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Der erste Gichtanfall kommt in der Regel aus heiterem Himmel – meistens in der Nacht. Ich habe es selber im Bekanntenkreis erlebt. Stefan um die vierzig, Pianist von Beruf, normale Statur, Fleischliebhaber. Er war zu einer Hochzeitsfeier eingeladen. Das Essen schmeckte ihm köstlich: Rouladen, deftiger Schweinebraten und zu später Stunde noch herrlichen geräucherten Fisch am Mitternachtsbüffet. Stefan hat das Tanzbein geschwungen. Und weil es im Saal sehr warm war, stillte er seinen Durst zwischen den Tanzrunden mit einem kühlen Bier. Und diese Kombination aus purinreichem Essen und Bier hat dann das Fass zum Überlaufen gebracht. Stefan wurde nach wenigen Stunden Schlaf durch rasende Schmerzen im Daumengrundgelenk geweckt. Das Gelenk war heiß, rot und geschwollen. Wie Stiche durch Nadeln, so stechend war der Schmerz. Die Diagnose war durch den Hausarzt schnell gestellt: ein akuter Gichtanfall. Und das auch noch in der Hand. Wie sollte Stefan damit Klavierspielen? Er wurde zunächst mit Medikamenten versorgt. Gleichzeitig stellte er seine Ernährung um. Warum erkrankte gerade Stefan? Bei Stefan war es wahrscheinlich die genetische Prädisposition. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass die meisten Gichtpatienten eine erbliche Veranlagung für einen chronisch erhöhten Harnsäurespiegel haben. Der Stoffwechsel dieser Patienten bildet überdurchschnittlich viel Harnsäure oder scheidet über die Nieren zu wenig Harnsäure aus. Die genetische Veranlagung ist nicht beeinflussbar. Es gibt aber eine Reihe von Risikofaktoren, die sehr wohl beeinflussbar sind und letztlich alle mit dem Lebensstil zusammenhängen: Risikofaktor: Übergewicht Nahrungsmittel im Überfluss und zu jeder Zeit verfügbar, Techniken und Hilfsmittel, die uns körperliche Arbeit erleichtern oder ersparen, das sind heute unsere Lebensbedingungen. Zwar angenehm, aber auf Dauer für die Gesundheit nicht fruchtbar. Hyperkalorische Nahrung, zu wenig Bewegung: Das Risiko für die Entstehung von Bluthochdruck, Übergewicht, Diabetes und Gicht steigt. Man weiß heute, dass Übergewicht den Harnsäurewert zusätzlich ansteigen lässt. Das heißt, neben der Umstellung auf eine harnsäurearme Ernährung sollte der von Übergewicht geplagte Gichtpatient zusätzlich sein Körpergewicht reduzieren. Das Abnehmen sollte unbedingt langsam, in kleinen Schritten erfolgen. Das Einschmelzen von Körperfettzellen setzt Purine frei. Der Gichtpatient sollte daher auf Fastenkuren oder Crashdiäten verzichten. Stefan war nicht übergewichtig. Aber er hatte die genetische Veranlagung, vielleicht schon lange einen erhöhten Harnsäurewert. Das purinreiche Essen und Trinken war dann der berühmte Tropfen, der den Anfall auslöste. Risikofaktor: Alkoholkonsum Alkoholhaltige Getränke sollten nur in geringen Mengen getrunken oder ganz weggelassen werden. Alkohol steigert die Harnsäurebildung in der Leber und hemmt gleichzeitig die Harnsäureausscheidung über die Nieren. Besonders kritisch ist der Genuss von Bier. Purine aus der Bierhefe erhöhen den Harnsäurespiegel zusätzlich. Umsteigen auf alkoholfreies Bier ist keine Alternative, denn das alkoholfreie Bier enthält ebenso Purine. Manche alkoholfreien Biere enthalten sogar deutlich mehr Purin als normales Bier. Risikofaktor: Purinreiche Ernährung Eine zu hohe Zufuhr purinreicher Kost, die fleisch- und fischlastig ist, der häufige Verzehr von Innereien lassen den Harnsäurespiegel immer weiter ansteigen. Es gilt also, die Ernährung umzustellen, den Lebensstil zu verändern. Stefan ist den Weg gegangen und hat keinen weiteren Gichtanfall erleben müssen. Und seine Finger laufen wie früher über die Klaviertasten. Genussvoll essen bei Gicht Ist der Harnsäurespiegel im Blut erhöht oder sogar der erste Gichtanfall überstanden, läuten die Alarmglocken und die persönliche Ernährungsweise muss unter die Lupe genommen werden. Wo sind die Purinbomben in der Kost? Wieviel Bier wird getrunken? Ich bin persönlich kein großer Fan von Listen und Tabellen, es kann aber am Anfang der Ernährungsumstellung hilfreich sein, mit einer Tabelle zu arbeiten, um ein Gefühl für Puringehalte verschiedener Nahrungsmittel zu bekommen. Harnsäure entsteht beim Abbau der Purine im Stoffwechselprozess. Aus 1 mg Purin werden dabei 2,4 mg Harnsäure gebildet. Die Deutsche Gicht–Liga e.V. empfiehlt, die tägliche Harnsäuremenge auf max. 400 mg zu beschränken, um erhöhte Harnsäurewerte oder die Progression der Gicht zu vermeiden. Auf ihrer Internetseite bietet die Deutsche Gicht-Liga e.V. einen Purinrechner an (auch für mobile Endgeräte als App verfügbar). Gerne gebe ich den entsprechenden Link auf die Seite weiter: https://www.gichtliga.de/purinrechner.html Mit diesem Rechner gelingt es sehr schnell, die purinreichen Lebensmittel in der eigenen täglichen Kost aufzuspüren und Änderungen einzuleiten. Wenn das Gefühl für Puringehalte sich eingestellt hat, reicht es aus, Nahrungsmittel gedanklich in drei Rubriken einzuteilen: Genießen – sparsam verzehren – vermeiden Genießen Bunt essen, im Sinne von, was die Natur uns bietet. Gerade der Gichtpatient sollte Farbe auf den Tisch bringen. Gemüse, Obst oder Salat passen zu jeder Mahlzeit. Zur Brotzeit frischen Rettich, Tomaten, Radieschen oder Gurken, zum Frühstück ein Gläschen Gemüse- oder Obstsaftsaft, zum Mittagstisch einen frischen Salat - klingt das nicht verlockend? Jedes Obst, jedes Gemüse liefert einen natürlichen Verbund aus Vitaminen, Mineralstoffen, Ballaststoffen und sekundären Pflanzenstoffen und ist damit ein wahrer Schutzschild für die Gesundheit. Amerikanische Studien haben bewiesen, dass auch purinhaltige Gemüsesorten wie Spargel oder Hülsenfrüchte keinen negativen Einfluss auf den Harnsäurespiegel haben. Und dann ist ja auch immer die Frage, womit diese Gemüse kombiniert werden. Vielleicht ist ja eine Erbsensuppe ohne geräucherten Bauchspeck und ein Spargelgericht ohne Bratwürstchen auch ein kulinarischer Höhepunkt. Eier, Milch und Milchprodukte dürfen ebenfalls auf dem Speiseplan stehen. Sie enthalten wenig bis gar keine Purine. Die Harnsäure wird über die Nieren ausgeschieden. Daher sollte das Lieblingsgetränk eines Jeden Wasser sein, ein reines Quellwasser, stilles Wasser oder auch ein spritziges Mineralwasser. Mehr als die Hälfte unseres Körpers besteht aus Wasser, kein Wunder also, dass unser Körper so sehr auf das frische Nass angewiesen ist. Nur mit Hilfe von Wasser können unsere Zellen ihre Aufgaben wirklich gut erfüllen. Wasser sorgt dafür, Nährstoffe effektiv aufzunehmen und zu verwerten, sowie unsere Nieren von Abfallstoffen – und Harnsäure gehört dazu - zu befreien. Wasser kann man mit frischen Kräutern, einem Spritzer Zitronen- oder Limettensaft oder auch Ingwer wunderbar aromatisieren. Neben Wasser darf der Gichtpatient auch Kräuter- und Früchtetees trinken. Sogar Kaffee ist erlaubt. Übrigens alle aufgeführten Nahrungsmittel in dieser ersten Rubrik stehen für eine ovo-lacto-vegetabile Kost, die Ernährungsform, die jedem Gichtpatienten empfohlen wird. Sparsam verzehren Auch, wenn die ovo-lacto-vegetabile Kost empfehlenswert ist, darf es für den Gichtpatienten auch Ausnahmen geben. Einmal täglich eine kleine Portion (ca.100g) Fleisch, Geflügel oder Fisch ist erlaubt. Bei Fisch sollte der Gichtpatient die mageren Sorten wie Scholle, Seezunge oder Kabeljau wählen. Diese enthalten deutlich weniger Purine als die Fettfische und sie machen auch auf dem Grill eine gute Figur. Entfernt man vom Brathähnchen die Haut, darf es auch mal ein Grillhähnchen sein. Durchforsten Sie das Internet nach purinarmen Rezepten. Sie werden über die Vielfalt staunen. Gicht oder auch nur erhöhte Harnsäurespiegel erfordern Kreativität beim Kochen. Lassen Sie sich inspirieren. Neben dem Fleisch- und Fischkonsum sollte der Verzehr von Fruchtzucker (Fructose) eingeschränkt werden. Keine Angst, auf Obst muss der Gichtpatient nicht verzichten. Die Vorteile der obstreichen Ernährung überwiegen deren Nachteile bei Gicht. Aber Achtung bei Süßigkeiten, Joghurts, Müsliriegeln, Softdrinks und Limonaden. Diese werden häufig mir Fruchtzucker oder Fructosesirup angereichert. Ein Blick auf die Zutatenliste ist also sinnvoll. Fructose selbst enthält zwar keine Purine, es ist ja ein reiner Zucker. Aber Fruchtzucker wird in der Leber verstoffwechselt und dabei entstehen über verschiedene Zwischenschritte Purine, die zu Harnsäure abgebaut werden. Aber nicht nur der Harnsäurespiegel steigt bei übermäßigem Verzehr von Fructose. Fructose fördert die Entwicklung von Übergewicht und einer Fettleber. Neben Fructose erhöhen auch die Zuckeraustauschstoffe Xylit und Sorbit den Harnsäurewert. Auch hier hilft nur der Blick in die Zutatenliste. Vermeiden Die Liste an erlaubten Nahrungsmitteln und denen, die sparsam gegessen werden sollten, ist lang und machen hoffentlich jedem von der Gicht geplagten Leser Mut. Aber ein paar Verbote müssen dennoch erwähnt werden. An erster Stelle stehen hier Innereien (Leber, Kalbsbries, Nieren…). Da werden auch bei kleinen Portionsgrößen die Grenzwerte von 400 mg Harnsäure schnell überschritten. Fette Fische, wie Ölsardinen, Sprotten, Sardellen, Hering und Krustentiere sollten ebenfalls vom Speiseplan gestrichen werden. Meiden sollte der Gichtpatient ein Zuviel an Hefe, Hefeextrakt oder Nährhefe. Vegetarische Brotaufstriche oder Fleischersatzprodukte auf der Basis von Nährhefe oder Hefeflocken zum Würzen sind für Gichtpatienten nicht geeignet. Anmerkung zur Verwendung von Hefeextrakt speziell bei den GEFRO-Produkten: Auch in den Produktlinien von GEFRO wird in verschiedenen Rezepturen Hefeextrakt eingesetzt. Der Gehalt ist aber sehr gering, so dass im fertigen Gericht der Gehalt an Purinen vernachlässigbar niedrig ist. Eine Ausnahme bilden hier die Brotaufstriche. Und abschließend nochmal der Hinweis auf Kochbücher oder Internetseiten. Stöbern Sie nach neuen Rezepten, denn eine Ernährungsumstellung gelingt nur, wenn es schmeckt. Setzen Sie sich das Ziel, dauerhaft purinarm zu genießen. Weitere Tipps und Infos zum Thema Ernährung finden Sie in unserem GEFRO Shop in unseren Ernährungstipps oder in unseren GEFRO Journalen.
Lactoseintoleranz - Wenn Milchzucker Probleme macht Diagnostik Lactoseintoleranz Ernährungsumstellung und Selbstbeobachtung Lactosefreie GEFRO-Rezepte Lactoseintoleranz - Wenn Milchzucker Probleme macht Max hat schlecht geschlafen. Ihm steht heute eine besonders schwere Schulaufgabe bevor. Seine Mutter weiß das und hat ihm zum Frühstück eine große Portion Müsli mit frischer Milch bereitgestellt.Max isst mit Appetit, aber unmittelbar nach dem Frühstück krampft sich sein Bauch zusammen und er rennt zur Toilette. Durchfall! Auch das noch!Ein nervöser Bauch oder aber eine Milchzuckerunverträglichkeit? Als Zucker gehört die Lactose (Milchzucker) wie z.B. auch der Fruchtzucker oder der Traubenzucker zu den Kohlenhydraten.Lactose besteht aus zwei verschiedenen Zuckerbausteinen, einem Molekül Galaktose (Schleimzucker) und einem Molekül Glucose (Traubenzucker). In der Natur kommt der Milchzucker in der Muttermilch und der Milch von Säugetieren vor, wobei der Gehalt sehr unterschiedlich ist. Die Lactoseintoleranz ist eine Nahrungsmittelunverträglichkeit, die vor allem vielfältige Bauchbeschwerden verursachen kann. Der Bauch ist angespannt und schmerzt, Blähungen und Völlegefühl und oftmals explosionsartige, wässrige Durchfälle kommen hinzu. Die Durchfälle, die häufig schon wenige Minuten nach dem Verzehr lactosehaltiger Lebensmittel auftreten, können oftmals nicht mehr kontrolliert werden. Die Patienten achten immer darauf, dass eine Toilette in der Nähe ist. Für viele bedeutet das eine deutliche Einschränkung in ihrer Lebensqualität. Die Unverträglichkeit entsteht, weil im Dünndarm das Milchzucker spaltende Enzym, die Lactase nicht ausreichend vorhanden ist oder ganz fehlt. Die Lactase spaltet den Milchzucker in die zwei Einzelbausteine und macht sie so für den Körper verfügbar. Erfolgt die Spaltung nicht, gelangt die Lactose in tiefere Darmabschnitte und wird dort durch Bakterien abgebaut. Dabei entstehen Gase, kurzkettige Fettsäuren und andere Stoffe, die letztlich im Zusammenspiel die Symptome der Lactoseintoleranz verursachen. Eine Milchzuckerunverträglichkeit kann auch eine Folge anderer Erkrankungen sein. Entzündliche Darmerkrankungen, Entzündungen der Bauchspeicheldrüse oder auch eine Glutenintoleranz ziehen oft eine Milchzuckerintoleranz nach sich. Diagnostik Lactoseintoleranz Häufig finden die Patienten ganz allein heraus, woran es liegt, dass nach dem Frühstücksmüsli oder der Sahnesoße beim Mittagessen sehr schnell immer die gleichen Beschwerden auftreten. Besteht der Verdacht einer Lactoseintoleranz, kann ein sogenannter Lactose-Atemtest Klarheit bringen. Der Patient trinkt dafür eine konzentrierte Milchzuckerlösung. Bei einer Intoleranz wird, wie oben beschrieben, der Milchzucker im Dickdarm von Bakterien verstoffwechselt, wobei Wasserstoff entsteht. Dieses Gas gelangt über den Darm in den Blutkreislauf und von dort zu den Lungenbläschen und wird anschließend abgeatmet. Bei Atemtest wird das ausgeatmete Gas in bestimmten Zeitabständen in der Atemluft gemessen. Ernährungsumstellung und Selbstbeobachtung bei Lactoseintoleranz Der Schlüssel zur Beschwerdefreiheit liegt letztlich in einer konsequenten Ernährungsumstellung. Damit der Darm sich erholen kann, sollte man nach der Diagnosestellung zunächst einige Wochen streng lactosearm essen. Kartoffeln, Reis, Gemüse, Obst, Fleisch, Fisch, Getreide, Öle oder auch Eier enthalten keine Lactose und können auf dem Speiseplan stehen. Voraussetzung ist hier allerdings, dass es sich um unverarbeitete Lebensmittel handelt. Anschließend sollte ein Ernährungs- und Symptomtagebuch geführt werden. Die Patienten notieren, was sie gegessen haben und wie ihr Befinden war. Nur so kann es gelingen, auszuloten, wo die eigene Toleranzschwelle für den Verzehr von Lactose liegt. So wird z.B. Joghurt von vielen Patienten noch vertragen, Milch aber gar nicht. In den fermentierten Milchprodukten sind Bakterien enthalten, die den Milchzucker schon teilweise zu Milchsäure umbauen und damit verträglicher machen. Schwierig wird die Kostumstellung dadurch, dass Milch, Milchprodukte oder auch der Milchzucker oft Bestandteile von Fertigprodukten sind. Hier hilft nur der Blick auf die Zutatenliste und dann letztlich auch das eigene Austesten. Milch oder auch Milcherzeugnisse müssen in der Zutatenliste ausgewiesen werden. Man kann Lactose in der Zutatenliste u.a. an Begriffen wie Magermilchpulver, Milcherzeugnis, Molke, Molkenpulver, Sahne, Schmand erkennen. In der Regel geben Firmen gerne Auskunft, ob sie lactosefreie Produkte in ihrem Sortiment führen. Für lose gekaufte Ware, z.B. Bäckereiprodukte bleibt allerdings nur, die Verkäuferin an der Ladentheke zu fragen. Nicht zu unterschätzen ist schließend auch die Kombination der Gesamtmahlzeit. Zum Beispiel wird die klassische GEFRO Gemüsebrühe (enthält Lactose) als Suppe gegessen von einem Patienten mit einer Lactoseintoleranz wahrscheinlich nicht vertragen. Verwendet der Betroffene die Gemüsebrühe jedoch als Würze zum Verfeinern von Speisen, treten möglicherweise gar keine Probleme auf, wenn noch eine Restaktivität des spaltenden Enzyms vorhanden ist. Zusätzliches Fett in der Nahrung macht den Milchzucker dann oft besser verträglich. Durch das Fett hat die Speise eine längere Verweildauer im Magen-Darm-Trakt, so dass die Enzyme deutlich mehr Zeit haben, den Zucker abzubauen. Aber auch hier sind das Ausprobieren und die Selbstbeobachtung sehr wichtig. Viele Betroffene verbieten sich selbst unnötiger Weise jegliche Milchprodukte. Beim Käse reduziert sich der Milchzuckeranteil durch den Reifeprozess, so dass Emmentaler oder auch andere Schnittkäsesorten oft vertragen werden. Außerdem wird schon bei der Käseherstellung die Molke, die einen hohen Lactosegehalt aufweist, abgetrennt. Lactosefreie GEFRO-Rezepte Fischwraps mit Garnelen und Koriander-Tomatensoße Nudelomelette mit Putenbrust und Tomatensoße Spargel-Kartoffelpfanne mit Speck und Ei Veganer Bulgur-Gemüsesalat mit Granatapfel Herzlich, Ihre Dr. rer. nat. Rita Hein, Heilpraktikerin und Ernährungsberaterin
Mit einem einfachen Test selbst herausfinden, was der Körper nicht verträgt. Schon 1956 wurde in dem Buch „The Pulse Test“ von Dr. Arthur F. Coca, der nach ihm benannte Puls- oder Coca-Test beschrieben. Gelangt ein für unseren Organismus nicht verträglicher Stoff in den Körper, reagiert das vegetative Nervensystem sehr schnell mit einer Erhöhung der Pulsfrequenz. Die Methode erfordert etwas Übung, kann aber durchaus helfen, Unverträglichkeiten von Nahrungsmitteln deutlich einzugrenzen. Ein Nachteil ist sicherlich, dass eine Mahlzeit aus mehreren Lebensmitteln zusammengesetzt ist. Das bedeutet, wenn der Test nach dem Essen positiv ausfällt, muss man anschließend die Mahlzeit in die einzelnen Komponenten zerlegen und dann in einem zeitlichen Abstand alle Zutaten einzeln testen. Sonst verzichtet der Betroffene möglicherweise auf seine Lieblingsspeise, obwohl nur eine einzige Zutat die unangenehmen Beschwerden hervorruft. Zur Vorbereitung auf den Test sollte man anfangs mehrmals täglich seinen Ruhepuls messen, um einen Durchschnittswert zu erhalten. Im zweiten Schritt ermittelt man den Puls ungefähr eine halbe Stunde nach dem Essen. Auch hier sollte man entspannt sein, um einen echten Vergleichswert zu erhalten. Ist der Puls jetzt um vier oder mehr Schläge erhöht, deutet das auf eine Allergie oder Unverträglichkeit hin. Weitere Tipps und Infos zum Thema Ernährung finden Sie in unserem GEFRO Shop in unseren Ernährungstipps oder in unseren GEFRO Journalen.
Allein in Deutschland werden jedes Jahr ca. 11 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen. Diese erschreckende Zahl summiert sich aus der Lebensmittelherstellung und den Privathaushalten. Eine enorme Menge, doch was kann man selbst tun, um zumindest zu Hause unnötige Lebensmittelverschwendung zu vermeiden? Wir haben hier 5 Tipps, wie man überflüssigen Abfall reduzieren kann. Warum ist die Lebensmittelverschwendung so hoch? Was verursacht Lebensmittelverschwendung? Falsche Lagerung Abweichung von Form, Farbe und Größe Lange Transportwege MHD ≠ Verbrauchsdatum Sonderangebote und Spontankäufe 5 Tipps zur Reduzierung von Lebensmittelverschwendung Einkaufsliste statt Spontankäufe Resteverwertung Verbrauchsdatum statt MHD Richtige Lagerung Regional kaufen Wie kann ich Lebensmittel retten? Fazit: Lebensmittelverschwendung lässt sich verhindern! Warum ist die Lebensmittelverschwendung überhaupt so hoch? Eigentlich ist uns ja allen klar, dass man mit Lebensmitteln verantwortungsvoll umgehen muss. Nicht nur, weil es in anderen Teilen der Welt extreme Lebensmittelknappheit gibt, sondern auch weil jedes weggeworfene Produkt unnötig Ressourcen verschwendet. Und bedenkt man, dass der sogenannte „Weltüberlastungstag“ seit 1987 jährlich nach vorne rückt, sollten wir die 11 Millionen Tonnen Lebensmittelabfälle schnellstmöglich reduzieren. Aber wie kommt es überhaupt zu so einer extrem hohen Zahl? Nachfolgend die Hauptursachen für Lebensmittelverschwendung. Was verursacht Lebensmittelverschwendung? Falsche Lagerung der Lebensmittel Dieses Problem betrifft vor allem die Privathaushalte. Dort wird oft zu wenig auf eine korrekte Lagerung der verschiedenen Produkte geachtet. Denn nicht alle Gemüsesorten kommen in den Kühlschrank und nicht alle Obstsorten in den Vorratsschrank. Abweichung von Form, Farbe und Größe Für fast jede Obst- und Gemüsesorte gibt es bestimmte Vorschriften, die regeln, wie die verschiedenen Sorten auszusehen haben: Farbe, Form und Größe sind ganz genau festgelegt. Das führt dazu, dass es viele Lebensmittel gar nicht in den Handel schaffen, da sie nicht diesen Normen entsprechen. Lebensmittel verderben beim Transport Viele Produkte, die wir im heimischen Supermarkt kaufen können, stammen von weit her. Doch diesen langen Transportweg überstehen nicht alle Lebensmittel unbeschadet. Es kann sein, dass sie beim Versenden zu weit gereift sind und dann unterwegs bereits in den Containern verderben. So können sie natürlich nicht mehr verwendet werden. Das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) wird dem Verbrauchsdatum gleichgesetzt Über das MHD wird immer wieder viel diskutiert. Das Problem daran ist, dass viele Verbraucher das MHD immer wieder mit dem Verbrauchsdatum gleichsetzen. Darum werden die Lebensmittel oft weggeworfen, wenn sie sich dem MHD nähern oder schon kurz darüber sind. Dabei ist das MHD kein Indiz dafür, wann Lebensmittel verderben. Es handelt sich nur um eine Empfehlung, wie lange sie auf jeden Fall ohne Geschmacks- und Qualitätseinbußen verwendet werden können. Sonderangebote und Spontankäufe Viele Verbraucher lassen sich von angepriesenen Sonderangeboten zu Spontankäufen verführen. So kauft man beispielsweise Großpackungen ein, obwohl man in einem kleinen Haushalt lebt und die Inhalte gar nicht vollständig verwerten kann. Daraufhin wird ein Großteil wieder weggeworfen. Sonderangebote verleiten zu unnötigen Zusatzkäufen Wie kann man selbst dazu beitragen, dass die Lebensmittelverschwendung sinkt? 1. Tipp gegen Lebensmittelverschwendung: Keine Spontankäufe Abhaken macht Spaß! Nehmen Sie zum Einkaufen eine Einkaufsliste mit! Fallen Sie nicht auf Sonderangebote herein! Kontrollieren Sie vor dem Einkauf zuhause Ihren Vorratsschrank und schreiben Sie sich eine Einkaufsliste. So vermeiden Sie es, Produkte doppelt zu kaufen oder übermäßig viele Lebensmittel in den Einkaufswagen zu legen. Überlegen Sie sich grob, was Sie in der folgenden Woche essen möchten und passen Sie Ihren Einkauf dementsprechend an. 2. Tipp gegen Lebensmittelverschwendung: Resteverwertung Übriggebliebenes muss nicht immer sofort in den Müll wandern. Auch Gerichte vom Vortag können noch weiter verwertet werden um Lebensmittelverschwendung zu verhindern. Entweder erhitzt man sie noch einmal oder nutzt sie zur Weiterverarbeitung. Die drei oder vier Brokkoliröschen von der letzten Mahlzeit können auch wunderbar als Einlage in einer leichten Suppe genutzt werden. Weg werfen ist out. Besser: geschickte Resteverwertung 3. Tipp gegen Lebensmittelverschwendung: Verbrauchsdatum statt MHD Das MHD (Mindesthaltbarkeitsdatum) sollte man nicht so genau nehmen, was wirklich zählt ist das Verbrauchsdatum. Aber am besten kontrollieren Sie Lebensmittel, die Sie schon länger lagern, einfach selbst. Schauen Sie sich das Produkt genau an, ob es schon faule Stellen aufweist oder seine Konsistenz verändert hat. Riecht es komisch oder wölbt sich der Deckel schon nach außen? Bei solchen Anzeichen sollten Sie das Produkt lieber nicht mehr verzehren. 4. Tipp gegen Lebensmittelverschwendung: Richtige Lagerung Achten Sie darauf, dass jedes Produkt anders gelagert werden muss. Informieren Sie sich z.B. darüber, welche Obst- und Gemüsesorten tatsächlich in den Kühlschrank gehören. So halten die Lebensmittel länger frisch. Mehr Infos zur richtigen Lagerung finden Sie z.B. hier. 5. Tipp gegen Lebensmittelverschwendung: Regional kaufen Um die langen Transportwege zu vermeiden, ist es sinnvoll, regional zu kaufen. Haben Sie vielleicht einen Hofladen in der Nähe? Dann statten Sie dem Bauern doch mal einen Besuch ab. Auch im Supermarkt können Sie auf die Kennzeichnung achten und Produkte aus Deutschland oder den Nachbarländern vorziehen. Wie kann ich Lebensmittel retten? Haben Sie schon einmal von Foodsharing gehört? Auf Facebook gibt es oft regionale Gruppen, wo man Produkte, die man selbst nicht mehr aufbraucht, anbieten und an andere weiter geben kann. So manche Sachen können auf diesem Weg vor dem Wegwerfen bewahrt werden. Fazit: Lebensmittelverschwendung lässt sich verhindern! Schon wenn man diese einfachen Tipps beherzigt, kann man die Lebensmittelverschwendung etwas reduzieren. Haben Sie noch mehr Ideen um die Verschwendung von Lebensmitteln zu verhindern? Wie vermeiden Sie überflüssige Lebensmittelabfälle? Teilen Sie Ihre Tipps gerne über die Kommentarfunktion hier im Blog. Herzlich, Sabine Humpert Journalistin und begeisterte Hobbyköchin mit grünem Daumen Das könnte Sie auch noch interessieren: 5 Lebensmittel, die Ihr Immunsystem stärken! Mit guten Kohlenhydraten das Stoffwechselfeuer entfachen! Meal Prep – So gelingt die Essensvorbereitung!
Wir haben extra für den Tag der Suppe ein gemeinsames Rezept mit Leimer und dem bevorstehenden Gewinnspiel extra für Sie kreiert. Haben Sie noch nicht an unserem Gewinnspiel teilgenommen? Gleich mitmachen & gewinnen! Tomatensuppe: 600g Wasser (kalt) 400g Kokosmilch (kalt) 4 EL (ca. 70g) GEFRO Bio Tomatensoße und -Suppe 4 Scheiben Ananas (aus der Dose, abgetropft oder frisch) Spieße 2 EL GEFRO Natives Olivenöl Extra 4 EL Sojasauce (alternativ Teriyaki-Sauce) 1 Zitrone (Saft) 5-6 Scheiben (ca. 3g) Ingwer 1 Knoblauchzehe grob gehackt ½ TL (ca. 2g) Salz ½ TL (ca. 2g) Zucker 1 Prise Pfeffer n. Geschmack Koriander (frisch oder getrocknet) 8 mittelgroße Garnelen (z.B. White Tiger, TK, aufgetaut) 100-125g Lachs (TK, aufgetaut oder frisch) 2 Scheiben Ananas (aus der Dose, abgetropft oder frisch) 1 Zucchini (lang und schmal) Salz und Pfeffer zum Würzen 40-50g Olivenöl 4 Schaschlik-Spieße Panade 100g Mehl 2 Eier 4 EL kaltes Wasser oder Milch 50g LEIMER Panko Paniermehl Zubereitung Spieße 1. Aus Olivenöl, Sojasauce, Zitronensaft, Ingwer, Knoblauchzehe, Salz, Zucker, Pfeffer und Koriander eine Marinade herstellen. 2. Lachs in 8 gleich große Stücke schneiden, mit den Garnelen in die Marinade gebenund für mindestens 2 Std. (oder über Nacht) ziehen lassen. 3. Lachs und Garnelen aus der Marinade nehmen und abtropfen lassen. 4. Ananasscheiben in je 8 Stücke schneiden. 5. Zucchini waschen und trocken tupfen. 6. Vom Zucchini die Enden abschneiden und mit einem Gurkenhobel 4 lange ca. 5mmdicke Scheiben schneiden. 7. Öl in einer Pfanne erhitzen, die Zucchinischeiben von jeder Seite 2-3 Sek. anbraten(dadurch werden sie weich und brechen beim Aufspießen nicht), auf Küchenpapierabtropfen lassen und mit Salz und Pfeffer würzen. 8. Die Zucchinischeiben wellenförmig auf Schaschlik-Spieße stecken, dabei zwischenjede Windung abwechselnd eine Garnele mit Ananas und ein Lachsstück mit Ananasstecken (je Spieß 2 Garnelen und 2 Lachsstücke). 9. Fritteuse auf 180°C aufheizen. 10. Eier mit Wasser oder Milch verquirlen 11. Aus Mehl, verquirlten Eiern und Panko eine Panierstraße erstellen. 12. Spieße zuerst in Mehl, dann in Ei und zum Schluss in Panko wenden, in der Fritteusegoldbraun ausbacken und auf Küchenpapier kurz abtropfen lassen. Zubereitung Tomatensuppe 13. Wasser und Kokosmilch in einen Topf geben. 14. GEFRO Bio Tomatensoße und –Suppe mit dem Schneebesen einrühren und einmalaufkochen lassen. 15. Ananasscheiben in kleine Stücke schneiden und unter die Suppe rühren. 16. Suppe auf 4 Suppentassen verteilen (evtl. etwas Kokosmilch in die Mitte geben),Spieße darauf anrichten und servieren. Tipps Die Spieße können auch in einer Pfanne mit reichlich Öl (ca. 2cm hoch) frittiertwerden, dabei die Spieße einmal wenden.Anstelle von Garnelen und Lachs kann auch Hähnchenfleisch verwendet werden.
Das Spurenelement Eisen ist wichtig und lebensnotwendig. Der Mensch kann es im Körper nicht selber herstellen. Eisen ist essentiell und muss mit der Nahrung zugeführt werden. Den größten Eisengehalt finden wir in unserem Blut- und Muskelfarbstoff. Lassen Sie den Teller grün leuchten Tipp: Saaten, Nüsse und Hülsenfrüchte Vitamin C erhöht die Bioverfügbarkeit Lebensmittel hemmen auch Eisenaufnahme Als Baustein dieser Farbstoffe bindet Eisen Sauerstoff und transportiert ihn in jede Zelle unseres Körpers. Aber auch viele Enzyme benötigen Eisen, um bestimmte Körperfunktionen steuern zu können. Ohne Sauerstoff erlischt die Kerze, und ohne Sauerstoff erlischt das Leben. Ein deutliches Anzeichen für Eisenmangel und damit Sauerstoffmangel ist ständige Müdigkeit und Abgeschlagenheit. Häufiges Anzeichen für Eisenmangel: Müdigkeit und Abgeschlagenheit Sauerstoff schenken uns grüne Pflanzen. Diese enthalten den Farbstoff, Chlorophyll. Chlorophyll ist der Motor für die Photosynthese, ein Prozess, bei dem aus Kohlendioxid, Wasser und Sonnenlicht letztlich Glucose und Sauerstoff entstehen. Chlorophyll ist in der Struktur fast identisch mit dem roten Blutfarbstoff Hämoglobin. Beide Strukturen unterscheiden sich nur durch ihr zentrales Metallatom. Beim Chlorophyll ist es Magnesium, beim Hämoglobin ist es Eisen. Man bezeichnet Chlorophyll sogar als „grünes Blut“. Warum erkläre ich Ihnen diesen Zusammenhang, liebe Leser? Nun, ich werde oft gefragt, ob eine vegetarische oder vegane Kost den Eisenbedarf des Körpers decken kann? Die Antwort lautet: „Ja“! Lassen Sie den Teller grün leuchten Sicher ist das Fleisch eine exzellente Eisenquelle. Es ist schließlich reich an Hämoglobin mit seinem zentralen Eisenatom. Dieses sogenannte Häm-Eisen kann von unserem Körper recht gut resorbiert werden. Eisen in pflanzlichen Lebensmitteln ist an andere Stoffe gebunden. Man spricht vom Nicht-Häm-Eisen, das vom Körper weniger gut aufgenommen werden kann. Grünkohl ist ein typisches Wintergemüse Spinat wird als blattweise geernteter Blattspinat und als Wurzelspinat angeboten. Brokkoli wirkt verdauungs- und immunsystemstärkend. Enthält das eisenhaltige Lebensmittel Chlorophyll, kann das grüne Blut trotz der niedrigen Bioverfügbarkeit des Eisens einem Eisenmangel vorbeugen. Schon im Jahre 1936 entdeckte Dr. Arthur Patek, dass grüne, chlorophyllhaltige Nahrungsmittel die Zahl der roten Blutkörperchen und Hämoglobinmenge viel schneller ansteigen lassen als reine Eisenpräparate. Was könnte da besser sein, als viel grünes Gemüse zu essen. Grünkohl, Spinat, Feldsalat, Brokkoli und grüne Kräuter liefern sowohl Eisen als auch Chlorophyll. Darum meine erste Empfehlung: Lassen Sie den Teller oder auch das Glas grün leuchten. Mein Tipp: Wählen Sie Saaten, Nüsse und Hülsenfrüchte Neben dem grünen Gemüse gibt es natürlich auch andere Lebensmittel, die eine gute Eisenquelle sind. Dazu gehören viele Saaten und Nüsse, wie zum Beispiel: Pinienkerne, Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne, Hanfsamen und Leinsamen. Wählen Sie Saaten, Nüsse und Hülsenfrüchte! Eisenreich sind auch Hülsenfrüchte, Schwarzwurzeln und viele Getreidearten (Dinkel, Hirse oder Vollkornreis). Vitamin C erhöht die Bioverfügbarkeit von Eisen aus pflanzlichen Nahrungsmitteln Wenn eisenreiche vegetarische oder vegane Nahrungsmittel auf dem Tisch stehen, reichen Sie hierzu einen frischen Salat z.B. mit Paprika, trinken Sie ein Glas Orangensaft oder essen Sie zum Abschluss ein Dessert mit viel frischem Obst. Das darin enthaltene Vitamin C verbessert die Eisenverfügbarkeit für den Körper, d.h. das Eisen wird leichter verwertbar. Die Zitrone enthält viel Vitamin C Es gibt auch Lebensmittel, die die Eisenaufnahme hemmen Kaffee- und Schwarzteetrinker sollten den Tee oder Kaffee nicht zum Essen oder unmittelbar danach genießen. Die Gerbsäuren in diesen Getränken binden das Eisen schon im Magen. Es findet dann nicht den Weg durch die Darmwand ins Blut, sondern nach draußen. Den gleichen negativen Effekt auf die Eisenresorption haben calciumreiche Lebensmittel. Calcium bildet mit Eisen einen unlöslichen Komplex. Nach dem eisenreichen Essen sollte keine Quarkspeise oder Joghurt als Nachspeise gegessen werden. Auch das Glas Rotwein zum Essen ist bei Eisenmangel nicht zu empfehlen. Rotwein oder aber der rote Traubensaft ist reich an Polyphenolen. Polyphenole wirken auf die Eisenresorption hemmend.Bei einem Eisenmangel muss aber weder auf Milchprodukte, Kaffee, Tee, Traubensäfte oder das Gläschen Rotwein verzichtet werden. Die entscheidende Rolle für die Eisenaufnahme spielt lediglich die richtige Zusammenstellung der Mahlzeiten. Health Claims Eisen trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel bei trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei trägt zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei trägt zur normalen Bildung von roten Blutkörperchen und Hämoglobin bei trägt zu einem normalen Sauerstofftransport im Körper bei Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag. Ihre Dr. rer. nat. Rita Hein, Heilpraktikerin und Ernährungsberaterin
Ich habe eine Glutenunverträglichkeit und möchte Ihnen mit diesem Blog-Beitrag Mut machen, wie mit vielen Alternativprodukten und guter Kennzeichnung die glutenfreie Ernährung erleichtert werden kann. Zöliakie, Glutensensitivität oder Weizenallergie –die neue Volkskrankheit? „Ist da Gluten drin?“ Wäre ich das vor ein paar Jahren gefragt worden, hätte ich vermutlich nicht weiterhelfen können, da ich nicht einmal gewusst habe, was Gluten überhaupt ist. Mittlerweile weiß ich es: Gluten oder auch Klebereiweiß ist ein Speicherprotein, das im Samen verschiedener Getreidesorten, wie Weizen, Roggen, Gerste oder Dinkel vorkommt. Es hat einen geringen Nährwert, ist aber ein guter Emulgator und Träger für Aromastoffe, bindet Wasser und stabilisiert. Für mich ist Gluten aber vor allem etwas, das ich nicht esse. Nicht, weil ich eine Diät mache, sondern weil ich an einer Glutensensitivität leide. Glutensensitivität ist eine Form der Glutenunverträglichkeit, die in jedem Alter auftreten kann. Hierbei löst das Gluten eine fehlgeleitete Immunreaktion aus. Der Körper reagiert überempfindlich auf Gluten. Bei mir zeigte sich das durch häufige Bauchschmerzen, Müdigkeit, Übelkeit und Kreislaufprobleme. Da im Gegensatz zu einer echten Zöliakie die Symptome bei einer Sensitivität sehr unterschiedlich und individuell sind, verging über ein Jahr, bis die Diagnose schließlich durch eine Bauchspiegelung im Krankenhaus bestätigt wurde. Glutenunverträglichkeit – welche Lebensmittel sind zu meiden? Cheatday – gibt´s nicht Nach der Diagnose war ich zwar erleichtert, endlich einen Grund für meine Beschwerden gefunden zu haben, zugleich war mir jedoch auch bewusst, dass ich ab sofort meine Ernährung komplett umstellen muss. Keine Nudeln, keine Pizza, kein Müsli, keine Burger, keine Kekse und nicht mal Brot – die Liste glutenhaltiger Lebensmittel schien unendlich lang und beinhaltete so gut wie alles, worauf meine bisherige Ernährung basierte. Ich konnte mich nicht einmal an eine Fastenzeit erinnern, die ich durchgehalten hatte und jetzt sollte ich plötzlich auf so viel verzichten, ganz ohne Ausnahmen? Besonders am Anfang war die Umstellung nicht einfach und sehr zeitaufwendig. Die Angebote an speziellen Ersatzprodukten waren zwar deutlich umfangreicher, als ich erwartet hätte, aber oft war der Geschmack sehr ungewohnt und eigen. Doch man wächst an seinen Herausforderungen und nach einigen Wochen fand ich sogar ein Brot, das nicht nach Pappe schmeckte. Ich würde nicht behaupten, dass meine Ernährung durch die Umstellung gesünder oder ungesünder wurde. Vielmehr habe ich gezwungenermaßen beim Kontrollieren der Zutatenlisten erstmals darauf geachtet, was eigentlich alles in den Lebensmitteln steckt, die ich täglich zu mir nehme und habe gelernt, bewusster zu Essen. Glutenfreie Produkte, die das Kochen erleichtern Verzicht ohne verzichten Als ziemlich schwierig erwiesen sich Restaurantbesuche, Familienfeiern und Tage, an denen es schnell gehen musste. Es gibt kaum Produkte, die glutenfrei, schnell zubereitet und trotzdem lecker sind. Mit einer Ausnahme: Die Produkte von GEFRO. Wussten Sie, dass über 85% der GEFRO Produkte glutenfrei sind? Tomatensoße, Gewürz-Pfeffer oder Chili sin Carne – In unserer Küche waren die Suppen, Soßen und Würzen von GEFRO schon immer sehr beliebt und alles kann ich trotz meiner Glutensensitivität weiterhin essen. Mein Lieblingsprodukt? Definitiv die BIO Sauce Bolognese. Dank GEFRO muss ich also nicht auf mein Lieblingsgericht verzichten. GEFRO Soßen-Set Paulina hat 2020 ein Praktikum bei GEFRO gemacht und uns ihre Geschichte erzählt. Vielen Dank dafür, Paulina! Haben Sie ähnliche Erfahrung gemacht bei der Diagnose von Glutenunverträglichkeit? Hinterlassen Sie uns einen Kommentar, wir sind gespannt auf Ihre persönliche Geschichte. Wir wünschen Ihnen alles Gute, Ihr GEFRO-Blog-Team
Fette sind ein wichtiger Bestandteil unserer täglichen Nahrung. Die Lebensmittelindustrie bietet uns heute unzählige Speisefette und Öle an. Da steht so mancher Verbraucher ratlos vor den Regalen und fragt sich, welches Fett für welchen Zweck? Fett ist nicht gleich Fett, es gibt erhebliche Unterschiede. Fett ist der Nährstoff mit dem höchsten Energiegehalt (9,3 kcal/g). Fette sind Träger der fettlöslichen Vitamine, bestimmte Fette versorgen uns mit essentiellen Fettsäuren und Fette sind Geschmacksträger. Viele Aromen aus frischen Kräutern sind fettlöslich und erst die Zugabe von Fett macht die Speise zu einem kulinarischen Erlebnis. Aber einige Fette können, krank machen, wenn sie im Übermaß zugeführt werden. Andere Fette besitzen durch ihr besonderes Fettspektrum eine wichtige Schutzfunktion für Herz und Gefäße. Je nach Herkunft unterscheidet man tierisches und pflanzliches Fett. Tierische Fette Tierisches Fett (Fleisch, Wurst, Milch oder Milchprodukte) ist in der Regel reich an gesättigten Fettsäuren und Cholesterin und sollte nur in Maßen aufgenommen werden. Wer die Butter als Aufstrich bevorzugt, sollte sie genießen aber eher sparsam verwenden. Grundsätzlich kann der Organismus gesättigte Fettsäuren selber herstellen, so dass eine Zufuhr mit der Nahrung nicht unbedingt nötig ist. Gesättigte Fettsäuren zeichnen sich allerdings durch eine hohe Hitzebeständigkeit aus und empfehlen sich deswegen für das Braten bei sehr hohen Temperaturen. Pflanzliche Fette Die Sortenvielfalt, gerade bei den pflanzlichen Ölen, wird in erster Linie durch eine spezifische Fettsäurezusammensetzung bestimmt. So enthalten Kokosfett oder auch das Fett der Palmkernfrucht einen hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren, Olivenöl dagegen zeichnet sich durch den hohen Gehalt an einfach ungesättigten Fettsäuren (Ölsäure) aus, während Distelöl den höchsten Gehalt an mehrfach ungesättigten Fettsäuren (Omega-6-) aufweist. Rapsöl dagegen ist, wie Olivenöl, reich an einfach ungesättigten Fettsäuren und hat zusätzlich die Omega-3-Fettsäure (alpha-Linolensäure) im Spektrum. Einfach ungesättigte Fettsäuren kann der Körper selber aufbauen. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren sind dagegen essentiell, das heißt, sie müssen mit der Nahrung zugeführt werden. Bei den mehrfach ungesättigten Fettsäuren unterschiedet man zwischen Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren. Beide sind lebensnotwendig und haben bedeutende Funktionen in unserem Körper. Sie sind wichtig für den Aufbau der Zellwände und bilden wichtige Botenstoffe, die einen Einfluss auf die Blutfettwerte und auch auf die Blutgerinnung haben. Omega-6-Fettsäuren kommen reichlich in verschiedenen Pflanzenölen vor, Omega-3-Fettsäuren dagegen finden sich hauptsächlich in fetten Seefischen, wie Lachs oder Makrele und im geringen Anteil auch im Raps-, Walnuss- oder Leinöl. Für den Körper ist es wichtig, dass diese beiden Fettsäuren in einem richtigen Mengenverhältnis stehen. Wissenschaftler fordern eine Relation von fünf Teilen Omega-6 zu einem Teil Omega-3- Fettsäure. Erst dann entfaltet sich die schützende Wirkung auf die Gesundheit. Gemäß der Health-Claims-Verordnung trägt „der Ersatz gesättigter Fettsäuren durch einfach und/oder mehrfach ungesättigte Fettsäuren in der Ernährung […] zur Aufrechterhaltung eines normalen Cholesterinspiegels im Blut bei.“ (HCVO, Anhang) Vorsicht vor gehärteten Fetten Backwaren, Süßwaren aber auch viele Fertiggerichte sind oft reich an gehärteten Fetten. Hier bilden zwar wertvolle Öle die Basis, aber die bei der Fetthärtung entstehenden Fette sind ernährungsphysiologisch nicht zu empfehlen. Wer also als Brotaufstrich die Margarine bevorzugt, sollte Produkte auswählen, die frei von gehärteten Fetten sind. Ein Blick auf die Zutatenliste gibt Aufschluss. Fettsäuren bestimmen die thermische Beständigkeit der Fette Diese verschiedenartigen Fettsäuren bestimmen letztlich die physikalischen Eigenschaften der Fette. Ein hoher Sättigungsgrad macht ein Fett hart. Je mehr ungesättigte Fettsäuren enthalten sind, desto flüssiger wird das Fett (Öl). Aber auch, wie lange ein Fett der Hitze Stand hält, hängt von diesem Fettsäuremuster ab. Je höher die Konzentration an gesättigten Fettsäuren ist, desto stärker kann man das Fett erhitzen. Man bezeichnet die Temperatur, bei der ein Fett sich langsam zersetzt und zu rauchen beginnt auch als Rauch- oder Qualmpunkt. Wird dieser Rauchpunkt beim Erhitzen überschritten, können sich gesundheitsschädliche Zersetzungsprodukte bilden, die nicht verzehrt werden sollten. Der Rauchpunkt ist ein Wertmaß für die thermische Qualität von Ölen. Für kalt zubereitete Speisen eignen sich die meisten Nahrungsfette. In der warmen Küche dagegen werden Fette jedoch recht unterschiedlichen Temperaturen ausgesetzt und diesen Ansprüchen werden nicht alle Fette gleichermaßen gerecht. Beim Braten von Gulasch, Steaks, beim Frittieren oder aber auch im Wok kann die Hitze schnell auf Temperaturen über 200 °C klettern. Das bedeutet, für diese Zwecke eignen sich spezielle Brat- und Frittieröle und Fette mit einem hohen Rauchpunkt. Der Rauchpunkt beim GEFRO Brat- & Frittieröl beträgt ca. 210° C. Pflanzenöle mit einem hohen Gehalt an mehrfach ungesättigten Fettsäuren vertragen diese Temperaturen nicht. Diese Öle, empfehlen sich für die kalte Küche aber auch zum Dünsten von Gemüse oder zur Zubereitung von Geflügel oder Fisch bei milden Temperaturen. Die Wahl eines Fettes oder Öls sollte also nicht nur eine Frage des Geschmacks sein, sondern immer auch auf die küchentechnische Verwendung abgestimmt werden.
Immer mehr Menschen sind von der Volkskrankheit Diabetes mellitus betroffen, darunter zunehmend Kinder und Jugendliche.- Worin unterscheiden sich eigentlich die beiden Diabetes- Typen 1 und 2? - Mit welchen Symptomen macht sich die Krankheit bemerkbar?- Und wie kann man mit einer gesunden Lebensführung den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen?Im folgenden Blogbeitrag von Frau Dr. rer. nat. Rita Hein erhalten Sie jede Menge interessanter Informationen und konkrete Tipps für Ihre Gesundheit. Welche Diabetes Arten gibt es? Diabetes Typ-1 Diabetes Typ-2 Typische Diabetes Symptome Warum ist Diabetes Mellitus so gefährlich? Tipps für eine gesunde Lebensführung bei Diabetes Gesunde Ernährung als Basis Gewichtsreduktion Kohlenhydrate – auf die Auswahl kommt es an Vermeidung von Zwischenmahlzeiten Wasser als Standardgetränk Bewegung und Aktivität Welche Diabetes Arten gibt es? Diabetes Typ-1 Beim Typ-1- Diabetes, früher auch als juveniler Diabetes bezeichnet, handelt es sich um eine Autoimmunkrankheit. Körpereigene Zellen richten sich gegen die insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse, die völlig zerstört werden. Es kommt zum lebensbedrohlichen Insulinmangel. Die betroffenen Patienten sind auf regelmäßige Insulinzufuhr angewiesen, man spricht deshalb auch vom insulinpflichtigen Diabetiker. Diabetes Typ-2 95% aller Diabetiker leiden unter der Diabetes- Form Typ- 2, früher auch Altersdiabetes genannt. Hier kommt es nicht zu einem Insulinmangel, sondern die Körperzellen sind resistenter gegenüber der Insulinwirkung geworden. Die Insulinwirkung ist nicht mehr so effektiv wie bei einem gesunden Menschen. Der Körper versucht sich anfangs selber zu helfen, indem immer mehr Insulin freigesetzt wird. So gelingt es, den Blutzucker oft über eine lange Zeit noch stabil zu halten, allerdings sind schon zu diesem Zeitpunkt erhöhte Insulinwerte nachweisbar.Irgendwann ist die Kraft der Bauchspeicheldrüse erschöpft und zu diesem Zeitpunkt wird der Diabetes manifest. Warum steigt die Zahl der Typ-2-Diabetiker in Deutschland und anderen Industriestaaten unentwegt an, während die Zahl der an Typ-1-Erkrankten relativ stabil ist?Untersuchungen zeigen, dass mittlerweile nicht nur ältere Menschen am Altersdiabetes leiden, sondern es sind immer mehr Jugendliche und Kinder betroffen. Die Hauptursache für die Entstehung von Altersdiabetes ist neben der erblichen Veranlagung sicherlich eine ungesunde Lebensweise. Das Auftreten von Altersdiabetes wird durch Übergewicht, Fehlernährung und Bewegungsmangel entscheidend gefördert. 90 % der Typ-2 -Diabetiker sind übergewichtig. Nur durch die konsequente Änderung des Lebensstils und der Ernährungsgewohnheiten kann die Häufigkeit von Diabetes gesenkt werden. Auf der einen Seite ist es nie zu spät, ungesundes Verhalten zu verändern und auf der anderen Seite ist es nie zu früh, Vorsorge zu treffen. Typische Diabetes-Symptome? Erste Krankheitsanzeichen können sein: starker Durst häufiges Wasserlassen schlechte Wundheilung häufige Infekte Müdigkeit und Konzentrationsschwäche Juckreiz Sehstörungen Treten zwei oder mehrere dieser Beschwerden gleichzeitig auf, sollte man umgehend einen Arzt aufzusuchen. Warum ist Diabetes mellitus so gefährlich? Ein dauerhaft erhöhter Zuckerspiegel in unserem Kreislauf schädigt Nerven und Blutgefäße. Die Folgeschäden für den Organismus sind breit gestreut, es können fast alle Organe betroffen werden. Sind die Nerven geschädigt (Neuropathie), kommt es zu einem mangelnden Schmerzempfinden. Verletzungen durch das Tragen von schlechtem Schuhwerk oder bei der Nagelpflege werden oft gar nicht wahrgenommen, sodass sich unbemerkt Fußgeschwüre mit schweren Wundinfektionen bilden. Wenn das vegetative Nervensystem geschädigt ist, entwickeln Diabetiker möglicherweise Herzrhythmusstörungen, Verdauungsstörungen oder auch Potenzstörungen. Die Verengung großer Blutgefäße (Makroangiopathie) begünstigt die Entstehung von Herzinfarkten, Schlaganfällen und Durchblutungsstörungen in den Beinen. Erhöhte Blutfettwerte, Blutdruck oder auch das Rauchen erhöhen das Risiko zusätzlich. Die Schädigung kleinerer Blutgefäße (Mikroangiopathie) kann zu schweren Netzhautschädigungen am Auge und zum Nierenversagen führen. In der Altersgruppe zwischen 20- und 65 Jahren ist die diabetische Netzhauterkrankung in unserer Zivilisation die häufigste Erblindungsursache. Und in Deutschland sind mehr als die Hälfte aller Patienten, die sich nach Nierenversagen einer Blutwäsche unterziehen müssen, Diabetiker. Ein konsequent behandelter Diabetes sowohl therapeutisch durch den Facharzt als auch durch eine gesunde Lebensführung, ist der beste Schutz vor Folgeschäden. Tipps für eine gesunde Lebensführung bei Diabetes Als Diabetes-Patient ist eine gesunde Lebensführung essentiell. Das Gute daran: Hier kann jeder Patient eigenständig aktiv werden und zu seiner Gesundheit beitragen! Im Detail geht es um folgende Aspekte: Gesunde Ernährung als Basis jeder Diabetesbehandlung Die richtige Ernährung ist die Basis einer jeden Diabetesbehandlung. Auf Genuss und Abwechslung muss dabei keineswegs verzichtet werden. Eine ausgewogene Ernährung kann die Blutzuckerwerte verbessern, das Übergewicht abbauen und das Risiko von Folgekrankheiten mindern. Das absolute Zuckerverbot für Diabetiker ist längst überholt. Viele Diabetiker verzichten auf Zucker und halten eine streng kohlenhydratarme Diät ein. Anstelle von Kohlenhydraten werden aber dann eher fettreiche Speisen gegessen. So entsteht ein Teufelskreis: die Ernährung wird noch schlechter und das Übergewicht mit all seinen Folgen noch größer. Ein Typ-2- Diabetiker muss prinzipiell nicht anders essen als ein Gesunder. Die Mahlzeiten sollten abwechslungsreich und fettarm aber reich an komplexen Kohlenhydraten, Ballaststoffen, Mineralstoffen und Vitaminen sein. Diabeteskost ist letztlich eine Kostform, von der alle Menschen profitieren könnten. Gewichtsabnahme als Therapiemittelpunkt Wenn ein übergewichtiger Diabetiker auch nur einige Kilogramm abnimmt, wird die Insulinwirkung an den Zellen deutlich verbessert. Die Blutzuckerwerte normalisieren sich. Die Gewichtsabnahme ist daher immer Therapiemittelpunkt bei der Diabetesbehandlung. Das heißt: Auch für den Diabetiker steht die Energiebilanz an erster Stelle und nicht das Einsparen von Kohlenhydraten. Wenn die Kilos purzeln, verbessern sich in der Regel die Blutfettwerte und der Blutdruck gleich mit. Oft kann auf eine medikamentöse Therapie dann ganz verzichtet werden. Kohlenhydrate – auf die Auswahl kommt es an Kohlenhydrate sind letztlich eine lange Kette von aneinandergereihten Zuckerbausteinen. Die Ketten sind nicht nur unterschiedlich lang, sondern sie setzen sich aus verschiedenen Zuckerbausteinen zusammen. Je mehr Bausteine eine Kette bilden, desto langsamer verwertet der Körper das Ganze. Kurze Ketten, bestehend aus Einfach- oder Zweifachzuckern, sind deutlich Blutzucker- wirksamer als eine lange Reihe von Bausteinen, die erst in die einzelnen Einheiten zerlegt werden muss. Der Einfachzucker, Traubenzucker, schießt ins Blut, Obst und Weißmehlprodukte strömen ins Blut. Kohlenhydrate aus Vollkorngetreide fließen ins Blut, während Kohlenhydrate aus Hülsenfrüchten nur noch ins Blut tröpfeln. Die enthaltenen Ballaststoffe bilden sozusagen eine Barriere und verzögern die Aufnahme der Zuckerbausteine ins Blut. Ballaststoffreiche Nahrungsmittel stabilisieren den Blutzuckerspiegel und sättigen anhaltend. Zusätzlich wird die Darmmotorik angeregt und der Cholesterinspiegel gesenkt. Für Gesunde und Diabetiker gilt gleichermaßen: Bevorzugen Sie Kohlenhydrate, die den Blutzuckerspiegel langsam ansteigen lassen. Eine gesunde Diabetikertafel ist reich an Gemüse, Hülsenfrüchten und Vollkorngetreide. Auch Milchprodukte wie Joghurt, Quark, Käse oder Buttermilch können täglich auf dem Speiseplan stehen. Um die Aufnahme von Cholesterin und gesättigten Fettsäuren in einem gesunden Rahmen zu halten, sollten Fleisch und Wurst nicht täglich auf dem Speiseplan stehen. Besonders empfehlenswert sind dagegen ein bis zwei Fischmahlzeiten in der Woche. Süßigkeiten, Gebäck und Konfitüre enthalten schnelle oder auch leere Kohlenhydrate, die den Blutzuckerspiegel rapide ansteigen lassen. „Süße Sünden“ sollten recht sparsam verzehrt werden. Am besten ist es, sie als Nachspeise oder in Kombination mit anderen Lebensmitteln, die Fett, Eiweiß und Ballaststoffe enthalten, zu essen. Dadurch wird die Süßigkeit langsamer verdaut und der Blutzucker steigt entsprechend langsamer an. Vermeidung von Zwischenmahlzeiten Wichtig ist es, regelmäßige Mahlzeiten zu sich zu nehmen. Mahlzeiten auszulassen, hat nur den Effekt, dass irgendwann der unkontrollierte Hunger kommt, und man in der Regel mehr isst als gewollt.Zwischen den Mahlzeiten sollte eine lange Pause liegen. Am besten wird auch das Obst zu den Mahlzeiten gegessen. Die Vermeidung von Zwischenmahlzeiten bewirkt eine Senkung des Blutzucker- und Insulinspiegels. Erst jetzt ist die Fettverbrennung aktiv. Etwa drei bis vier Stunden benötigt der Körper, bis er eine Mahlzeit verdaut hat und der Insulinspiegel wirklich abgesunken ist. In den Stunden danach lebt er von seinen Reserven. Das bedeutet: Nur, wenn wir zwischen den Mahlzeiten mehr als drei bis vier Stunden nichts essen, hat der Körper überhaupt eine Chance, Fettpölsterchen abzubauen. Wasser als Standardgetränk Wasser ist absolut lebensnotwendig. Empfehlenswert sind 1,5 bis 2 Liter täglich. Wasser ist kalorienfrei, trägt aber zur Versorgung mit Mineralstoffen bei. Fruchtsäfte hingegen lassen den Blutzuckerspiegel rasch ansteigen. Und alkoholische Getränke sollten nur gelegentlich und dann nur in sehr kleinen Mengen getrunken werden. Alkohol senkt kurzfristig den Blutzuckerspiegel und kann beim Diabetiker zu gefährlichen Unterzuckerungen führen. Wasser lässt sich wunderbar mit Ingwer, Melisse oder auch Kräutern aromatisieren. Bewegung und Aktivität Neben der Ernährungsumstellung ist die körperliche Aktivität eine weitere Säule in der Diabetestherapie. Bewegung unterstützt die Aufnahme von Zucker in die Zellen, sodass der Blutzuckerspiegel sinkt. Diabetiker sollten deshalb den Blutzucker vor und nach sportlichen Aktivitäten kontrollieren, um Stoffwechselentgleisungen vorzubeugen. Völlig untrainierte oder Diabetiker, die schon unter Folgeerkrankungen leiden, sollten bevor sie aktiv werden, den behandelnden Arzt um Rat fragen und sich nötigenfalls noch einmal untersuchen lassen. Experten empfehlen, 3-4 Mal pro Woche mindestens 20-30 min körperlich aktiv zu werden (z. B. Walken, Schwimmen, Tanzen, Wandern, Gymnastik, Radeln). Zudem lässt sich Bewegung wunderbar in den normalen Tagesablauf integrieren: Kleinere Einkäufe können zu Fuß oder mit dem Fahrrad erledigt werden. Der Rasen lädt zum Mähen ein, der Hund möchte gern öfter mit Ihnen übers Land streifen Treppen sind zum Steigen da. Die Krankheit Diabetes mellitus erfordert vom Patienten ein hohes Maß an Disziplin und Eigenverantwortung. Vielleicht besteht gerade hierin die Möglichkeit, die Krankheit nicht als Krankheit, sondern eher als Chance zu begreifen. Wenn Übergewicht, Fehlernährung und Bewegungsmangel ursächlich zum Entstehen von Altersdiabetes schon in jungen Jahren beitragen, dann ist diese Erkrankung ein Fingerzeig, die Gewohnheiten kritisch unter die Lupe zu nehmen und zu ändern. In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern eine gesunde und bewegte Zeit. Ihre Dr. rer. nat. Rita Hein, Heilpraktikerin und Ernährungsberaterin
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