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Kürbis - Eine Beere. Tatsächlich

Kürbis - Eine Beere. Tatsächlich
Inhaltsverzeichnis

    Wenn der Herbst nicht mehr zu übersehen ist

    Irgendwann tauchen sie wieder auf: die einfachen Tische am Straßenrand, voll mit Kürbissen. Sie stehen vor Hofläden, an Feldwegen oder am Rand abgeernteter Äcker.
    Plötzlich leuchten überall kräftige Farbtupfer. Man muss keinen Blick auf den Kalender werfen, um zu wissen, welche Jahreszeit begonnen hat. Man muss keinen Blick auf den Kalender werfen, um zu wissen, welche Jahreszeit begonnen hat.
    Wenn der Kürbis kommt, ist der Herbst nicht mehr zu übersehen.

    Keiner gleicht dem anderen

    Ein Blick auf so einen Kürbistisch genügt: Den einen Kürbis gibt es nicht. Manche sind kaum größer als eine Orange, andere bringen mehrere Kilogramm auf die Waage. Es gibt runde, birnenförmige und längliche Exemplare, mit glatter, gerippter oder warziger Schale. Die Farbpalette reicht von leuchtendem Orange über Gelb und Grün bis hin zu fast weißen Tönen.
    So unterschiedlich sie auch aussehen – botanisch haben sie eine überraschende Gemeinsamkeit: Kürbisse sind Beeren. Genauer gesagt gehören sie zu den sogenannten Panzerbeeren. Ihren ungewöhnlichen Namen verdanken sie ihrer harten Schale, die das Fruchtfleisch und die zahlreichen Samen im Inneren schützt.

    Was unter der Schale steckt

    Wer einen Kürbis aufschneidet, entdeckt je nach Sorte gelbes bis kräftig orangefarbenes Fruchtfleisch. Seine Farbe verdankt das Fruchtfleisch den Carotinoiden. Wie viel Beta-Carotin ein Kürbis enthält, hängt unter anderem von Sorte und Reifegrad ab. Besonders orangefarbene Kürbissorten können größere Mengen davon enthalten. Beta-Carotin ist eine Vorstufe von Vitamin A und kann vom Körper in Vitamin A umgewandelt werden.
    Der Kürbis bringt außerdem Ballaststoffe mit, darunter Pektin und Cellulose. Pektin zählt zu den löslichen, Cellulose zu den unlöslichen Ballaststoffen.

    Mal herzhaft, mal süß

    Auf dem Schneidebrett geht die Vielfalt weiter. Beim Hokkaido darf die Schale einfach mit in den Topf. Butternut und Muskatkürbis verraten schon mit ihren Namen etwas über ihr Aroma: Der eine schmeckt fein und leicht nussig, der andere entfaltet beim Aufschneiden einen intensiven, an Muskat erinnernden Duft. Beide gehören übrigens zu den Moschuskürbissen.
    Überhaupt ist der Kürbis in der Küche erstaunlich vielseitig. Er landet im Suppentopf und auf dem Ofenblech, im Risotto oder in der Pastasoße. Auch Süßes liegt ihm: In Kuchen, Muffins oder Brot sorgt sein Fruchtfleisch für eine saftige Konsistenz. Und selbst die Kerne werden genutzt – zum Knabbern oder zu kräftig-nussigem Kürbiskernöl verarbeitet.
    An langen Ranken wachsen die Kürbisse heran und reifen direkt auf der Erde. Frisch geerntet leuchten sie uns jetzt überall entgegen, bevor sie wenig später in unseren Küchen landen.



    Draußen wird es langsam kühler. Drinnen ist Kürbiszeit.



    Beste Grüße aus dem Allgäu
    Rita Hein

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