: als Lebensmittel, Heilmittel, Symbol und Kulturgut. Bereits in der Antike war Olivenöl weit mehr als nur Fettstoff – es war Teil von Ritualen, Körperpflege und politischer Macht. Kein anderes Öl blickt auf eine so reiche kulturelle Geschichte zurück. Heimat der Olivenbäume Was verbindet den Olivenbaum mit der Göttin Athene? Der Olivenzweig als Zeichen des Sieges und der Ehre Und nach dem Wettkampf: Olivenöl für Körperpflege und Regeneration Olivenöl in der Heilkunde – eine Reise durch die Geschichte Heimat der Olivenbäume Der Olivenbaum (Olea europaea) ist seit Jahrtausenden im Mittelmeerraum beheimatet. Einige der ältesten bekannten Exemplare sind über 2.000 Jahre alt und wurden bereits in der Antike kultiviert. Schon die Griechen und Römer schätzten den Baum – nicht nur wegen seiner nährstoffreichen Früchte, sondern vor allem wegen des wertvollen Öls, das sie daraus gewannen. Bis heute ist der Olivenbaum ein Symbol der mediterranen Kultur, fest verwoben mit Lebensweise, Küche und Geschichte der Region. Gleichzeitig ist er ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für viele Länder Südeuropas. Im Mittelmeerraum findet der Ölbaum ideale Wachstumsbedingungen: Er benötigt viel Sonne, ausreichend Niederschlag im Herbst und ein gemäßigtes Klima. Große Temperaturschwankungen und Frost verträgt er hingegen nur schlecht – daher gedeiht er bevorzugt in warmen, windgeschützten Lagen. Typisch für den Olivenbaum ist seine knorrige, oft bizarr gedrehte Form, die mit zunehmendem Alter noch markanter wird. Er wächst langsam, erreicht aber eine Höhe von 6 bis 10 Metern, in Ausnahmefällen auch mehr. Besonders bemerkenswert ist sein Wurzelsystem: Der Olivenbaum bildet tiefe, weit verzweigte Wurzeln, mit denen er auch in trockenen Sommermonaten an Wasser gelangt. Anders als viele heimische Bäume ist der Olivenbaum immergrün – das heißt, er wirft im Winter seine Blätter nicht ab. Seine kleinen, schmalen, silbrig-grünen Blätter sind ledrig und mit einer feinen Schutzschicht überzogen, die Wasserverdunstung reduziert – eine weitere raffinierte Anpassung an heiße, trockene Standorte. Was verbindet den Olivenbaum mit der Göttin Athene? Der Olivenbaum ist nicht nur ein landwirtschaftlich wertvoller Baum – er spielt auch in der griechischen Mythologie eine zentrale Rolle. Besonders eng ist er mit der Göttin Athene verbunden, der Namensgeberin der Stadt Athen. Einer alten Legende zufolge stritten sich Poseidon, der Gott des Meeres, und Athene, die Göttin der Weisheit, um die Schirmherrschaft über eine neue Stadt in Attika. Um den Streit zu entscheiden, forderten die Götter zu einem Wettstreit auf: Wer der Stadt das nützlichere Geschenk machen könne, solle als Schutzgott oder -göttin auserwählt werden. Poseidon schenkte einen Brunnen, doch das Wasser war salzig und damit für Mensch und Landwirtschaft kaum brauchbar. Athene hingegen pflanzte einen Olivenbaum. Ihr Geschenk schenkte den Menschen nicht nur Früchte und Öl, sondern auch Holz. Die Bürger wählten Athene zur Siegerin des Wettstreits, und zur Schutzgöttin ihrer Stadt, die fortan ihren Namen tragen sollte: Athen. Der Olivenzweig als Zeichen des Sieges und der Ehre Seit der Antike ist der Olivenzweig ein Symbol für Sieg, Frieden und Ehre. Schon in den frühen Hochkulturen des Mittelmeerraums schmückten Zweige des Ölbaumes die Häupter von Helden, Herrschern und Athleten – sowohl als Friedenszeichen nach Kriegen als auch als Auszeichnung bei sportlichen Wettkämpfen. Besondere Bedeutung hatte der Olivenkranz – auf Griechisch Kotinos genannt – bei den antiken Olympischen Spielen. Während moderne Sportveranstaltungen Medaillen verleihen, war es in der Antike der schlichte, aber hochsymbolische Zweig des heiligen Ölbaums, der den Sieger ehrte. Bis heute hat der Olivenzweig als Symbol des Friedens und der Verständigung überlebt – etwa im Logo der Vereinten Nationen oder auf vielen Staatswappen. Seine Wurzeln liegen jedoch tief in der griechischen Antike, wo sportliche Leistung, Ehre und Natur noch untrennbar verbunden waren. Und nach dem Wettkampf: Olivenöl für Körperpflege und Regeneration Nach dem sportlichen Wettkampf kam für die Athleten der Antike die Pflege – und auch dabei spielte das Olivenöl eine zentrale Rolle. Die Sportler ruben ihren gesamten Körper mit Öl ein, um die Haut zu schützen, zu pflegen und zu reinigen. Der Schweiß, vermischt mit Staub und Sand, blieb am Öl haften und wurde anschließend mit einem Strigil – einem gebogenen Schabeisen aus Metall – vom Körper abgeschabt. Diese Prozedur war weit mehr als bloße Reinigung: Sie diente der Regeneration, der Körperpflege und galt zugleich als Zeichen der Wertschätzung für den eigenen Körper. Schon damals wusste man um die hautpflegenden Eigenschaften des Olivenöls – es machte die Haut weich, geschmeidig und schützte vor Austrocknung durch Sonne, Wind und Staub. Olivenöl in der Heilkunde – eine Reise durch die Geschichte Schon in der ersten naturwissenschaftlichen Enzyklopädie der Antike – der Naturalis Historia (79 n. Chr.) des römischen Gelehrten Plinius dem Älteren – findet Olivenöl Erwähnung. Plinius empfahl Wein zur innerlichen und Olivenöl zur äußerlichen Anwendung. Auch in der Bibel gibt es zahlreiche Hinweise auf die Verwendung von Öl zu pflegenden und kultischen Zwecken. Olivenöl diente unter anderem als Grundlage für Salben und Pasten. Im Mittelalter nutzte auch Hildegard von Bingen (1098–1179) verschiedene Bestandteile des Ölbaumes zu heilkundlichen Zwecken. Neben dem Öl selbst verarbeitete sie auch Blätter, Rinde und Holz. So setzte sie einen Rindentee bei Gicht ein, während sie einen Aufguss aus Blättern bei Magenbeschwerden empfahl. Das Olivenöl verwendete sie nur zur äußerlichen Anwendung. Viele Grüße aus Memmingen Rita Hein
Und wer liebt ihn nicht, den frischen griechischen Bauernsalat mit Schafskäse mariniert mit einem weichen, vollmundigen Olivenöl? Wer greift nicht zu, wenn aromatische Antipasti mit Olivenöl und frischen Kräutern serviert wird? Doch dieses Öl ist weit mehr als nur ein aromatischer Begleiter in der Küche: Es steht für ein Lebensgefühl, das Genuss und bewusste Ernährung miteinander vereint. „Zaubertrank“ der mediterranen Küche? Olivenöl – eine Geschmacksfrage? „Zaubertrank“ der mediterranen Küche? Hinter dem feinen Aroma von Olivenöl steckt auch ernährungsphysiologisch einiges: Olivenöl ist der Hauptlieferant der einfach ungesättigten Fettsäure, der Ölsäure. Daneben enthält Olivenöl von Natur aus auch sekundäre Pflanzenstoffe wie Polyphenole, die für seinen charakteristischen Geschmack und seine Stabilität verantwortlich sind. Hinzu kommt Vitamin E, das zum Schutz der Zellen vor oxidativem Stress beitragen kann. Einfach ungesättigte Fettsäuren können im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung zur Aufrechterhaltung eines normalen Cholesterinspiegels im Blut beitragen, wenn sie gesättigte Fettsäuren ersetzen. Voraussetzung ist, dass mindesten 70% der Gesamtfettsäuren einfach ungesättigte Fettsäuren sind. Olivenöl enthält einen geringen Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Diese essenziellen Fettsäuren nehmen die Südeuropäer durch einen hohen Fischanteil in der Ernährung auf. Bei den mehrfach ungesättigten Fettsäuren unterscheidet man zwischen Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren. Beide sind essenziell – das heißt, sie können vom Körper nicht selbst gebildet werden und müssen über die Nahrung aufgenommen werden. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren haben bedeutende Funktionen in unserem Körper. Sie sind notwendig für den Aufbau der Zellwände und bilden spezielle Botenstoffe, die einen Einfluss auf die Blutfettwerte und Blutgerinnung haben. Für den Körper ist es wichtig, dass diese beiden Fettsäuren im richtigen Mengenverhältnis stehen. Fachleute fordern eine Relation von fünf Teilen Omega-6 zu einem Teil Omega-3- Fettsäure. Durch die mediterrane Kost mit einem hohen Anteil an Omega-3-reichem Fisch und zusätzlich Olivenöl mit einem nur geringen Gehalt an Omega-6, sind die Fettsäuren optimal ausbalanciert. Fisch gehört in der mediterranen Küche fest auf den Speiseplan – vor allem fettreiche Meeresfische wie Lachs, Makrele, Thunfisch und Sardinen. Sie liefern nicht nur hochwertiges Eiweiß und fettlösliche Vitamine, sondern auch einen hohen Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Besonders hervorzuheben sind dabei die langkettigen Omega-3-Fettsäuren Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA). Laut Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) zählen diese Fischarten zu den besten Nahrungsquellen für EPA und DHA. EPA und DHA tragen zu einer normalen Herzfunktion bei, sofern täglich 250 mg EPA und DHA eingenommen werden. (HCVO, Anhang). Darüber hinaus weist das BZfE auf mögliche Effekte einer ausreichenden Omega-3-Zufuhr in bestimmten Risikokonstellationen hin – etwa bei erhöhtem Blutdruck, Herzrhythmusstörungen oder einem erhöhten Risiko für tödliche Herzinfarkte. Diese Einschätzungen basieren auf wissenschaftlichen Erkenntnissen, stellen jedoch keine zugelassenen gesundheitsbezogenen Aussagen im Sinne der HCVO dar. Die mediterrane Ernährung vereint den regelmäßigen Verzehr von Omega-3-reichem Fisch mit Olivenöl, das von Natur aus nur geringe Mengen an Omega-6-Fettsäuren enthält. Dadurch entsteht ein ausgewogenes Fettsäuremuster – ein wichtiger Aspekt für eine moderne, bewusste Ernährung. Olivenöl – eine Geschmacksfrage? Bei kaum einem anderen Öl ist die Geschmacksvielfalt so groß wie beim Olivenöl. Ähnlich wie bei Wein gibt es die unterschiedlichsten Nuancen: würzig, fruchtig, feinherb, mild oder Noten, die an Kräuter, Beeren oder Äpfel erinnern. Hier muss man einige Öle testen, um seinen Favoriten herauszufiltern. Einen ersten Anhaltspunkt für die Geschmacksrichtung gibt die Herkunft. Der Geschmack spiegelt die Landschaft wider, in der die Ölbäume wachsen. Im Gegensatz zu anderen Ölen enthält Olivenöl sekundäre Pflanzenstoffe und phenolische Komponenten, die die geschmackliche Tiefe und Duft erheblich mitbestimmen. Ein wichtiger Bestandteil sind dabei die Polyphenole – vor allem Hydroxytyrosol und dessen Derivate. Diese wirken antioxidativ und beeinflussen den Charakter des Öls entscheidend. Phenole sind antioxidativ wirksam. Olivenölpolyphenole tragen dazu bei, die Blutfette vor oxidativem Stress zu schützen. Dieser zugelassene Health Claim darf jedoch nur verwendet werden, wenn das Öl mindestens 5 mg Hydroxytyrosol und dessen Derivate je 20 g enthält. Pflanzenbegleitstoffe und Phenole finden sich nur im nativen Olivenöl, nicht in raffinierten Produkten. Darum sollte man beim Kauf von Olivenöl nicht nur auf die Qualität, sondern auch auf die Herstellungsart achten. Viele Grüße aus Memmingen Rita Hein
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