06/01/2006 Was sind sekundäre Pflanzenstoffe?
Unter dem Oberbegriff sekundäre Pflanzenstoffe werden viele
verschiedenartige Verbindungen, die ausschließlich von Pflanzen
gebildet werden, zusammengefasst.
Die sekundären Pflanzenstoffe kommen nur in sehr geringen
Konzentrationen vor und zeichnen sich durch unterschiedlichste
Funktionen aus. Sie wirken als Lock- oder Duftstoff, als Schutz vor
freien Radikalen oder helfen den Pflanzen bei der Abwehr von
Schädlingen.
Der Mensch nimmt mit einer guten Mischkost täglich ungefähr 1,5 g
sekundäre Pflanzenstoffe auf. Diese Menge setzt sich aus vielen tausend
Einzelsubstanzen zusammen.
Sekundäre Pflanzenstoffe gehören zwar nicht wie die Vitamine zu den
essentiellen Nährstoffen, aber dennoch besitzen sie schützende und
gesundheitsfördernde Wirkungen.
Einige Inhaltsstoffe wirken antibakteriell, andere beeinflussen den
Gallefluss, wieder andere wirken der Entstehung von Krebs entgegen.
Obwohl der Verbrauch von Obst und Gemüse in Deutschland kontinuierlich
ansteigt, sind wir im internationalen Vergleich eher „Gemüsemuffel“.
Testen Sie sich selbst. Halten Sie sich an die empfohlene >5 mal am Tag Obst und Gemüse< Regel? (GEFRO Tipp Juni 2001)
Wiegen Sie doch einmal ein paar Tage das von Ihnen verzehrte Obst und
Gemüse ab. 300 g Gemüse und 200 g Obst pro Kopf und Tag sollten es
schon sein, so lautet die Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für
Ernährung.
Als Vorbild könnte die mediterrane Küche dienen. Die Ernährung in den
Ländern rund um das Mittelmeer entspricht in vieler Hinsicht den
Ratschlägen der Experten: Viel Gemüse verfeinert mit hochwertigen
Pflanzenölen, Salate aus Gurken, Tomaten, Zwiebeln mit frischen
Kräutern und Knoblauch, weniger tierische Fette und reichlich
Flüssigkeit.
Gemüse, Obst oder Salat passen zu jeder Mahlzeit. Zur Brotzeit frischen
Rettich, Tomaten, Radieschen oder Gurken, zum Frühstück ein Gläschen
Gemüsesaft und zum Mittagstisch einen frischen Salat.
Zwischendurch – auch während der Arbeit – frische in mundgerechte
Stückchen geschnittene Kohlrabi oder Möhren. Klingt das nicht
verlockend?
Vielleicht sollten wir die Köstlichkeiten unseres nächsten Urlaubs in unseren täglichen Kochplan einbauen.
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