07/01/2006 Risiko Bauchfett - Gefährliche Fettverteilung
Zuviel Fettgewebe in der Bauchhöhle erhöht deutlich das Risiko für Diabetes, Herzinfarkt und Schlaganfall.
Der Body Mass Index (BMI) reicht allein zur Abschätzung des Risikos
nicht aus. Er gibt das Verhältnis von Körpergewicht zu Körpergröße an.
Der BMI berechnet sich aus dem Körpergewicht [kg] dividiert durch das
Quadrat der Körpergröße [m2].
Die Formel lautet:
BMI = Körpergewicht : (Körpergröße in m)2. Die Einheit des BMI ist demnach kg/m2
Wo das Fett sitzt, berücksichtigt er BMI nicht. Doch gerade die
Verteilung des Körperfetts ist wichtig, um sowohl das Risiko für
Herz-Kreislauf-Erkrankungen als auch für Diabetes zu beurteilen. Selbst
bei Normalgewicht oder leichtem Übergewicht können Herz und Gefäße
gefährdet sein, wenn die Fettverteilung ungünstig ist.
Auf die Fettverteilung kommt es an
· Beim Apfeltyp sammelt sich das Fett in drei Körperbereichen: an der
Bauchhaut, an Rücken und Seiten (Rettungsringe) und an den inneren
Organen (z.b. Magen, Darm, Leber). Hauptrisikofaktor für Herz und
Kreislauf ist hier das Fett an den inneren Organen, das so genannte
Innere Bauchfett. Äußerlich sichtbares Zeichen für das Innere Bauchfett
ist der Bauchumfang. Betroffen sind zu etwa 80% Männer – aber auch
Frauen im höherem Lebensalter.
· Beim Birnentyp füllen sich die Fettzellen vorwiegend im Bereich von
Hüften, Gesäß und Oberschenkel. Bei dieser Fettverteilung treten
Gefäßerkrankungen und Stoffwechselstörungen nur geringfügig häufiger
auf als bei Normalgewicht.
Das unterschiedliche Gesundheitsrisiko bei verschiedenen Fettansammlungen beruht auf deren Stoffwechselaktivität.
Das Innere Bauchfett produziert viel freie Fettsäuren, die in der Leber
zu anderen Fetten umgebaut werden. Es kann in Folge zu Ablagerungen an
den Gefäßinnenwänden kommen. Bilden sich jetzt durch diese Engpässe
Blutgerinnsel oder brechen die Ablagerungen auf, verstopft das Gefäß.
Am Herzen führt dies zum Infarkt, im Gehirn zum Schlaganfall.
Bestimmung der Fettverteilung
Ein erhöhter Bauchumfang ist das äußerlich sichtbare Zeichen für zu
viel Inneres Bauchfett. Daher gilt die Bauchumfangsmessung als einfache
Methode, um übermäßiges Inneres Bauchfett zu erfassen.
So messen Sie Ihren Bauchumfang
· Im Stehen und mit freiem Oberkörper.
· Legen Sie das Maßband in der Mitte zwischen dem unteren Rippenbogen und dem Beckenkamm an.
· Führen Sie das Maßband in gerader Linie zwischen den beiden Punkten um Ihren Bauch herum.
· Lesen Sie den Bauchumfang in leicht ausgeatmetem Zustand ab.
Mehr als 88 cm Bauchumfang bei Frauen und 102 cm bei Männern erhöhen
deutlich das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes.
Der Bauch muss weg?
Gesunde ausgewogene Ernährung und viel Bewegung sind sicherlich die
besten und aussichtsreichsten Ansätze zu einem schlanken Profil.
Für Ihre Fragen stehe ich zur Verfügung
Gerne beantworte ich Ihre E-Mail
DrHein@GEFRO.de