08/09/2002 Biologische Wertigkeit?
Biologische Wertigkeit von Proteinen - was versteht man darunter?
Eiweiße, auch Proteine genannt, bestehen aus einer Kette von
Bausteinen, den Aminosäuren. Es gibt 20 verschiedene Aminosäuren, von
denen der Körper acht nicht selber herstellen kann. Diese essentiellen
Aminosäuren müssen daher mit der Nahrung zugeführt werden.
Proteine sind sowohl in tierischen als auch pflanzlichen Lebensmitteln
enthalten, sie unterscheiden sich aber in ihrer
Aminosäurenzusammensetzung.
Die verschiedenen Proteine haben eine unterschiedlichen Qualität für
die Ernährung. Ein Maß für die Qualität ist nun die biologische
Wertigkeit.
Diese biologische Wertigkeit gibt an, wieviel Körpereiweiß aus 100 g
des zugeführten Nahrungsproteins vom Organismus aufgebaut werden kann.
Je mehr ein Nahrungsprotein dem Bedarf des Menschen an essentiellen
Aminosäuren entspricht, desto höher ist die biologische Wertigkeit des
Proteins.
Tierisches Protein z.B. aus Milchprodukten, Fisch, Fleisch oder
Geflügel ist von einer hohen biologischen Wertigkeit, aber auch
pflanzliches Eiweiß aus Getreide, Hülsenfrüchten oder Kartoffeln
liefern uns hochwertiges Nahrungsprotein. Pflanzliche Eiweißquellen
haben den Vorteil, dass wenig Cholesterin, Purin und Fett enthalten
sind.
Die Biologische Wertigkeit des Nahrungsproteins läßt sich noch erhöhen, wenn wir bestimmte Nahrungsmittel geschickt kombinieren.
Eine sehr hohe Wertigkeit haben Kombinationen wie:
Kartoffel plus Ei
Weizen plus Ei
Hülsenfrüchte plus Milch
Hülsenfrüchte plus Weizen
Übrigens ein regelmäßiger Molketrunk liefert unserem Organismus
ebenfalls ein sehr hochwertiges Eiweiß, das sehr leicht in den
Eiweißbestand des menschlichen Körpers eingebaut werden kann.
Für Ihre Ernährungsfragen stehe ich zur Verfügung
Gerne beantworte ich Ihre e-mail
Ihnen eine gute Zeit
Dr. Rita Hein
DrHein@GEFRO.de